Sympathiepunkte 8 Dinge, die uns sofort sympathischer machen

So werden Sie sofort sympathischer
Bitte lächeln! Wer nett zu sich selbst sein kann, ist auch nett zu anderen © GaudiLab / Shutterstock.com

Es scheint Menschen zu geben, die einfach von allen gemocht werden. Was ist ihr Geheimnis und können Sie davon auch eine Portion haben? Jep! Wir verraten Ihnen, wie Sie massig Sympathiepunkte sammeln

Betrachten Sie auch oft voller Bewunderung diese Frauen, die immer total selbstbewusst rüberkommen und alle mit ihrem Charme nur so umhauen? Sie sind beliebt beim Chef, bei den Kolleginnen – und die Männer liegen ihnen zu Füßen. Dabei können Sie sie vor lauter Neid nicht mal verachten – sie sind einfach zu nett. Das ist keine überirdische Gabe, kein Sympathie-Gen – das kann jeder mit den richtigen Handgriffen. Ja, auch Sie – wenn Sie jetzt aufmerksam weiterlesen.

1. Beim Namen nennen

Schon bei der Begrüßung lassen sich ganz leicht die ersten Sympathiepunkte sammeln: Sprechen Sie Ihr Gegenüber – wann immer es geht – mit dem Namen an, denn der ist ein wichtiger Bestandteil seiner Persönlichkeit. "Jeder von uns hört wohl kaum etwas so gern wie den eigenen Namen. Werden wir damit angesprochen, fühlen wir uns wertgeschätzt", erklärt Michael Jagersbacher, Verhaltenstrainer und Autor von Sympathie-Code: Wie Sie andere für sich gewinnen (Goldegg, um 20 Euro). Klar, Ihre engen Freunde gehen davon aus, dass Sie ihre Namen draufhaben. Aber selbst bei denen zeigt es Wirkung, wenn Sie hin und wieder ein "Danke, Tina!" fallen lassen. Bei neuen Bekanntschaften ist dieser Schachzug doppelt wirksam. "Viele sind davon so positiv beeindruckt, dass sie sich im Gegenzug garantiert ­bemühen werden, sich auch Ihren Namen zu merken", so Jagersbacher.

2. Mini-Schwächen offen zugeben

Versuchen Sie nicht krampfhaft, die Superhipsterin oder Überperfekte zu geben. "Das schüchtert andere ein. Und es schafft Distanz statt Sympathie, wenn man nur seine Erfolge und sein Können auflistet", sagt der Experte. Es ist also gar nicht wild, auch mal die total vermurksten Schokobrownies oder die peinliche Schwäche für 90er-Jahre-Teeniebands zu erwähnen. Niemand wird Sie dafür verurteilen – im Gegenteil. "Im Bewerbungs­gespräch oder beim Date offen anzusprechen, dass man nervös ist, zeugt von Größe und ist charmant, weil das jeder nachvollziehen kann", sagt Autor Jagersbacher. Gut, vorm neuen Chef sollten Sie vielleicht nicht direkt mit Ihrer Spice-Girls-Schwärmerei loslegen, aber spätestens vor den Kollegen müssen Sie die nicht länger verbergen. Offenheit schafft hier Vertrauen und Nähe.

8 Dinge, die Sie sofort sympahtischer machen
Nobody's perfect. Kleine Schwächen machen uns menschlich und damit auch sympathisch in den Augen unserer Mitmenschen © GaudiLab / Shutterstock.com

3. Ehrliches Interesse zeigen

Ob in der Kneipe oder im Meeting — es kommt immer gut rüber, viele Fragen zu stellen. Aktives Zuhören ist der Erfolgsschlüssel. "Legen Sie den Fokus nicht auf sich selbst, sondern hören Sie Ihrem Gesprächspartner bewusst zu und zeigen Interesse", rät der Experte. Also: Nicht schweigend dasitzen, aber auch nicht ständig diejenige sein, die ohne Pause Schenkel­klopfer-Geschichten raushaut. Es zeigt Größe, auch anderen das Rampenlicht überlassen zu können. "Seien Sie innerlich von sich überzeugt, aber zeigen Sie das nicht ständig nach außen. So erzielen Sie die besten Ergebnisse in Sachen Sympathiegewinnung", so Experte Jagersbacher.

4. Um kleine Gefallen bitten

Sie bitten um einen kleinen Freundschaftsdienst und – schwups – klettern Sie auf der Beliebtheitsskala nach oben? Ja, dieses als Benjamin-Franklin-Effekt bekannte Prinzip funktioniert tatsächlich. Schon der Gründungsvater der USA hatte erkannt: Sie tricksen damit das Gehirn des anderen aus. Dort ist gespeichert, dass wir nur Menschen einen Gefallen tun, die wir nett finden. "Kann Ihnen die Kollegin helfen, ist sie stolz und fühlt sich geschmeichelt, weil Sie ihre Fähig­keiten erkannt haben", erklärt der Experte. Unterbewusst werden Sie dazu selbst als sympathische Person eingestuft. Win-win-Situation!

5. Ab und zu mal anfassen

Berühren Sie andere, wirkt das anziehend. Gemeint ist natürlich kein aufdringliches Angrabschen, sondern die sanfte und unauffällige Variante. Wenn Sie beispielsweise eine Person bei der Begrüßung kurz am Oberarm anfassen, kann das einen positiven Eindruck hinterlassen. "Eine leichte Berührung, die der andere nur unterbewusst wahrnimmt, fördert das Vertrauen untereinander und macht Sie sympathischer", sagt Jagersbacher. Und nicht nur im Privaten punkten Sie mit diesem Move: "Wollen Sie einem Kunden oder einem Vorgesetzten etwas verkaufen, setzen Sie sich ihm nicht gegenüber, sondern direkt daneben – Schulter an Schulter. Das wirkt sofort viel freundlicher", rät der Sympathie-Experte.

8 Dinge, die jeden Menschen sofort sympathischer machen
Das größte Geheimnis hinter einer Wow-Ausstrahlung ist immer die ­Zufriedenheit mit sich selbst © GaudiLab / Shutterstock.com

6. Angepasst aber authentisch

Wenn Sie über Ihre Mädels sprechen, nennen Sie sie dann nur "die Gööörls"? Sicher, weil alle in der Clique das genauso machen. "Wenn man sich gut versteht, passt man sich automatisch an und übernimmt Phrasen voneinander. Dieses Mikrokulturgut stärkt das Zutrauen untereinander", so Experte Jagersbacher. Was im engen Freundeskreis meist intuitiv und automatisch passiert, können Sie aber auch ganz bewusst einsetzen: Ist etwa die Mittagspause für Ihre Kollegen immer der "Lunch", verwenden Sie den Begriff eben auch – und reihen sich so in die Gruppe ein. Allerdings darf das nicht ständig eingesetzt werden. "Wenn Sie alles nachplappern, geht Authentizität verloren und die Gefahr ist groß, dass Ihre Strategie erkannt wird."

7. Bei Konflikten die Ruhe bewahren

Niemand mag Ärger und Zoff, logisch. Komplett vermeiden lassen sich Konflikte trotzdem nicht. Doch selbst beim Streiten können Sie noch eine gute Figur machen. Wenn jemand tobend auf Sie einredet, schimpfen Sie bloß nicht unkontrolliert zurück! "Wer mit ebenso viel Aggression wie sein Gegenüber agiert, hat schon verloren", sagt Jagersbacher. Atmen Sie stattdessen ganz bewusst dreimal tief ein und wieder aus. So können Sie Ihre Gefühle schnell wieder steuern und bleiben beherrscht. Das absolute i-Tüpfelchen: Selbst einen Schritt auf den anderen zugehen. "Mit Äußerungen wie 'Mhm', 'Ja' oder 'Aha' zeigen Sie, dass Sie den Standpunkt des Streitenden ernst nehmen", rät der Experte. Genauso souverän sollten Sie sein, wenn Sie selbst einen Streit initiieren. Solange Sie dabei nämlich immer sachlich bleiben, kann es Ihnen auch keiner richtig krummnehmen.

8. Mit sich selbst im Reinen sein

Das größte Geheimnis hinter einer Wow-Ausstrahlung ist immer die ­Zufriedenheit mit sich selbst. Und auch diese kann man trainieren: Jeder hadert mal mit sich, seiner Figur oder der Frisur und hat mal einen schlechten Tag. Versuchen Sie trotzdem, nett zu sich selbst zu sein. Lächeln Sie sich und auch Ihren Fehlern strahlend entgegen. Denken Sie einfach daran: Herzen lassen sich leichter im Sturm erobern, wenn man auch sich selbst ins Herz geschlossen hat.

22.05.2017| Lisa Vollnhals © womenshealth.de
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