Gewicht reduzieren Abnehmen ohne Fett bringt nichts

Auch Fett ist während einer Diät wichtig
Fett ist auch in der Abspeckphase wichtig © Shutterstock

Salatblätter allein machen nicht schlank. Wer dauerhaft abspecken will, sollte nicht gänzlich auf Fett verzichten

Deshalb sollten Sie nicht komplett auf Fett verzichten

Der Jojo-Effekt schlägt offenbar besonders gerne bei denjenigen zu, die beim Abnehmen möglichst auf Fett verzichten. Mediziner des Boston Childrens Hospital haben in einer Studie untersucht, warum einige Abnehm-Methoden erfolgreicher sind als andere und einen größeren Langzeiteffekt haben. Das Ergebnis: Besonders bei fettarmen Diäten fährt der Körper seinen Stoffwechsel drastisch runter und schaltet auf Sparflamme. Das bedeutet, dass der Körper weniger Kalorien verbrennt, da er diese für "schlechte Zeiten" bunkert. Das macht es erheblich schwerer, Gewicht zu verringern oder aber zu halten.

Die Mediziner verglichen 3 Abspeck-Varianten bei gleichem Kaloriengehalt. Die erste war eine fettarme und dafür ballaststoffreiche Ernährung, die zweite enthielt viel Fett und Proteine, aber kaum Kohlenhydrate. Bei der dritten Variante wurde auf Kohlenhydrate verzichtet, die den Blutzuckerspiegel nach dem Essen in die Höhe schießen lassen (also schnell satt machen, dafür aber auch genauso schnell wieder das Hungergefühl ankurbeln).

Interessant für die Forscher war vor allem, wie unterschiedlich die 3 Varianten den Energieumsatz des Körpers senkten – sprich: auf Sparflamme schalten. Methode 1 senkte den Energieumsatz um 423 Kalorien pro Tag, Nummer 2 um 297 Kalorien und Nummer 3 um 97 Kalorien. Zum Vergleich: Bereits 300 Kalorien entsprechen in etwa einer Stunde moderatem Training.

Wer gesund und vor allem langfristig abspecken wolle, sollte weitestgehend auf Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index verzichten. Also solche, die genauso schnell wieder hungrig wie satt machen. Heißt konkret: Pasta, Kartoffeln, Weißbrot und Süßigkeiten vermeiden und dafür lieber auf Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Nahrung wie Obst und Gemüse zurückgreifen.

27.06.2012| Marlene Borchardt © womenshealth.de
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