Schwangerschaft Babybauch trotz Chemotherapie

Chemotherapie trotz Babybauch
Eine Chemotherapie soll offenbar keine schädlichen Auswirkungen auf den Fötus haben © Shutterstock

Eine Krebsdiagnose muss für werdende Mütter nicht zwingend eine Abtreibung bedeuten.

Frauen, die sich während ihrer Schwangerschaft einer Krebstherapie unterziehen müssen, gefährden ihren Nachwuchs offenbar weniger als bislang angenommen. Forscher des Leuven Cancer Instituts in Belgien haben nun eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass Stahlen- und Chemobehandlungen dem Neugeborenen anscheinend nicht schaden.

Die Plazenta schützt den Fötus

Die Wissenschaftler hatten 70 Kinder 18 Jahre lang begleitet, die bereits als Ungeborene indirekt einer Krebstherapie ausgesetzt worden waren. Erstaunlicherweise entwickelten sie sich körperlich und geistig vollkommen unauffällig. Die Erklärung der Mediziner: Die Plazenta würde wie ein Filter wirken und die schädlichen Strahlen und Medikamente der Chemotherapie abfangen. Dies hieße zwar nicht, dass Schwangere eine solche Behandlung auf die leichte Schulter nehmen sollten, allerdings könne man werdende Eltern etwas beruhigen.

Zudem sei nicht gesagt, dass die Heilungschancen einer Krebspatientin steigen würden, wenn sie sich für eine Abtreibung entschiede. So könne vielen Müttern die Hoffnung gegeben werden, beides zu haben: Das Baby und eine Therapie.

15.02.2012| Miriam Cheniti © womenshealth.de
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