Schlagkräftig: Boxen für Frauen

Kampfsportarten für Frauen
"Fürs reine Fitnessboxen braucht es nicht mehr als Spaß und Motivation", sagt Boxtrainer Tim von Fintel aus Hamburg © zeljkodan / Shutterstock.com

Vorbei sind die Zeiten, in denen Boxen als klassischer Sport für große, kräftige Männer mit gebrochenen Nasen galt. Frauen haben das Boxen inzwischen für sich entdeckt – weil es nicht nur fit, sondern vor allem selbstbewusst macht

Was ist Boxen?

"Boxen ist Fechten mit den Fäusten", bringt Tim von Fintel es auf den Punkt. Er ist erfahrener Boxtrainer und Mitgründer der Hamburger Kampfsportschule Zanshin Dojo (zanshin-dojo.de). Beim Boxen liegt der Fokus also auf den Fäusten. Ganz wichtiger Unterschied zwischen normalem Boxen und Kickboxen: es dürfen lediglich die Fäuste zum Kampf verwendet werden. Alles andere ist verboten! Faustkampf kann übrigens bis zu den antiken Olympischen Spielen ca. 700 v. Chr. zurückverfolgt werden.

Was macht beim Boxen?

5 Grundbewegungen sollte man lernen. Die Schlaghandgerade, die Führhandgerade, und den Aufwärts-, Seit- und Vorwärtshaken. Dazu kommt schnelle Beinarbeit, die überaus wichtig ist, um beim Kampf ausweichen zu können, betont von Fintel.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

"Fürs reine Fitnessboxen braucht es nicht mehr als Spaß und Motivation", sagt der Trainer. Der Leistungssport Boxen verlangt allerdings Disziplin, einen starken Willen, eine gewisse Härte, Schnelligkeit und Aggressivität, erklärt der Experte. Kraft, Koordination, Ausdauer und Schnelligkeit sind also Eigenschaften, die Ihnen bei diesem Sport helfen werden. Boxen beansprucht natürlich vor allem die Armmuskulatur, allerdings sind der Einsatz von Schultern, Brust-, Bauch- und Rückenmuskulatur ebenfalls essentiell. Das Schöne am Boxen ist aber, dass Frauen jedes Alters und auf jedem Trainingslevel starten können.

Warum ist Boxen für Frauen gut geeignet?

Boxen verbrennt unglaublich viele Kalorien. Durch die explosiven Schläge und die ständige Alarmbereitschaft ist der Körper kontinuierlich in Bewegung. Von Fintel vergleicht das Boxen daher auch gerne mit HIIT-Training. Zusätzlich stärkt die Kampfsportart das Herz-Kreislauf-System und natürlich die Muskulatur. "Vor allem aber hilft Boxen dem Selbstbewusstsein", sagt von Fintel. Dazu kommt eine Verbesserung der Haltung. Der Boxtrainer geht sogar so weit zu sagen, dass Boxen das ganze Wesen verändert. "Dies gilt allerdings für alle Kampfsportarten", so von Fintel. Außerdem ist Selbstverteidigung ein Faktor, der nicht vergessen werden darf. Aber Vorsicht ist gefragt. Boxen lehrt Frauen, in Ernstsituationen zuzuschlagen, aber den Umgang mit einer gefährlichen Situation deckt es nicht ab, sagt der Experte. Kraft fürs Boxen holt man vor allem aus Hüfte und Taille, das zaubert eine starke und definierte Mitte. Gleichzeitig trainieren Sie Ihre Körperspannung durch das Boxen.

Fazit: Boxen macht in kürzester Zeit unglaublich fit. Koordination, Schnelligkeit, Ausdauer und natürlich Kraft sind am ehesten dafür gefragt. Und ganz ehrlich, wünschen Sie sich nicht auch manchmal, einfach auf etwas eindreschen zu dürfen? Das Boxen erlaubt es Ihnen.

Die Vorteile auf einen Blick:

Kondition+++
Kraft++
Verletzungsrisiko++
Selbstverteidigung++
Koordination+++
Konzentration+++

02.09.2016| Cornelia Holzbauer © womenshealth.de
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