Ungesunde Fette Chips und Pommes machen süchtig

Chips machen süchtig
Die geöffnete Chipstüte können viele nicht mehr weg legen – bis sie leer ist © iStockphoto

Bestimmte Fette in Kartoffelchips und Fritten lösen einen biochemischen Mechanismus aus, der wie Marihuana wirkt

Die in Chips und Pommes frites enthaltenen Fette bewirken offenbar, dass wir nicht mit dem Essen aufhören können, bis die Tüte leer ist. Beim Essen werden im Körper so genannte Endocannabinoide gebildet – körpereigene Drogen, ähnlich dem Wirkstoff aus Marihuana, so eine US-Studie.

Die Wissenschaftler der University of California in Irvine hatten Ratten konzentrierte Flüssigkeiten mit Fett, Kohlenhydraten oder Proteinen verabreicht. Das Ergebnis: Diejenigen, die die Fette bekamen, begannen sofort mit der Bildung der Endocannabinoide im Verdauungstrakt, erklärt Studienleiter Daniele Piomelli. Dadurch werde dem Körper signalisiert, dass viel Fett zur Verfügung steht und er beginnt Verdauuungsenzyme zu bilden. Folge: Es entsteht Hunger und es wird mehr gegessen – solang bis die Chips-Tüte leer ist, behaupten die Forscher.

Der Mechanismus stammt aus der Zeit, als Fett für den Menschen noch überlebenswichtig war, vermuten die Wissenschaftler. Der Drogen-Effekt aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und sollte dafür sorgen, dass genügend Fett aufgenommen wurde. Heutzutage führe dies allerdings häufig zu Übergewicht und den damit einhergehenden Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

12.09.2011| Gabriele Giesler © womenshealth.de
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