Traumfänger Computer macht Träume sichtbar

Computer macht Träume sichtbar
Was sich gerade in unserem Kopf abspielt, unterliegt immer den gleichen Hirnströmen – ganz egal ob wir schlafen oder wach sind © Shutterstock

Das Ende unserer heimlichen Träume! Japanischen Forschern ist es gelungen, Schlafenden ein Stück weit "in den Kopf zu schauen"

Letzte Nacht vom wilden Techtelmechtel mit dem Boss geträumt? Zum Glück wissen nur Sie davon – bis jetzt. Japanische Forscher sind nämlich tatsächlich der Möglichkeit, Träume sichtbar zu machen, ein Stückchen näher gerückt.

Alles was die Forscher dafür brauchten war ein fMRI, also ein funktioneller Magnetresonanztomograph. Mit diesem kann man Aktivitäten im Gehirn räumlich darstellen. Testpersonen, die in einem solchen fMRI schliefen, sollten den Medizinern unmittelbar nach dem Aufwachen mitteilen, welche Traumbilder sie zuletzt vor Augen hatten. Diese stimmten zu 60 Prozent mit dem überein, was die Forscher anhand deren Gehirnbildern vorausahnen konnten. Die Probanden begutachteten dafür zunächst Bilder mit alltäglichen Gegenständen, bevor sie ihren Schlaf in das fMRI-Scangerät verlegten.

Schlussfolgerung der Forscher: Die Bildverarbeitung im Gehirn unterliegt immer den gleichen Hirnströmen – unabhängig davon, ob wir gerade schlafen oder wach sind. Von "Gedankenlesen" könne aber keinesfalls die Rede sein, so die Mediziner. Davon sei man noch meilenweit entfernt. Die Studie soll übrigens dazu dienen, Patienten mit Halluzinationen künftig besser therapieren zu können.

15.04.2013| Maraike Kahlstorf © womenshealth.de
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