Willkommen im Paradies Curacao – eine Perle der Karibik

Curacao: Willkommen im Paradies © Gail Johnson / Shutterstock.com

Klein Holland unter Palmen: Auf der kleinen Karibikinsel mit den niederländischen Wurzeln zeigt das Thermometer ganzjährig um die 30°. Und das ist nur einer der Gründe, warum Ihre nächste Reise nach Curacao führen sollte

Kilometerlange Sandstrände, tropische Temperaturen und exotisches Essen: Die größte der drei karibischen ABC-Inseln (Abkürzung für Aruba, Bonaire, Curacao) umfasst rund 444 Quadratkilometer und bietet 150.000 Menschen aus mehr als 50 verschiedenen Nationen ein paradiesisches Zuhause. Entdecken Sie mit uns die Perle der Karibik, denn wir verraten Ihnen, was es auf der Insel zu entdecken, erleben und "erschmecken" gibt.

DIE GESCHICHTE VON CURACAO

Unvorstellbar, aber wahr: Im Hafen von Willemstad, die Hauptstadt Curacaos, fand im 17. Jahrhundert Sklavenhandel im großen Stil statt. Dort wurden Gefangene aus der ganzen Welt, vor allem jedoch aus Afrika, von den Holländern verkauft. Denn: 1634 wurde Curacao zu einer niederländischen Kolonie und gehörte später zu den "niederländischen Antillen". Die Abschaffung des Sklavenhandels fand erst nach langer Zeit im Jahr 1863 statt. Heute gehört Curacao immer noch zum "Niederländischen Königreich", gilt seit 2010 allerdings als autonome Insel mit eigener Regierung und Währung ("Antillen Gulden"). Dass Niederländisch die offizielle Amtssprache ist, liegt daher schon fast auf der Hand. Aber auch Englisch und Papiamentu sind überall auf der Insel zu hören. Papiamentu, die Sprache der Einheimischen, hat einen besonderen Hintergrund: Sie wurde von den Sklaven im 17. Jahrhundert erfunden, da es Ihnen untersagt war die Amtssprache zu lernen. Aus einer einfachen Ausdrucksart etablierte sich im Laufe Zeit eine anerkannte Sprache. Eine kleine Kostprobe gefällig? Auf Curacao ist gewissermaßen alles "dushi". Dushi bedeutet süß oder niedlich, kann jedoch auch als Ansprache genutzt werden. "Hey dushi" bedeutet also so viel wie "Hey Schatzi". Die grausame Zeit der Sklaverei ist auch heute noch allgegenwärtig. Sie spiegelt sich beispielsweise in den 55 "Landhuizen" wider, die damals den Mittelpunkt einer Sklavenplantage ausmachten und heutzutage zum Teil besichtigt werden können. Diese Landhäuser waren meist auf einem Berg vorzufinden, sodass der "Master" seinen gesamten Besitz problemlos überblicken konnte – auch seine Sklaven.

KLEIN HOLLAND IN DER KARIBIK

Curacaos Hauptstadt "Willemstad" erinnert an die niederländische Hauptstadt Amsterdam © PlusONE / Shutterstock.com

Es leben zwar viele Holländer auf der Karibikinsel, gemeint sind allerdings die Traditionen. Diese sind stark an denen der Niederlande angelehnt – und das ist beispielsweise in Willemstad ("Klein Holland in der Karibik") nicht zu übersehen. Die bunten, holländischen Kolonialbauten im Stadtkern von Willemstadt, die Struktur sowie der Stil erinnern an die wunderschöne Hauptstadt der Niederlande, Amsterdam. Apropos: Seit 1997 gilt ein Großteil der Stadt als UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswürdig ist ebenfalls die "Königin-Emma-Brücke", die von den einheimischen Bewohner auch "Swinging old lady" (schwingende alte Dame) genannt wird. Denn wenn Schiffe passieren, schwingt die Brücke umher. Als Fußgänger kann man das Spektakel sogar miterleben: Auch wenn die Brücke schwingt, kann man weiterhin über sie drüber schlendern. Sollte die Brücke jedoch komplett geöffnet sein, kann man problemlos auf die kostenlose Fähre ausweichen.

TAUCHERPARADIES CURACAO

Auch Wasserschildkröten gehören zu Curacaos vielfältigen Unterwasserlebewesen © tjwvandongen / Shutterstock.com

Neben den wunderschönen weißen Sandstränden – zu denen wir übrigens gleich direkt im Anschluss kommen – bietet Curacao eine unglaubliche Unterwasserwelt. Seepferdchen, Wasserschildkröten, Korallen, Anemonen, Rochen, Skorpionfische – kaum ein außergewöhnliches Wasserlebewesen, das es nicht zu bestaunen gibt. Wer sich Curacaos Artenvielfalt gerne live und in Farbe anschauen möchte, der kann sich freuen: Es gibt über 60 ausgewiesene Tauchspots und jede Menge Tauchschulen, sodass auch Unerfahrene jederzeit den Einstieg ins Wasser finden können.

Der sogenannte "Mushroom Forest" ist einer der bekanntesten Tauchspots der Insel und gleichzeitig einer schönsten der Welt. Der Spot liegt am "Black Sand Beach" (Schwarzer Sandstrand) – von den Einheimischen auch "Santu Pretu" genannt – einem dunkelgrauen Vulkansands-Strand. Seinen Namen erhält der "Mushroom Forest" durch seine riesigen Hartkorallen, die im Laufe der Zeit pilzartig herangewachsen sind. Unter den "Pilz-Hüten" leben unzählige kleine Fischarten. Direkt neben dem „Pilz-Wald“ findet man den "Blue Room", der sich am besten beim Schnorcheln erkunden lässt. Nachdem man eine schmale Öffnung durchquert hat, gelangt man in eine luftgefüllte Kammer: Dort bricht das Sonnenlicht in wunderschönen Blautönen, da es von dem gegenüberliegenden mit weißem Sand bedeckten Plateau des Eingangs reflektiert wird.

Weitere Tauchplätze: Hier finden Sie eine Auflistung über die Top-Tauchspots der Insel.

DIE 5 SCHÖNSTEN STRÄNDE AUF CURACAO

Auf Curacao erwarten Sie über 35 einzigartige Strände © Gail Johnson / Shutterstock.com

Palmen, türkisblaues Meer und weißer Sand – Curacao begrüßt Sie mit über 35 traumhaftschönen Karibik-Stränden, die sich überwiegend an der ruhigen Südwest Küste befinden. Dass die meisten Strände kostenfrei und jederzeit zugänglich sind, ist quasi das Sahnehäubchen für oben drauf. Wir stellen Ihnen eine kleine Auswahl an traumhaften Karibik-Strände vor:

1. Grote Knip und Kleine Knip: Der Strand "Grote Knip" (auch Playa Kenepa oder Playa Abou genannt) ist sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen total gefragt. Felsen und Bäume umgeben das türkisfarbene Wasser und spenden ausreichend Schatten. Der "Kleine Knip" liegt nur ein paar Kilometer entfernt. Er ist deutlich kleiner – wer hätte das gedacht – und weniger erschlossen, aber dennoch sehr beliebt.

2. Mambo-Beach: Der "Mambo-Beach" ist Curacaos allzeitbesuchter Party-Strand. Nicht nur Touristen kommen gerne her, um ausgelassen zu feiern und Spaß zu haben – auch die Inselbewohner selbst lassen sich immer gerne blicken.

3. Jan Thiel Beach: Dieser Strand gehört zu den wenigen kostenpflichtigen Stränden und lockt vor allem Touristen mit gehobenen Ansprüchen an. Exklusive Restaurants und coole Bars wohin das Auge reicht. Zusätzlich kann man sich für vielfältige Wassersport-Aktivitäten, wie zum Beispiel Jet Ski fahren oder Flyboarding, entscheiden.

4. Playa Lagun: Wer lieber abseits des Getümmels einfach seine Ruhe haben möchte, dem ist der "Playa Lagun" zu empfehlen. Die kleine, von Felsen umgebene Bucht ist eine ideale Anlaufstelle für faszinierende Schnorchen- und Tauchausflüge – nicht zuletzt wegen des klaren, ruhigen Wassers.

5. Playa Kalki: Zu den schönsten Tauch- und Schnorchelgegenden gehört ebenfalls der Playa Kalki. Er liegt an der Westküste Curacaos, direkt am Kura Hulanda Lodge & Beach Club, ist dennoch für jeden frei zugänglich. Was den Strand für Tauch- und Schnorchel-Begeisterte so beliebt macht? Seine traumhaften Riffe und unglaublichen Unterwasser-Felsformationen.

Weitere Traumstrände finden Sie hier.

TOP 10: DIE HIGHLIGHTS AUF CURACAO

Zugegeben, die Karibik-Insel hat so viele traumhaft schöne Orte, dass es schwer fällt, überhaupt eine Auswahl zu treffen. Wir haben es dennoch versucht – hier sind unsere Top 10:

1. Curacao Dolphin Academy (Willemstad):

Märchen werden wahr: In der Dolphin Academy können Sie mit Delfinen in einer natürlichen Lagune schwimmen © Gail Johnson / Shutterstock.com

Schwimmen mit Delphinen - spätestens seit "Flipper" haben wir doch alle mal davon geträumt. In der Dolphin Academy kann dieser Traum tatsächlich wahr werden: In einer kleinen Gruppe von maximal 6 Personen können Sie mit den Meeressäugern schwimmen, sie streicheln oder ihnen unterschiedliche Kommandos geben, woraufhin sie singen, sich drehen oder mit der Flosse winken. Pluspunkt: Sie treffen in einer natürlichen Delphinlagune auf die faszinierenden Tiere.

2. Handelskade (Willemstad):

Handelskade in Willemstad
"Klein Holland in der Karibik" - Willemstads wunderschöne Kolonialbauten © Lauren Orr / Shutterstock.com

Die bunte Häuserzeile im karibischen Kolonialstil ist ein wahrgewordener Mädchentraum. Direkt im Stadtteil Punda am Hafen gelegen, dienten die Jahrhunderte alten Häuser früher den niederländischen Kaufleuten als Verwaltungs- und Lagerhäuser für den Handel mit dem Mutterland. Einen besonders schönen Blick bekommen Sie von den Brücken "Queen-Emma-Bridge" und "Queen-Juliana-Bridge". Beide Brücken liegen direkt nebeneinander.

3. Floating Market (Willemstad):

Floating Market
Der Floating Market von Williamstad © lidian Neeleman / Shutterstock.com

Ein Markt der besonderen Art: Auf dem Floating Market in Willemstad verkaufen Händler ihr Obst, Gemüse und ihren Fisch zwar an Land, direkt hinter ihnen sehen Sie aber die kleinen Boote, mit denen sie ihre Ware täglich frisch aus dem nahegelegenen Venezuela heranschippern. Pingelig dürfen Sie hier aber nicht sein: An europäischen Verhältnissen gemessen, sind die hygienischen Umstände teilweise bedenklich, denn es wird beispielsweise Fisch verkauft, der zuvor stundenlang der Sonne ausgesetzt war.

4. Klein (Little) Curacao:

Das einzige Lebenszeichen auf klein Curacao: Der ehemalige Leuchtturm © Alexandra Latypova / Shutterstock.com

Eine einsame, unbewohnte Insel, unberührte Sandstrände, unverbaute Natur und kristallklares Wasser wohin das Auge reicht - das gibt es nur in Ihren Träumen? Falsch! Klein Curacao, eine kleine Insel etwa 25 km südöstlich von ihrer großen Schwester, ist völlig unbewohnt. Hier gibt es nichts außer einem ehemaligen Leuchtturm. Besonders Taucher zieht es hierher: Faszinierende Unterwasserhöhlen und Korallenriffe machen den Tauchgang zu einer unvergesslichen Erfahrung. Übrigens: Dieser Tipp ist nichts für Morgenmuffel, denn die Bootstouren starten bereits sehr früh. Doch das Aufstehen lohnt sich, versprochen!

5. Mount Christoffel / Christoffel Nationalpark:

Der Mount Christoffel: Mit 372 m der höchste Punkt der Insel © Gail Johnson / Shutterstock.com

Das größte Naturreservat Curacaos ist im Gegensatz zum Rest der Karibik-Insel wirklich grün - und zwar nicht nur in der Regenzeit von November bis Februar. Neben einer schönen Vegetation (seltene Orchideenarten, riesige Kakteen, etc.) beeindruckt der Nationalpark besonders durch seine Vielzahl an Lebewesen: Gigantische Leguane, Hirsche, Falken, Schleiereulen, Tauben, Peilkane, Flamingos und über 250 andere verschiedene Vogelarten. Außerdem beherbergt der Park den höchsten Punkt der Insel: Den Mount Christoffel, der mit seinen 372 m einen grandiosen Ausblick über die ganze Insel bietet. Aber Achtung, der Aufstieg ist selbst für trainierte Sportlerinnen eine ganz schöne Herausforderung!

6. Karneval auf Curacao

Karneval auf Curacao
Leuchtend bunte Farben und aufwendige Kostüme: Der unvergessliche Karneval auf Curacao © Gold Stock Images / Shutterstock.com

Ob Sie nun deutschen Karneval mögen oder nicht: Die karibische Version des Spektakels werden Sie lieben! Jedes Jahr im Februar und März finden die Hauptmärsche im Viertel Otrobanda in der Hauptstadt statt. Dabei variiert die Route von Jahr zu Jahr. Die große Parade auf Curacao mit ihren Wagenzügen, Tänzen und bunten Kostümen ist eines der größten Karnevalsspektakel der Karibik.

7. Shete Boka Nationalpark (Willemstad):

Shete Boka Nationalpark: Der Nationalpark ist für seine raue Brandung bekannt © Gail Johnson / Shutterstock.com

Der kleine Shete Boka Nationalpark ("Sieben Buchten Nationalpark") liegt an der Nordküste Curacaos und ist für seine raue Brandung bekannt, die sich an den zerklüfteten Felsen zerschlägt und bis zu zehn Metern in die Höhe schießt. Außerdem können Sie hier Meeresschildkröten beobachten, die herkommen, um ihre Eier zu legen. Durch das 200 Hektar große Gelände führen mehrere Schotterpisten, die auch mit dem Auto befahrbar sind. Vier der insgesamt sieben Buchten können Sie so bequem erreichen. Achtung: Hier gibt es nur wenig Schatten, achten Sie unbedingt auf Sonnenschutz und genügend Trinkvorräte!

8. Curacao Ostrich Farm:

Die maximale Größe eines Straußes liegt bei 2,8 m © Vladimir57 / Shutterstock.com

Mit seinen über 600 gefiederten Bewohnern, ist die Ostrich Farm auf Curacao eine der größten Straußenfarmen außerhalb Afrikas. Neben den 40-minütigen Führungen (auf Englisch und Niederländisch) können Besucher die Härte der Schale sowie das Gewicht von Straußeneiern prüfen, mit den kleineren Vögeln spielen und sie füttern oder die älteren Tiere beobachten.

9. Kura Hulanda Museum (Willemstad):

Sklavenhandel auf Curacao
Traurige Vergangenheit: Willemstads Hafen war eine Hochburg des Menschenhandels © Everett Historical / Shutterstock.com

Das 2001 eröffnete Museum erinnert an die dunkle Vergangenheit der Karibik-Insel: Im 17. Jahrhundert boomte der Sklavenhandel auf der Insel. Die Ausstellung befasst sich eingehend mit der Geschichte des Menschenhandels - passenderweise liegt sie direkt am Stadthafen von Willemstad, eben jenem Ort, von dem die Sklaven in alle Welt verschifft wurden. Übrigens: Der "Kura Hulanda" ist Papiamentu und bedeutet übersetzt "Holländischer Garten".

10. Hato Caves (Willemstad):

Hato Caves: Wunderschöne Kalksteinformationen, Wasserfälle sowie der Lebensraum einer seltenen Kolonie langnasiger Flughunde © Fotos593 / Shutterstock.com

Die gute Nachricht zuerst: Das Klima in Curacaos Tropfsteinhöhle ist nicht zu vergleichen mit dem in europäischen Höhlen - den Pullover können Sie also getrost zuhause lassen. Die Tropfsteinhöhle, die rund 240 Meter tief in den Berg hineinragt, bietet heutzutagte zwar nur noch Fledermäusen eine Heimat, diente aber lange Zeit den Sklaven als Unterschlupf. In etwa einer Stunde können Sie die Höhle besichtigen. Highlights sind der unterirdische See sowie "La Veneta" ("das Fenster"), ein Felsspalt, durch den Sonnenlicht einströmt und bemerkenswerte Lichtspiele erzeugt.

SO SCHMECKT DIE KREOLISCHE KÜCHE

Avocados, Melonen, Bananen en masse - exotisches Leckereien auf Curacaos Märkten © Darryl Brooks / Shutterstock.com

Mexikanisch, Asiatisch, Italienisch, Kreolisch – Curacaos Küche ist so vielfältig wie die Insel und seine Bewohner selbst. Geprägt ist die kreolische Küche von verschiedensten Einflüssen und Kulturen, wie zum Beispiel der Afrikanischen. Wegen der kurzen Regenzeit und den hohen Temperaturen werden so gut wie alle Lebensmittel importiert, da auf dem trockenen, nährstoffarmen Böden Curacaos einfach nichts richtig wachsen will. Auf dem berühmten "Floating Market", einem besonderen Obst-, Gemüse- und Fischmarkt, erhält man jedoch alles, was das Herz begehrt. Händler aus dem nur rund 70 Kilometer entfernten Venezuela sowie aus Haiti verkaufen ihre Lebensmittel inzwischen von kleinen Ständen direkt am Land – früher sogar direkt von ihren Booten aus, daher auch der Name.

Es liegt nahe, dass auf Curacao vor allem Fisch und diverse Meeresfrüchte gerne zubereitet werden. Doch auch geschmortes Fleisch, häufig Ziege oder Leguan, gehören zu den Spezialitäten der Insel. Ja, Sie haben richtig gehört. So sind beispielsweise "Suppa de Iguana" (Leguansuppe) und "Kabritu Stoba" (geschmortes Ziegenfleisch) absolute Delikatessen. Für wen das zu viel ist, der kann beispielsweise auf eine "Parilla de Marisco", eine Platte mit verschiedenen gegrillten Meeresfrüchten, ausweichen. Als typische Beilage gelten "Funchi", eine Art karibische Polenta aus Maismehl oder auch "Kassave" (Maniok), die im Grunde wie Kartoffeln zubereitet werden können. Aber keine Sorge: Neben den eher exotischen Zutaten finden auch ganz "unspektakuläre" Lebensmittel, wie Weißkohl oder Kürbis, in Curacaos Küche häufig Verwendung. Wer sich an die kreolische Küche heranwagen möchte, der kann sie zum Beispiel in der alten Markthalle, der "Marché Bieu", testen – ein echter Geheimtipp, denn hierbei handelt es sich nicht um ein Restaurant. Dort findet man mehrere kleine Garküchen unter einem Dach, in denen man die klassischen Spezialitäten der Insel schon für kleines Geld kosten kann. Hier sitzen Touris und Einheimische gemütlich zusammen – authentisches Karibik-Feeling pur!

Restaurant-Tipps: Das gemütliche, quirrlige und vor allem bunte Restaurant Mundo Bizarro liegt in einer kleinen Seitenstraße Willemstads und lädt zum Quatschen und Genießen ein. Im zentraler gelegenen Restaurant De Governeur gibt es neben leckeren Fisch- und Fleischgerichten (auch nach traditioneller Art) auch noch einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Willemstad.

COCKTAIL-TIME

Cocktail mit Blue Curacao
Lecker: Cocktails mit dem berühmtesten Likör der Insel "Blue Curaçao" © photopixel / Shutterstock.com

Der allgemein bekannte "Blue Curaçao" kommt tatsächlich von der Karibikinsel. Ursprünglich wird der blaue Likör nach einem besonderen Herstellungsprozess und einem traditionellen Rezept in einem uralten Kupferkessel produziert. Sein berühmtes Orangen-Aroma erhält der Likör von der Schale einer bestimmte, bitteren Orangensorte, die nur auf Curacao wächst. Ein kleines Wunder, denn auf der sonst zu regenarmen, kargen Inseln, wächst sonst so gut wie nichts. Der Legende nach entstand der Likör vor rund 115 Jahren eigentlich nur aus Zufall und der Experimentierfreudigkeit des Erfinders. Die blaue Farbe tauchte auch nur beim ersten Mal auf – man vermutet, dass eine chemische Reaktion zwischen dem Kupfer und dem Alkohol der Auslöser war. Seitdem verdankt der Likör seine prominente Farbe schlicht und ergreifend blauer (mittlerweile auch grüner, roter, gelber und orangener) Lebensmittelfarbe. Leider kann man Ortsnamen nicht patentieren lassen, so dass theoretisch jeder einen blauen Likör herstellen und ihn einfach "Blue Curacao" nennen kann. Den Original-Likör "Genuine Curaçao of Curaçao Liqueur" kann man jedoch nur auf Curacao selbst kaufen.

NONSTOP NACH CURACAO

Lust auf Sonne satt, endloslange Sandstrände und Palmen noch und nöcher? Auch wenn die offizielle Regenzeit auf Curacao von November bis Februar andauert, ist die Insel auch in diesen Monaten ein perfektes Reiseziel, denn kurze Regenschauer sind zwar möglich, gehen anschließend aber sofort wieder in strahlenden Sonnenschein über. Ein weiterer Pluspunkt: Zu dieser Zeit ist die sonst so karg bewachsene Karibik-Perle so schön grün wie nie. AirBerlin fliegt sie inzwischen für läppische 577 Euro non-stop ins Paradies. Ganz ohne lästiges Umsteigen und nervigen Zeitdruck – und das in (nur) 10,5 Stunden! Wenn das mal kein Angebot ist! Also, worauf warten Sie? Packen Sie Ihre Koffer, die Insel ruft!

Unsere Redakteurin war auf Curacao und hat die besten Spots für Sie gecheckt:

Curacao erleben – ein Reisebericht
15.06.2016| Julia Hein / Rebecca Höfer © womenshealth.de
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