Trainingsplan Das geniale Partnerworkout

Das geniale Partnerworkout
Eine Studie der University of Pittsburgh ergab: Frauen, die mit einer Trainingspartnerin sporteln, verlieren ein Drittel mehr Gewicht im Vergleich zu denjenigen, die im Studio als Einzelkämpferin unterwegs sind.  © Munetaka Tokuyama

Werfen Sie sich die Bälle zu und trainieren Sie mit Ihrer Freundin. Mit (und gegen!) jemanden zu trainieren steigert nämlich die eigene Leistung, bringt extra-Motivation und Spaß

Teamplayer zu sein lohnt sich – nicht nur im Job. Auch beim Training profitiert, wer jemanden an seiner sportlichen Seite hat. Zum einen, weil geteiltes Leid halbes Leid ist, wenn Sie sich im Fitness-Studio abrackern. Zum anderen ist man im Doppelpack aber auch tatsächlich erfolgreicher, als wenn man sich allein durchs Workout quält! "Mit einer Trainingspartnerin kann man das Leistungsniveau deutlich steigern", sagt die Kölner Personal Trainerin Nathalie Hartmann (die-krafttrainer.de).

Werden Sie Teil des Erfolgsduos
Gemeinsam Hanteln zu stemmen oder Laufkilometer zu teilen führt Sie schneller ans Trainingsziel. Warum? Weil Sie positive Konkurrenz haben – und das verpasst Ihnen einen enormen Kick! Schließlich wollen Sie doch vor Ihrer Trainingspartnerin nicht schwächeln oder gar frühzeitig aufgeben, richtig? "Gemeinsam pusht man sich eher zu Höchstleistungen", weiß Hartmann. "Denn eine Trainingspartnerin animiert einen dazu, sich an höhere Gewichte ranzutrauen, noch ein paar Wiederholungen dranzuhängen oder die ungeliebte Übung nicht sausen zu lassen."

Aber welche Ihrer Freundinnen ist nun die Richtige für diesen Job? "Die sportliche Basis und auch Ihre Ziele sollten ähnlich sein", sagt Hartmann. Denn bei vergleichbarem Leistungsniveau gibt’s keine Langeweile für die Stärkere und keinen Frust für die Schwächere. Trotzdem sollten Sie sich durchaus ab und zu der Herausforderung stellen. Denn beim Training mit einer Besseren schöpfen Sie Ihr Leistungspotenzial mehr aus und können auch noch von der Erfahreneren lernen.

Doppelter Einsatz für ein Ziel
Aber das Beste an der ganzen Sache ist: Da ist immer jemand, der Ihrem inneren Schweinehund das Leben schwer macht. "Sie müssen sich nicht allein aufraffen und haben einen festen Trainingstermin. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dadurch regelmäßig trainieren und länger dabeibleiben, ist deutlich höher." Auch weil das Training abwechslungsreicher wird: Übungen wie Liegestütze lassen sich super variieren, zum Beispiel mit einem Abklatscher nach jeder Wiederholung. Mehr originelle Duo-Übungen finden Sie in unserer Mediashow. Und auch bei den Klassikern zahlt sich die Doppelpack-Situation aus: Wenn Sie eine Übung machen, regeneriert Ihre Freundin, feuert Sie an – und umgekehrt.

Geregelte Verhältnisse

Wenn Sie zu zweit trainieren, sollten Sie ein paar Regeln beachten. Sonst wird Ihr Workout zum Kaffeekränzchen oder noch schlimmer – Sie müssen bald wieder allein sporteln.

1. Ziele setzen
Werden Sie sich im Vorfeld über Intensität, Umfang und Häufigkeit des gemeinsamen Trainings einig. Je besser Sie sich mit Ihrem Sport-Date verstehen, desto ehrlicher be­sprechen Sie den Rahmen. Mit dem Spre­chen machen Sie während des Trainings aber bitte Pause: "Sehen Sie die
Freundin nur als Trainingspartnerin und verschie­ben den netten Plausch auf danach", rät Hartmann. "Bei langen Pausen, mangelnder Konzentration oder zu geringer Intensität leidet die gesamte Einheit."

2. Kritik zulassen
Nobody is perfect: Sehen Sie Ihre Trainingspartnerin als Kontrollinstanz. Während Sie sich abrackern, checkt sie die saubere Übungsausführung und greift ein, wenn Ihre Performance leidet. Umgekehrt leisten Sie ihr den Dienst natürlich genauso! Aber denken Sie daran: Während des Trainings hat zwischenmenschliche Rücksichtnahme Sende­pause. Verbesserungsvorschläge sind positive Kritik, trotzige Reaktionen oder Besserwisserei fehl am Platz.

3. Ausreden ausfiltern
Kein Bock? Das passiert, aber: "Machen Sie gemeinsam eine Liste mit Ausreden, die Sie ab sofort nicht mehr gelten lassen", rät die Expertin. Sind Stress oder das Wetter Grund für die Absage, zwingen Sie sich gegenseitig sanft aus dem Moti­vationstief. Anders verhalten Sie sich bei ernsten körperlichen Beschwerden: Mit Schmerzen, Fieber oder Entzündungen bleibt Ihre Freundin zu Hause – aber Sie schwänzen natürlich trotzdem nicht!

Doppelt powern mit unserem Partnerworkout
14.07.2014| Juliane Hemmerling © womenshealth.de
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