Verhütung unter der Haut: Das Implantat

Verhütungsmethoden im Vergleich: Das Implantat
Wenn das Implantat erst einmal richtig sitzt, ist das Stäbchen eines der sichersten Verhütungsmittel © Michael Kraus / Shutterstock.com

Das mit einem Gestagen beladene Kunststoffstäbchen wird – meist am Oberarm – unter die Haut geschoben und gibt das Hormon dort über 3 Jahre hinweg ab

So unterdrückt das Implantat den Eisprung, verdünnt die Gebärmutterschleimhaut und verdickt den Schleim im Muttermund. Anders als viele meinen, ist das Implantat nicht sichtbar. Vorteile: Weil man damit nichts falsch machen kann, sobald es einmal richtig sitzt, ist das Stäbchen eines der sichersten Verhütungsmittel (Pearl-Index: 0 bis 0,08).

Nachteile: Manchmal gibt es Schwierigkeiten beim Einsetzen und Herausnehmen. Für Patientinnen mit Übergewicht ist nicht endgültig klar, ob auch im dritten Jahr genug Gestagen freigesetzt wird. Typische Nebenwirkungen wie Blutungsunregelmäßigkeiten (Schmier- oder extrem lange Blutungen) sind oft so stark, dass das Stäbchen vorzeitig entfernt werden muss. Wie bei der Gestagenspirale bleibt die Regel aber auch häufig aus, oder sie wird seltener. Andere unerwünschte Effekte sind unter anderem Akne, Kopf- und Brustschmerzen, Schwindel und Haarausfall: ein ähnlich unangenehmes Spektrum wie bei der Pille, nur dass man das Implantat nicht einfach wechseln oder absetzen kann. Die Thrombosegefahr ist aber deutlich geringer. Kosten: Rund 200 Euro, hinzu kommt die Rechnung fürs Einsetzen.

06.08.2015| Diana Helfrich © womenshealth.de
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