Alkoholkonsum Dem Zusammenhang von Sport und Alkohol auf der Spur

Dem Zusammenhang von Sport und Alkohol auf der Spur
Wer gerne sozialen Kontakt hat, macht eher Sport im Team und geht danach auch gerne noch mit den anderen etwas trinken © Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com

Bis heute ungeklärt ist allerdings die Frage: Was sind die Gründe für den mysteriösen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und sportlicher Aktivität?

Die Forschung sitzt auf dem Trockenen

Wissenschaftler können bislang nur spekulieren. "Sicher gibt es für dieses Phänomen nicht nur eine einzige Erklärung, sondern eine ganze Palette davon", sagt Sportpsychologe Dr. Thomas Teubel von der Business School Potsdam. Bei Mannschaftssportlern wird meist mit einem ausgeprägten Geselligkeitssinn argumentiert. Die Vermutung: "Wer gerne sozialen Kontakt hat, macht eher Sport im Team und geht danach auch gerne noch mit den anderen etwas trinken", erklärt Teubel. Doch was ist mit Frauen wie Katrin, die nicht im Verein organisiert sind? Hier bringen die Studienautoren aus Miami verschiedene Möglichkeiten ins Spiel. Die simpelste davon ist die "Der Morgen danach"-Theorie. Vereinfacht ausgedrückt, geht es um Szenarien wie dieses: Nach einer durchzechten Nacht plagt die Partymaus das schlechte Gewissen (auch wegen der vielen Erdnüsse), und daher verdonnert sie sich zu einer Extra-Joggingrunde. Für den Psychologen klingt das plausibel: "Fragt man Frauen nach ihren Motiven des Sporttreibens, stehen Aussehen und Figurbewusstsein ganz oben auf der Liste. Es ist also denkbar, dass akute Alkoholsünderinnen bewusst mehr trainieren, um trotz der Extrakalorien nicht zuzunehmen", so Teubel.

Erst schwitzen, dann die Belohnung

Aber auch der Umkehrschluss ist nach Ansicht vieler Forscher möglich: Gerade weil jemand viel trainiert und weiß, dass er damit Kalorien verbrennt, lässt er die Korken gelassener knallen. Das kennt auch PR-Beraterin Katrin. "Wenn ich ehrlich bin, hatte ich oft nach dem Sport am meisten Lust auf einen Schluck Wein. Einfach weil ich es mir verdient hatte", erzählt sie. Damals wie heute geht sie direkt nach der Arbeit für eine Stunde ins Fitness-Studio. Erst steigt sie 45 Minuten auf Crosstrainer, Stepper oder Laufband, danach bekommen gezielt Bauch und Hintern ihr Fett weg. Macht unterm Strich 450 Kalorien. Dumm nur, dass Alkohol die Fettverbrennung bremst.

31.07.2015| Andreas Stumpf © womenshealth.de
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