Verhütung mit geringer Hormonbelastung: Die Hormonspirale

Verhütungsmethoden im Vergleich: Die Hormonspirale
Die Hormonspirale greift weniger stark in den Hormonhaushalt ein als die Pille © Suwin / Shutterstock.com

Das in der Hormonspirale enthaltene Gestagen verdickt den Schleim im Muttermund zuverlässig zu einem für Spermien unüberwindbaren Pfropfen

Das in der Hormonspirale enthaltene Gestagen verdickt den Schleim im Muttermund zuverlässig zu einem für Spermien unüberwindbaren Pfropfen. Außerdem sorgt es dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut mit der Zeit dünner und die Regelblutung dadurch schwächer wird. Bei rund einem Viertel der Trägerinnen bleibt sie sogar ganz weg.

Ganz frisch auf dem Markt ist jetzt eine kleinere Version; mit nur 3 Zentimeter Länge und 2,8 Zentimeter Breite ist sie speziell für junge Frauen gedacht. Neu sind auch die um gut ein Drittel niedrigere Hormondosis und die kürzere Liegedauer von 3 statt 5 Jahren. Das soll Frauen ansprechen, die nicht gleich für 5 Jahre bezahlen wollen, wenn sie noch gar nicht wissen, ob sie die Verhütung auch wirklich so lange brauchen. Ihr größter Vorteil ist eine geringe Hormonbelastung bei hoher Sicherheit (Pearl-Index: 0,16).

Die Hormonspirale greift weniger stark in den Hormonhaushalt ein als Pille, Hormonring oder -pflaster und unterdrückt den Eisprung nur zum Teil. Nachteile: Auch hier kann es zu Ausstoßungen, Verletzungen der Gebärmutter, Entzündungen und Eileiterschwangerschaften kommen. Durch das Gestagen sind außerdem Nebenwirkungen wie Brustspannen, Eierstockzysten oder Depressionen möglich, das befürchtete  Thromboserisiko wie unter der Antibabypille fällt aber fast ganz weg. Wer auf eine schöne Haut hofft, sollte wissen: Diesen angenehmen Nebeneffekt der Pille hat die Hormonspirale nicht. Kosten der neuen Spirale: einschließlich Einsetzen um 290 Euro.

06.08.2015| Diana Helfrich © womenshealth.de
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