Haarentfernung Epilieren, so geht's glatt

Epilieren, so geht's glatt
Nicht nur im Sommer sieht schöne glatte Haut einfach am besten aus © puhhha / Shutterstock.com

Epilation ist eine super Methode für sexy, glatte Haut. Wir erklären Ihnen wie's perfekt und schmerzfrei funktioniert

Epilieren ist längst kein Geheimtipp mehr, trotzdem greifen viele Frauen aus Gewohnheit lieber zu Rasierer oder Wachs. Dabei ist Epilation die praktischste aller Haarentfernungen. Mit dem schönen Ergebnis: Weniger Haarwuchs, weniger Aufwand und natürlich wunderschöne, geschmeidige Haut.

Cleveres Pinzettensystem

Sie rasieren oder wachsen aus Gewohnheit? Aber Sie regen sich immer auf, wenn Sie am Tag nach der Rasur schon wieder elendige Stoppeln an den Beinen fühlen? Oder Wachsreste überall im Badezimmer kleben? Ehrlich gesagt, die meisten Haarentfernungsmethoden gehen uns ziemlich auf den S(ch)enkel. Sie sind zu teuer, zu zeitaufwendig und zu umständlich.

Deshalb steigen immer mehr Frauen auf das Epilieren um. Zu epilieren bedeutet, das komplette Haar samt seiner Haarwurzel mittels eines Epilier-Gerätes zu entfernen. Das Ganze funktioniert durch ein raffiniertes Pinzettensystem im Kopf des Elektrogeräts. Mehrere Pinzetten erfassen dabei gleichzeitig die Haare und ziehen sie mitsamt der Wurzel heraus. Wie das Epilieren mit bestem, lang anhaltendem Ergebnis gelingt, verraten wir hier:

Tipps für den Epilierer-Kauf

Epilierer sind elektrische Gerät, deren Kopfaufsatz aus rotierenden Pinzetten besteht. Im Gegensatz zur Rasur (Depilieren) wird nicht nur der sichtbare Teil des Haares erfasst, sondern das Haar mitsamt der Haarwurzel entfernt. Beim Kauf eines Epilierers lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben und auf Qualität zu achten. Am besten sind Geräte mit beweglichen und unterschiedlichen Aufsätzen. Frauen, die nicht nur die Beine, sondern auch die Bikinizone und die Oberlippe epilieren, sollten unbedingt ein Gerät mit den entsprechenden Aufsätzen wählen. Äußerst sinnvoll sind Peeling-Bürsten und ein Kühlhandschuh. Die können Sie aber natürlich auch separat kaufen oder sich einfach mit Haushaltsmethoden behelfen.

Massagerollen- und Noppenaufsätze stimulieren die Haut und verringern so Ihr Schmerzempfinden und helfen zudem vorbeugend gegen Hautirritationen.

Epilierer im Fokus - Stillleben
Epilieren ist die unkomplizierteste Art der Körperhaarentfernung © Parasonic

So gelingt die Epilation perfekt

  • Ein Peeling bereitet die Haut optimal auf die Epilation vor. Sie haben die freie Wahl, ob Peelingcreme, -Handschuh oder -Bürste. Allerdings sollten Sie direkt vor dem Epilieren fettfreie Alternativen verwenden oder einen Duschgang mit Peeling vor dem Epilieren einlegen, sonst verstopfen Sie Ihre Poren.
    Tipp
    : Ein Peeling lässt sich auch easy selbst herstellen, einfach Zucker, Salz oder Kaffeesatz mit etwas Olivenöl vermischen.
  • Die Länge des Haares sollte bei mindestens 2 Millimetern liegen, damit die Pinzetten gut die Härchen erfassen können. Sie dürfen auch vorher mit dem Rasierer trimmen.
  • Druck ist ein No-Go. Der Epilierer findet seinen Weg auch so.
  • Intim- und Achselbereich können inzwischen auch epiliert werden, da die meisten Geräte einen beweglichen Kopf oder mehrere Aufsätze für schwieriger erreichbare Körperstellen beinhalten.
  • Wenn Sie Ihre Haut während der Rasur spannen – mit den Fingern der freien Hand oder einem speziellen Aufsatz – erwischen Sie die Haare am allerbesten. Vor allem an schwierigen Stellen in Haut-Beugen sollten Sie die Haut stets auseinander gezogen epilieren. [Link auf http://www.womenshealth.de/mediashows/von-blank-bis-wild-intimfrisuren-162346.html]
  • Beachten Sie beim Epilieren die Richtung: Ganz logisch, gegen die Haarrichtung epilieren, damit auch kürzere Härchen erfasst werden können. Und legen Sie das Gerät im 90°-Winkel an. Achten Sie einfach darauf, dass Sie Ihr Epiliergerät in geradem Winkel zur Haut führen. Das Ganze sollte sich natürlich anfühlen.

Tipps für verschiedene Körperbereiche

Natürlich ist Haut nicht gleich Haut, sondern unser Körper hat ein sehr differenziertes Schmerzempfinden an Stellen wie Beinen, Armen, Intim- und Achselbereich oder an der Oberlippe.
Tipp
für Epilier-Beginner: Fangen Sie mit den Beinen an und testen Sie zunächst ihr Schmerzempfinden. Um sich einiges an Schmerzen zu ersparen, trimmen Sie Ihre Haare vor dem Epilieren immer unter eine Länge von 5 mm, dann ziept es weniger.

  • Beine Als Anfängerin dürfen Sie sich hier zuerst versuchen, denn das Schmerzempfinden an den Beinen ist relativ gering. Fangen Sie an den Knöcheln an und arbeiten Sie sich langsam bis zu den Oberschenkeln hoch. Für schwierige Stellen, wie die Kniebeugen, die Beine gerade durchdrücken und mit der freien Hand nachhelfen und Ihre Haut straffen. Nach dem Epilieren erstmal zu eng anliegende Kleidung vermeiden, um die Haut vor Reizung durch Reibung zu schonen.
  • Achselpartie Strecken Sie Ihren Arm nach oben um die Achselbeuge zu straffen. Sie können auch wieder mit der freien Hand die Haut zusätzlich straffen. Arbeiten Sie von außen nach innen gegen die Haarwuchsrichtung vor und machen Sie vor allem langsam. Direkt im Anschluss erstmal kein Deo verwenden, sondern erst die Haut mit Feuchtigkeitslotion belohnen.
  • Intimbereich Wählen Sie am besten einen Aufsatz für empfindliche Körperstellen und/oder einen Massageaufsatz. Für Ihre Bikinizone ist es besonders wichtig die Haut zu straffen und vorsichtig vorzugehen. Lieber einmal mehr den Epilierer neu ansetzen und der empfindlichen Haut Pausen gönnen. Anschließend kühlen und mit Feuchtigkeitscreme die Haut beruhigen. Verzichten Sie außerdem zunächst auf synthetische oder zu enge Unterwäsche.
  • Gesicht Einfach den kleinsten Aufsatz, manchmal gibt es sogar spezielle für schwierige Stellen wie die Gesichtspartien, wählen. Die Oberlippe zu epilieren ist besonders schmerzhaft, da hier eine Menge Nervenenden direkt unter der Haut liegen. Gehen Sie also sehr langsam und vorsichtig beim Entfernen des Damenbarts vor. Anschließend parfüm- und fettfreie Feuchtigkeitslotion oder After Shave auftragen, um die gereizte Haut zu kühlen und zu beruhigen. Und wichtig: direkt danach erstmal auf Make-Up verzichten und 1-2 Stunden warten bis Sie sich schminken.

Für alle Bereiche gilt: in die richtige Richtung epilieren, den Epilierer senkrecht ansetzen, ebenso senkrecht wieder abziehen und danach Ihre Haut kühlen und pflegen.

    Frau epiliert in der Badewanne
    In der warmen Badewanne ist eine Epilation weniger schmerzhaft © Parasonic

    Tipps gegen Schmerzen und Hautreizungen

    • Eingewachsene Haare sind lästig, aber vermeidbar. Ein Peeling hilft Ihnen hierbei vorbeugend und Cremen nachwirkend. Zudem haben die Hersteller die Zahl der Pinzetten in einem Gerät auf mehr als 40 Stück erhöht, und so erfasst der Epilierer mehr Härchen. Bei ganz besonders widerspenstigen Haaren einfach selbst die Pinzette ansetzen. Aber Achtung: nur in Wuchsrichtung herausziehen und nicht bei entzündeten Haaren!
    • Hautspannung ist extrem wichtig, um bei der Epilation Schmerzen zu vermeiden und alle Härchen zu erfassen. Strecken Sie Ihren Körper und helfen Sie mit Ihrer freien Hand gerne nach.
    • Baden entspannt nicht nur Sie, sondern auch Ihre Haut. Das warme Wasser verringert unser Schmerzempfinden und macht die Epilation angenehmer.
    • Nachsicht ist ein wichtiger Faktor der Methode. Gehen Sie langsam und vorsichtig vor und hören Sie auf Ihren Körper. Sollte es allzu sehr brennen, legen Sie lieber eine Pause ein und kühlen Sie zur Belohnung Ihre Haut mit Eiswürfeln oder feuchten Handtüchern. Und wenn gewisse Bereiche zu sehr wehtun, helfen Sie mit dem Rasierer nach statt zwanghaft zu epilieren. Keine Sorge: über die Zeit wird es viel besser.
    • Unreinheiten können direkt nach dem Epilieren schon mal vorkommen. Rote Pünktchen weisen auf Hautirritationen hin und die kühlen Sie am besten, z.B. durch Feuchtigkeitscremes mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Aloe Vera.
    • Cremen Sie! Aber Achtung, immer nur nach dem Epilieren, denn während des Vorgangs soll die Haut möglichst frei von Fett und Hautresten sein. Die Anwendung von Feuchtigkeitscremes nach der Epilation verringert mögliche Hautirritationen und Sie bekommen sanfte, geschmeidige Haut wie aus dem Bilderbuch.

      Tipp: Vorrausplanen und schon am Abend vorher epilieren. Nach dem stressigen Tag eine heiße Dusche nehmen und die Haut mit Waschlappen oder Ähnlichem sauber rubbeln und frisch ans Werk. So hat Ihre Haut nachts die Möglichkeit sich vom Epilieren zu erholen, und nach Ihrem Schönheitsschlaf können Sie Ihre schönen, neuen Beine bewundern. Arielle wäre neidisch.

    Tipps gegen eingewachsene Haare

    • In die richtige Richtung des Haarwuchses epilieren ist schon die halbe Miete! Wie wir ja bereit wissen, wird durch die Epilation das Haar samt Haarwurzel komplett aus dem länglichen, eingestülpten Haarfollikel in der Oberhaut gezogen. Diese Haarfollikel-Struktur kann durch das schräge Herausreißen der Wurzel auf Dauer geschädigt werden und dem das Haar samt Wurzel bleibt anschließend "schief" unter der Haut hängen beim Wachsen.
    • Auch kann der Haartrichter durch Hautschuppen oder Keratin auf der Hautoberfläche verstopft sein. Besonders anfällig für eingewachsene Haare sind Frauen mit lockigem Haar, da sich die Haare beim Nachwachsen gerne einkräuseln – Sie sollten besonders auf Ihr wöchentliches, fettfreies Peeling samt Bürste oder Schwamm achten!
    • Spezielle, kleinere Aufsätze oder Noppen an den Geräten ermöglichen, dass auch wirklich alle Haare erfasst werden. Durch Massageaufsätze wird die Haut stimuliert und durch genoppte Walzen werden die Härchen aufgestellt und sind so besser für die Pinzetten erfassbar. Falls Sie einen Nass-Epilierer besitzen, epilieren Sie gerne in der Dusche, denn das warme Wasser stellt die Haare auf.
    • Wenn es nun doch soweit gekommen ist, dass das Haar unter der Haut weiterwächst und sich entzündet hat, ist Vorsicht geboten. Wärmen Sie Ihre Haut durch ein Bad oder mit warmen Kompressen auf, denn so öffnen sich die Poren und die Haut wird weicher und leichter zu bearbeiten. Desinfizieren Sie die Stelle und Ihr Werkzeug mit reinem Alkohol aus der Apotheke und holen Sie das Haar mit einer Nadel oder Pinzette an die Oberfläche. Jetzt aber nicht herausziehen, denn sonst wächst das nachfolgende Haar gleich wieder ein! Die Stelle einfach sauber halten, aber erstmal in Ruhe lassen, nicht epilieren oder rasieren, bis die Entzündung zurückgeht. Im seltenen Falle einer anhaltenden Entzündung des Gewebes oder eines Haut-Abszesses sollten Sie doch lieber zum Arzt oder Dermatologen gehen.
    Frau epiliert im Bett
    Epilieren ist eine entspannende Art der Haarentfernung © Parasonic

    3 Vorteile gegenüber dem Wachsen und Rasieren

    Der Geldfaktor. Neue Rasierer, Rasierblätter, Schaum, Wachs-Kits zum Aufwärmen mit Vliesstreifen, Wachs und Öl oder eben professionelles Wachsen kosten über eine längere Zeitspanne weitaus mehr als sich einmalig ein Epilier-Gerät anzuschaffen.

    Der Zeitfaktor. Epilieren hält einfach am Längsten. Beim Rasieren sprießen schon nach 1-2 Tagen die Haare nach. Schließlich werden die Haare nur oberflächlich abgeschnitten. Wer regelmäßig epiliert, muss weniger Energie in die Haarentfernung investieren, da die Haare samt der Wurzel gezogen werden, wodurch die Haare mit der Zeit dünner und weniger werden und viel länger zum Nachwachsen brauchen. Lästige Stoppeln sind Sie für eine Weile einfach los!

    Der Bequemlichkeitsfaktor. Zu Hause wachsen ist eine Menge Aufwand und eine ziemlich klebrige Angelegenheit für Anfänger. Außerdem müssen die Haare relativ lang sein, um vom Wachs erfasst zu werden. Und hier gilt: "Ritsch, Ratsch" – der Schmerz bleibt. Epilieren können Sie bequem zu Hause und ohne professionelle Hilfe. Außerdem lässt sich ein Epilierer praktisch auf Reisen mitnehmen dank Ladekabel und langer Akku-Lebensdauer.

    2 schmerzende Nachteile

    Der Schmerz. Aua! Manche vertragen es eben besser als andere. Aber auch hier gilt: Wer durchhält gewinnt. Denn je öfter Sie epilieren, desto weniger wird der Schmerz, denn Ihre Haare werden weicher, weniger und lösen sich einfacher – und Sie werden schmerzresistenter.

    Die Entzündungen. Beim Epilieren muss man ein wenig nachsichtig mit der Haut sein. Tipp: Immer schon vorbeugend Peeling verwenden, um Irritationen und eingewachsene Haare zu vermeiden. Allerdings sind die meisten Epilierer mit einer Vielzahl an Pinzetten ausgestattet und haben schon Aufsätze mit Peeling-Bürsten integriert, was uns eingewachsene Haare erspart und die Hautpflege erleichtert.

    Fazit

    "No pain, no gain" – oder anders gesagt, Epilieren mag zwar anfangs wehtun, ist aber viele Frauen sind überzeugt, dass es die beste Methode ist, lästige Körperhaare loszuwerden. Denn als Belohnung für's Zähne zusammen beißen gibt es märchenhafte glatte Haut – auf Dauer.

    Okay, anfangs müssen Sie etwas mehr Zeit einplanen, denn der Umgang ist manchmal noch etwas ungewohnt und über manche Stellen muss man zwei- bis dreimal gehen, bis sie haarfrei sind. Doch Sie werden sehen, wie schnell Sie zum Profi werden. Und etwas geübter dürfen Sie von einmal die Woche auf alle 2 bis 3 Wochen epilieren umsteigen. Es lohnt sich: Mit dieser Methode der Haarentfernung bleibt Ihnen Ihre glatte Haut viel länger erhalten und Sie können die Sommer-Saison viel entspannter genießen.

    07.03.2017| Elenia Wolf © womenshealth.de
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