Wind- und Wetterverhältnisse Gefahren beim Kitesurfen

Kitesurfen ist zwar ein Funsport, der aber auch durchaus gefährlich werden kann
Wer den Kite nicht richtig beherrscht, bringt sich schnell in Gefahr © Shutterstock

Wie jede Wasser- und Funsportart birgt auch das Kiten Gefahren. Aus diesem Grund ist das Sicherheitstraining wichtiger Bestandteil in den Kitekursen

Safety first – das gilt auch beim Kiten. Im Einsteigerkurs lernt man die Risiken und Gefahren frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und in brenzligen Situationen richtig zu handeln.

Die häufigsten Ursachen für Verletzungen und Unfälle sind Leichtsinn, Selbstüberschätzung, Mängel und Alter der Ausrüstung sowie schlechte Ausbildung der Kitesurfer. Neue Kites und innovative Sicherheitssysteme wie Quickrelease, große Depower, 5. Leine sowie das zunehmende Risiko-Bewusstsein und vorausschauende Fahren haben zur erhöhten Sicherheit in den letzten Jahren beigetragen.

"Die Gefahren des Kitessurfens lassen sich durch eine professionelle Ausbildung bei einer Kiteschule, Material mit den neuesten Sicherheitsstandards und einer gesunden Portion Vorsicht für alle Beteiligten eigentlich komplett ausschliessen" sagt der langjährige Kiter Dzevad Durgut.

Sicherheitstipps fürs Kiten

  • Kiten nur in einer Kiteschule und bei einem privaten Kitelehrer mit Ausbildung lernen – nie auf eigene Faust!
  • Anfänger (auch nach abgeschlossenem Grundkurs) sollten zu Beginn nie allein kiten gehen. Gegebenfalls von Kitern vor Ort beim Starten und Landen helfenlassen.
  • Die Kitesausrüstung sollte intakt und auf dem neuesten Standard sein, um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten
  • Auslösen des Safetysystems (wie dem Auslösen des Quickrellease) immer wieder üben, so dass man in Notsituation schnell genug regieren kann.
  • Niemals ohne Helm aufs Wasser gehen.
  • Anfänger sollte keine Boardleash benutzen. Diese Leine verbindet Kiter und Board, so dass es nicht weit abtreiben kann. Doch bei Stürzen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, da dass Board durch die Leash zurückgeschleudert wird und einen übel verletzen kann.
  • Wind- und Wetterverhältnisse immer im Auge behalten
  • Bei ablandigen Wind niemals Kiten gehen. Hier besteht die Gefahr, dass man nicht mehr zum Ufer zurück kommt und abtreibt.
  • Sicherheitsabstand (circa die 2-fache Leinenlänge) zu Klippen, Felsen und anderen Personen wie anderen Kitern, Surfern und Badegästen einhalten.
  • Niemals in die Leinen greifen. Vor allem nicht auf dem Wasser.
  • Immer ausreichend Wasser trinken.
  • Zwischendurch Pausen machen.
  • Sonnencreme benutzen, denn Wasser reflektiert und es droht ein böser Sonnenbrand.

Dzevad Durgut (links im Bild) kitet seit mehr als 16 Jahren und bringt seit 15 Jahren Anfängern das Kiten bei (www.nkbclub.com). Die amtierende Europameisterin Sabrina Lutz (rechts im Bild) war vor Ihrer Karriere als Profi-Kiterin selbst einmal Lehrerin in einer seiner Kiteschulen.

30.04.2014| Kathleen Schmidt © womenshealth.de
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