Symptome von Herpes genitalis Die richtige Behandlung bei Anzeichen von Genitalherpes

Genitalherpes wird beim Sex übertragen
Wer einmal an Genitalherpes (Herpes genitalis) erkrankt ist, wird den Virus leider nicht mehr los. Wer erste Symptome erkennt, sollte schnell mit der Behandlung beginnen © Enrique Arnaiz Lafuente / Shutterstock.com

Herpesviren können auch den Genitalbereich befallen und sich dort hartnäckig einnisten. Wir verraten Ihnen alles Wichtige über die ersten Symptome von Genitalherpes, die Dauer und Behandlung

Wer einmal an Genitalherpes (auch Herpes genitalis genannt) erkrankt ist, hat fortan einen treuen und dauerhaften Begleiter. Der Herpes-simplex-2 Virus (HSV2) gehört zur gleichen Familie wie das HSVirus-1, das den Lippenherpes verursacht. HSV2 ist in etwa 90 Prozent der Fälle der Auslöser des Genitalherpes. Wie das Lippenherpes-Virus bleibt auch das HSV-2 nach einer Ansteckung lebenslang in den Nervenganglien, sprich jenen Knotenpunkten, an denen mehrere Nerven zusammenlaufen. Nachfolgend die wichtigsten Fakten zu Dauer, Symptomen und der richtigen Behandlung von Genitalherpes.

Herpes genitalis verhindern: Wie man Genitalherpes vorbeugt

Immer dann, wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel durch körperlichen und psychischen Stress, oder die infizierten Nerven beispielsweise durch hormonelle Schwankungen gereizt werden, wird HSV2 reaktiviert und die Wahrscheinlichkeit, einen Genitalherpes zu bekommen, steigt. Die Symptome verlaufen wie folgt: Es fängt mit unangenehmem Kribbeln, Juckreiz und Brennen an. Dann bilden sich beim Genitalherpes Bläschen, deren Inhalt hochinfektiös ist. Mitunter klagen die Betroffenen über Anzeichen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach etwa 2 bis 3 Wochen Dauer verkrusten die Bläschen und der Spuk ist erst einmal wieder vorbei – bis zum nächsten Ausbruch des Herpes genitalis, der aber zumeist nicht mehr so schlimm ausfällt wie beim ersten Mal.

Genitalherpes wird beim Sex übertragen

Beim Erstausbruch des Herpes genitalis sind häufig auch das Scheideninnere, die Harnröhre und der Muttermund betroffen. Typische Anzeichen: Alles brennt und schmerzt. Zu einer Infektion kommt es durch Schmierinfektion beim Sexualkontakt, wenn Ihr Geschlechtspartner eine akute Herpesinfektion im Genitalbereich hat. Bei direktem Kontakt mit den hochansteckenden Sekreten können die Viren über kleinste Hautrisse in den Körper eindringen. Nach 3 bis 10 Tagen kann es dann erstmalig zum Ausbruch des Genitalherpes kommen. Bei manchen Menschen passiert aber erst einmal gar nichts. Die ahnen noch nicht einmal, dass sie infiziert sind, bis das Virus aktiv wird. Aufgepasst: Bei Oralverkehr kann es auch durch Lippenherpes zu einer Infektion mit Herpes genitalis kommen. Zeigt ihr Partner erste Anzeichen von Lippenherpes, sollten Sie Oralverkehr also tunlichst vermeiden.

Genitalherpes erkennen und behandeln
Ist der Virus in den Körper eingedrungen, macht er sich in der Regel nach 3 bis 10 Tagen durch die ersten typischen Anzeichen bemerkbar. Erst dann kommt es zum Ausbruch des Genitalherpes © Enrique Arnaiz Lafuente / Shutterstock.com

Genitalherpes ist nicht heilbar, aber gut behandelbar

Wenn der Arzt den Erreger genau identifizieren möchte, kann er einen Abstrich aus den Bläschen untersuchen lassen. Tatsächlich gibt es einige Krankheiten, deren Anzeichen und Symptome der einer Infektion mit Herpesviren sehr ähnlich sind. So zum Beipsiel auch eine Infektion mit dem Pilz Candida albicans oder mit Trichomonaden sowie eine allergische Reaktion auf Reinigungs- oder Körperpflegemittel und Textilien.

Wie bereits erwähnt, ist es nicht möglich, das Virus, das für den Genitalherpes verantwortlich ist, aus dem Körper zu entfernen. Der Gynäkologe kann Ihnen aber Virusstatika in Tablettenform verschreiben, die die Virusvermehrung hemmen und die Dauer des Genitalherpes verkürzen. Wenn Sie häufiger als 6-Mal pro Jahr einen Infektionsausbruch haben und der Herpes genitalis Sie immer wieder quält, können die Tabletten vorbeugend für 12 Monate eingenommen werden.

Infizierte Schwangere müssen aufpassen

Sollten Sie kurz vor der Entbindung eine akute HSV-2-Infektion haben, ist es ratsam, einen Kaiserschnitt durchzuführen, um eine Infektion des Neugeborenen zu verhindern. Besteht bei ihm der Verdacht, dass es doch mit HSV-2 infiziert ist, müssen Virusstatika verabreicht werden. Das soll verhindern, dass Komplikationen wie beispielsweise eine Gehirnhautentzündung auftreten. In diesem Extremfall könnte eine HSV-2-Infektion für das Neugeborene lebensbedrohlich werden.

Wie lässt sich Genitalherpes vorbeugen?

Sie können einer Infektion und dem Herpes genitalis natürlich auch vorbeugen: Indem Sie auf Sex verzichten, solange Ihr Partner oder Sie selbst Bläschen haben und diese noch nicht verkrustet sind. Kein Problem, wenn Sie Kondome verwenden? Doch, Kondome reichen als Schutz nicht, weil sie einfach nicht genug kritische Fläche abdecken. In diesem Fall ist es wirklich besser, nicht nach dem Motto "No risk, no fun" zu leben.

01.02.2017| Gerlinde Felix © womenshealth.de
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