Allround-Training: Gymnastikball

Gymnastikball
Der entscheidende Vorteil des Gymnastikballs: Durch seine elastische Beschaffenheit, ist er besonders wirbelsäulenfreundlich © Shutterstock

Der Gymnastikball sieht unspektakulär aus und wird häufig in den Reha-Bereich verbannt. Völlig zu Unrecht, denn der Ball ermöglicht ein intensives Training für jede Muskelgruppe

Der Gymnastikball ist aus dünnem Kunststoff, wird mit Luft gefüllt und ist im Durchmesser von rund 55 bis 75 cm zu haben.

Worauf kommt's beim Training an?
Achten Sie bei der Wahl des Gymnastikballs auf die richtige Größe. Die ermitteln Sie, indem Sie sich mittig auf den Ball setzen. Nun die Beine vor dem Körper auf den Boden stellen. Stehen Oberschenkel und Waden in einem 90° Winkel zueinander? Dann passt's perfekt!

Vor- und Nachteile des Gymnastikballs
Das Ganzkörpertraining ist super für Anfänger geeignet, Fortgeschrittene finden bei der enormen Vielfältigkeit an Übungen und Übungsvarianten auch die richtige Herausforderung. Ein weiterer Vorteil liegt außerdem im Material des Gymnastikballs: Er ist leicht zu heben, günstig in der Anschaffung (siehe Kauftipp), bequem zu benutzen. Die elastische Oberfläche passt sich dem Körper an und ist so besonders wirbelsäulenfreundlich.

Training auf verschiedenen Ebenen
Ob in Rückenlage, mit den Füßen auf dem Ball und den Händen auf der Trainingsfläche oder in Rückenlage auf dem Ball: Die verschiedenen Ebenen machen das Training abwechslungsreich. Zusätzlich kann so die Schwierigkeitsstufe erhöht oder reduziert werden. Vorsicht gilt jedoch bei allen Übungen auf dem Ball: Das Wegrutschen ist eine potentielle Gefahrenquelle, wenn Sie Ihre Balance (noch) nicht unter Kontrolle haben. Tipp: Absolvieren Sie die Übungen neben einer Wand, die kann als Stütze dienen.

    Clevere Kombinationen
    Durch zusätzliches Equipment können Sie das Training noch intensiver gestalten und gleichzeitig Ihre Koordination schulen. Tipp: Klassische Hanteln (wichtig: erst einmal mit kleinen Gewichten) oder Tubes sind gute Optionen, um die Intensität zu erhöhen bzw. weitere Muskelgruppen zu beanspruchen.

      Ganzkörpertraining
      Selbst wenn Sie sich auf eine spezielle Muskelpartie konzentrieren, Ihr Rumpf wird immer mittrainiert. Der Grund: Durch die wackelige Unterlage muss ihr Oberkörper ständig Stabilität erzeugen. Dadurch werden vor allem die tiefliegende Bauch- und Rückenmuskeln beansprucht. Das ergibt einen kräftigen Rumpf - kann aber ein Nachteil sein, denn der dauerhaft geforderte Stabilitätsausgleich überfordert Anfänger schnell. Daher gilt: Wer unsicher ist, probiert zunächst leichte Übungen und macht kurze Sätze. Gegebenenfalls fragen Sie einen Trainer um Hilfestellung.

      Wo erhältlich?
      Gymnastik-, Swiss- oder Pezzibälle sind günstig in der Anschaffung. In den verschiedenen Größen kosten die Tools zwischen 15 und 35 Euro, beispielsweise unter fitstore.de und sind daher optimal sowohl für das Training im Fitnessstudio als auch für das Workout zuhause geeignet.

      04.10.2013| Jasmin Janß, Juliane Hemmerling © womenshealth.de
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