Völlerei Hormon ist schuld am Schlemmen

Vorsicht beim Essen aus purem Genuss
Davon können Sie nicht genug bekommen? Aufgepasst, denn Ihr Hungergefühl könnte vom Hormon Ghrelin in die Irre geführt worden sein © Shutterstock

Genießerinnen essen auch, wenn sie nicht hungrig sind. Forscher haben untersucht, warum wir unser Sättigungsgefühl ignorieren

Viele Menschen greifen beim Essen zu, obwohl sie gar nicht mehr können

Der Grund: Sie essen zu viel, da sie nicht merken, dass sie satt sind, so eine italienische Studie. Denn wenn es uns gut schmeckt, wird das Belohnungszentrum im Gehirn durch das so genannte Hunger-Hormon Ghrelin sowie die chemische Bindung 2-AG aktiviert, behaupten die Forscher der Universität Neapel. Das Sättigungsgefühl werde dadurch überlagert.

Folge: Wir haben wieder ordentlich Appetit und können mehr essen, erklärt Studienleiter Palmiero Monteleone. Natürlich könne das auf lange Sicht zu Übergewicht führen.

Die Wissenschaftler testeten das Essverhalten von gesunden und satten Erwachsenen in den Zwanzigern. Sie bekamen ihr jeweiliges Lieblingsessen serviert und später ein weniger schmackhaftes Mahl mit dem gleichen Nährwertgehalt. Die Wissenschaftler maßen dann die Werte für die Bindung 2-AG und das Hormon Ghrelin. Beim Lieblingsessen stiegen demnach beide Werte, bei dem zweiten Essen jedoch nicht.

07.05.2012| Marlene Borchardt © womenshealth.de
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