Von früh bis spät Individuelle Bettzeiten sind ganz normal

Schlafen Sie zu Ihren eigenen Zeiten
Während er noch liest, segeln Sie bereits ins Reich der Träume © Shutterstock

Frühaufsteher und Nachteule haben es nicht leicht miteinander. Aber nur, wenn sie unbedingt gemeinsam einschlafen wollen

Frauen tendieren dazu, früher schlafen zu gehen und früher aufzustehen. Männer kommen häufiger erst nachts in Hochform. Das kann zu Problemen führen. Studien beweisen, dass Paare in der Regel harmonischer miteinander leben, wenn beide Morgenmenschen oder beide Nachteulen sind. Genau das kommt allerdings nur selten vor. Wenn einer der Partner zudem unter ernsthaften Schlafschwierigkeiten leidet, dann kann die Beziehung schnell aus dem Gleichgewicht geraten. "Ich bin immer wieder überrascht, dass Patientinnen unter allen Umständen zeitgleich mit ihrem Partner zu Bett gehen wollen", sagt Psychologin Paterok. "Dabei ist das für ihren Schlaf absolut kontraproduktiv."

Am besten schläft man, wenn man ganz nach seinem persönlichen Tag-Nacht-Rhythmus lebt und den Moment, in dem die Müdigkeit am größten ist, nutzt, um ins Bett zu gehen. Offenbar haben Frauen und Männer aber im Kopf, dass sie als Paar auch zusammen einschlafen müssen. Paterok: "Diese Vorstellung existiert unabhängig davon, mit welchen Elternvorbildern jemand aufgewachsen ist. Selbst junge Patientinnen haben Scheu davor, von diesem Bild einer funktionierenden Partnerschaft abzuweichen."

Getrennte Schlafzimmer sind für viele Paare demzufolge ein absolutes Tabu. Eine Einstellung, die Schlafmediziner nicht nachvollziehen können. Schläft man allein, kann man zum einen seinen Tag-Nacht-Rhythmus besser ausleben, zum anderen vermeidet man mögliche Belastungen für die Beziehung. "Wenn sie unter Schlaflosigkeit leidet und er schnarcht, führt das oft zu Hassgefühlen in der Nacht. Von denen erholt man sich auch tagsüber nicht so schnell", erklärt die Psychologin.

23.11.2011| Diana Helfrich © womenshealth.de
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