Bodenkampf Mit Judo alles im Griff

Lernen kann es jeder
Nichts für Zimperliche: Berührungsängste sollten Sie als Judoka nicht haben © Shutterstock

Ab auf die Matte! Beim Judo lernen Sie, sich zu verteidigen und arbeiten ganz nebenbei noch an Ihrer Wunschfigur

Was ist Judo? Die Kampfsportart wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Professor Jigoro Kano in Japan entwickelt. Judo heißt der "sanfte Weg" und bedeutet so viel wie "Siegen durch Nachgeben". Ganz so sanft, wie der Name es vermuten lässt, ist Judo jedoch nicht. Wurf-, Hebel-, Würge- und Haltetechniken zeichnen die Sportart aus.

Was macht man beim Judo? Das Ziel im Judo ist es, den Gegner auf den Rücken zu werfen. Es gibt dutzende Techniken, mit denen der Gegner ohne großen Kraftaufwand in Rückenlage gebracht werden kann. Vor allem jedoch kommen Schulterwürfe, Hüftwürfe oder Fußfeger zum Einsatz. Wer mit dem ganzen Rücken auf dem Boden landet, verliert. Im Fachjargon verwendet man dafür den Begriff Ippon, vergleichbar mit dem K.O. im Boxen. Fällt der Gegner nur halb auf den Rücken, wird häufig auf dem Boden weitergekämpft. Auch hier kann ein Ippon erzielt werden, indem Hebel-, Würge- und Haltetechniken angewandt werden. Übrigens ist Judo keine Sache der Größe: Spezielle Techniken gibt für große und kleine Kämpferinnen.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen? "Für Judo braucht man keine speziellen Voraussetzungen", erzählt uns Romy Tarangul, Olympia-Teilnehmerin aus Berlin. Spaß an Bewegung ist allerdings immer gut. Wer darüber hinaus noch über turnerische Grundlagen verfügt, umso besser. Aber: "Judo ist eine Sportart, bei der man etwas Härte vertragen sollte", so die Expertin.

Warum ist Judo für Frauen gut? Judo ist ein ideales Ganzkörpertraining. Es verbessert sowohl die Grundlagenausdauer (braucht man beispielsweise für langsame, längere Läufe) als auch die Kurzzeitausdauer (braucht man zum Beispiel beim 200-Meter-Lauf für Belastungen zwischen 0,5 bis 2 Minuten). Zudem eignet sich Judo für Frauen gut als Krafttraining. Es gibt wenige Sportarten, bei denen die Maximalkraft, Kraftausdauer und Schnellkraft so gut verbunden werden wie im Judo. Gleichzeitig trainiert Judo die Beweglichkeit und gibt zumindest einige Techniken zur Selbstverteidigung an die Hand. "Ebenso wird Selbstvertrauen vermittelt, was dazu führt, dass Sie sich im Alltag sicherer fühlten, so Tarangul.

Fazit: Judo ist eine perfekte Sportart, um den Körper ganzheitlich zu trainieren. Eine typische Trainingseinheit beinhaltet sowohl ein ausgiebiges Aufwärmprogramm wie auch eine Vielzahl an technischen Übungen. Hier ist voller Einsatz gefragt. Der meditative Aspekt ist beim Judo dagegen weniger ausgeprägt. Dafür fördern Sie Konzentrationsfähigkeit und Selbstbewusstsein.

Die Vorteile auf einen Blick:

Kondition+++
Kraft++
Verletzungsrisiko++
Selbstverteidigung+
Koordination+++
Konzentration+++

20.09.2013| Maren Hänssler, Denise Bobe, Tina Zimmermann © womenshealth.de
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