Rundum fit Langhantel / Kurzhantel

Langhantel / Kurzhantel
Elan ja, Schwung nein. Absolvieren Sie die Übungen mit der Lang- oder Kurzhantel aus dem Muskel, nicht aus dem Schwung, heraus © Shutterstock / Kzenon

Hanteln sind nur was für Männer? Und Langhanteln erst recht? Unfug! Wir erklären Ihnen, warum das Hanteltraining für Frauen perfekt geeignet und obendrein auch noch ziemlich effektiv ist

Lang- und Kurzhantel
Sie gehören zum Standartinventar eines jeden Fitnessstudios. Und dennoch lassen wir sie gerne links liegen. Entweder, weil wir irgendwie so gar nichts damit anfangen können, oder weil wir denken, dass das Training mit den Eisen-Tools eher für die männlichen Sportler geeignet ist. Falsch gedacht! Hanteltraining können Sie ganz individuell auf die eigenen Trainingsziele abstimmen. Und dabei gleichzeitig auch noch ein maximales Trainingsergebnis bei minimalem Zeitaufwand erreichen.

Welche Vorteile hat das Training mit den Hanteln?
Der Vorteil beim Hanteltraining ist, dass Sie nicht an die Statik bestimmter Geräte gebunden sind. Sie können die Übungen frei absolvieren und trainieren damit nicht nur ihre Muskeln, sondern auch noch die Koordination. Und: Viele denken beim Hanteltraining direkt an Bizeps-Training. Damit unterschätzen Sie das Hanteltraining. Ob Rücken, Beine, Gesäß- Sie können jeden Muskelgruppe mit den entsprechenden Übungen stärken und isoliert trainieren. Wichtig ist aber vor allem eines: Konzentration! Lassen Sie sich während des Workouts ablenken, ist die Verletzungsgefahr groß. Also: Mit den Gedanken bei der Sache sein.

Die Qual der Wahl: Langhantel oder Kurzhantel?
Beide haben ihre Vorteile. Das Langhantel-Workout ist koordinativ nicht so anspruchsvoll wie das Training mit der Kurzhantel. Für Anfänger also besser geeignet. Zudem können Sie höhere Gewichte nehmen oder mehr Wiederholungen absolvieren. Logisch - in beiden Armen zusammen steckt mehr Kraft als nur in einem.

Aber genau hier liegt auch der Vorteil der Kurzhantel. Denn beim Arm- und Brusttraining ist schummeln mit der Kurzhantel unmöglich. Jeder Arm schafft wirklich nur das, wozu er fähig ist. Außerdem können Sie ganz gezielt muskulärem Ungleichgewicht (Dysbalancen) entgegenwirken.

Worauf muss ich bei Lang- und Kurzhanteln achten?

  1. Weniger ist mehr. Fangen Sie mit kleinen Gewichten an. Wenn Sie dann merken, dass Sie mehr schaffen, können Sie sich nach oben hin immer noch steigern. Zu hohe Gewichte führen allerdings schnell zu einer falschen Ausführung und somit zu Verletzungen.
  2. Elan ja, Schwung nein. Absolvieren Sie die Übungen aus dem Muskel, nicht aus dem Schwung, heraus. Führen Sie die Hantel kontrolliert und langsam in die gewünschte Richtung.
  3. Schon vor der Übung vorsichtig sein. Nehmen Sie die Hantel unachtsam vom Ständer kann es passieren, dass Sie entweder das Gewicht unterschätzen und die Hantel fällt, oder dass Sie sich verheben. Also auch hier: Ganz bewusst ins Workout starten.
  4. Achten Sie auf einen geraden Rücken! Und das bei jeder Übung. Sobald Sie ins starke Hohlkreuz gehen oder einen Buckel machen, nehmen Sie die Kraft aus dem Rücken- und der wird es Ihnen später gar nicht danken. Also: Im Spiegel kontrollieren.
  5. Die richtige Atmung ist wichtig. Atmen Sie während der Belastung aus, wenn die Belastung nachlässt ein.

Wo bekomme ich Lang- und Kurzhanteln her?
Klar, Hanteln finden Sie in jedem Fitness-Studio. Diejenigen, die aber lieber zuhause trainieren möchten, müssen etwas tiefer in die Tasche greifen. Das gilt zumindest dann, wenn Sie Muskelaufbau betreiben wollen. Denn dann müssen verschieden schwere Hanteln her. Dabei gilt: kleine Hanteln, kleine Preise – und nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt.

03.03.2014| Jasmin Janß, Juliane Hemmerling © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft
Personal_Trainer App