Minus 23 Kilo: Ab jetzt geht's nur noch bergauf

Meike hat abgenommen: Vorher wog sie 96 Kilo und nachher 73 Kilo
Meike (25 Jahre; 1,76 m) hat abgenommen: Vorher wog sie 96 Kilo und nachher 73 Kilo © privat; Frank Krems

Meike schleppte viel Ballast mit sich herum. Um genau zu sein: 96 Kilo bei einer Größe von 1,76 Metern. Das war der Berlinerin zu viel. Deshalb machte sie sich auf den Weg in ein schlankes und fittes Leben

Manchmal muss man durch ein Tal gehen, um hoch ­hinauf zu kommen. So wie Meike: „Ich hatte seit meiner Jugend den totalen Figurfrust und trug zum Schluss Kleidergröße 46. Vor allem meinen Bauch fand ich schrecklich.“ Zahllose Diätversuche scheiterten, auch Silvestervorsätze hielt die 25-Jährige nicht lange durch. Bis sie sich von allen Zwängen verabschiedete und in 2 Jahren 23 Kilo abnahm. Das war ihr 5-Stufen-Plan:

Stufe 1: Termine streichen
Der 31. Dezember hatte für Meike eine magische An­ziehungskraft. Schon 2-mal wollte sie den Jahres­wechsel nutzen, um endlich abzuspecken. Erfolglos. Doch irgendwann machte es plötzlich Klick in ihrem Kopf. „Ich dachte nur: ­,Warum brauchst du einen bestimmten Tag oder ­Anlass? Fang endlich an, sonst schaffst du es nie!‘“

Stufe 2: Erwartungen drosseln
Im Gegensatz zu früher setzte sich Meike kein ­Zielgewicht. Sie hatte dafür etwas anderes im Kopf: „Mein Wunsch war nur, mich in meinem Körper wohlzufühlen. Ob das mit 75 oder 85 Kilo sein würde, war mir egal“, erklärt die Biotechnologin. Sie meldete sich im Fitness-Studio an und trainierte 2-mal pro Woche für eineinhalb Stunden Kraft und Ausdauer. Schnell ­verwandelte sich die Pflicht in eine Kür, und Meike ­ver­doppelte ihre Studio­besuche. Nach 6 Monaten lief sie zusätzlich auf dem Laufband oder am Wochenende an der frischen Luft. Und mit jedem Schritt wurde sie immer fitter.

Stufe 3: Proviant überprüfen
Automatisch veränderte sich Meikes Ernährung: „Mein Heißhunger auf Süßes und Fettiges verschwand durch den Sport. Und ich aß morgens etwas. Das hatte ich bis dahin nicht getan.“ Das Frühstück wurde zu Meikes wichtigster Mahlzeit: „Ich trank einen Joghurt-Obst-Smoothie, danach gab es noch Knäckebrot mit Gemüse.“ Mittags lagen
nun Salat oder Gemüse mit magerem Fleisch auf ihrem Teller, abends eine Reiswaffel mit Obst. War der Hunger in der Zwischenzeit zu groß, griff sie zu Obst und Gemüse.

Stufe 4: Routen variieren
Um sich zu motivieren, ­veränderte Meike immer wieder ihr Training. „Zwischendurch machte ich Freeletics und trainierte nur mit meinem Körpergewicht. Das war unglaublich hart, aber sehr effektiv.“ Um noch flexibler zu sein, kaufte sie sich eine Sit-up-Bank und Hanteln. Ab dann ­trainierte sie, wann immer es ihr passte, aber nur noch zu Hause. Zusätzlich lief sie mehrmals in der Woche 7 bis 8 Kilometer.

Stufe 5: Mitstreiter suchen
Als Meike das erste Mal in eine Hose in Größe 38 passte, hatte sie ihr Ziel erreicht. „Heute wiege ich 73 Kilo und fühle mich super. Jetzt geht es darum, das Gewicht zu halten.“ Auch dafür hat sie einen Plan: „Ich habe Laufpartner, dann gibt es nämlich keine Ausreden.“ Ein richtig guter Ansatz. Glatt zum Nachmachen.

17.08.2015| Stephanie Arndt © womenshealth.de
Themen-Special "So haben wir ab­ge­nom­men"
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