Abnehmerfolg So hat Christina mit Vibrationstraining 57 Kilo abgenommen

Christina (28 Jahre; 1,68 m) hat abgenommen: Vorher wog sie 125 Kilo und nachher 68 Kilo © privat; René oertel / Studio Fotozone

Alte Schulfreunde erkannten Christina nicht wieder. Wie es ihr und ihrem Mann gelang, das Übergewicht zu besiegen, lesen Sie hier

Es dauerte 36 Monate, bis sich Christina nach der Geburt ihres Sohnes auch wieder wie neugeboren fühlte. Denn diese Zeit brauchte es, um die üppig angefutterten Schwangerschaftspfunde loszuwerden. Ein Kinderspiel war das nicht: „So viel abzunehmen kostet viel Zeit und Kraft“, sagt sie heute. Mit diesem Fahrplan hat sie es geschafft.

1. Halt: Reiseroute fest­legen. Nach 4 Monaten als Mama stand für Christina fest, dass es so nicht weitergehen konnte. „Ich trug Kleidergröße 48 und fühlte mich furchtbar! Alles an mir war dick und schwabbelig. Ich schämte mich schrecklich, sobald ich das Haus verließ.“ Sie probierte jede Diät aus, die ihr ins Auge sprang, wechselte wochenlang zwischen Kohlsuppe, Fasten und Dinner-Cancelling. „Auf diese Weise nahm ich zwar 15 Kilo ab, aber es war die reine Qual. Als meine Freundin mir von Weight Watchers vorschwärmte, wusste ich: Das ist es! So kann ich gesund und langfristig mein Gewicht reduzieren, ohne Angst vor dem Jo-Jo-Effekt.“

2. Halt: Mitreisende gesucht. Wichtig war Christina, dass die Gerichte auch ihrem Mann Joseph schmeckten. Wie in vielen Partnerschaften hatten bei ihm romantische Abendessen und gemütliche Couch-Sessions mit Chips und Gummibärchen diverse Speckrollen hinterlassen (Jaaa, er ist der Fett-weg-Sieger in der aktuellen Men’s Health!). Zusammen abzunehmen machte vieles leichter: „Ich wollte nicht doppelt kochen müssen, was bei den leckeren Rezepten zum Glück auch nicht nötig war“, erinnert sich Christina. „Außerdem ist es viel einfacher, wenn der Partner mitzieht und nicht in den Burger beißt, während man selbst ein Salatblatt knabbert.“

3. Halt: Proviant packen. Im Hause Walberer wurde seit diesem Zeitpunkt endlich gesund gekocht. Fertiggerichte, Süßigkeiten und Fastfood, die es vorher täglich gab, verwandelten sich in Ausnahmeerscheinungen. „Besonders gerne aß ich Putengulasch mit Nudeln. Nachschlag war tabu, es gab eine statt wie bisher 3 Portionen.“ Christinas geändertes Essverhalten zahlte sich aus: Die Pfunde schwanden. Die überschüssige Haut allerdings nicht. „57 Kilo mehr auf den Rippen verzeiht der Körper nicht. Deshalb entschloss ich mich 2012 zu einer Bauchdeckenstraffung, bei der die Ärzte 30 Zentimeter Bauchhaut entfernten.“

4. Halt: Ins Rollen kommen. Nach der schmerzhaften Operation begann Christina vorsichtig mit Sport. Erst walkte sie langsam, dann ging sie Laufen, auf den Stepper und meldete sich parallel dazu im Fitness-Studio an. Ihr Lieblingsgerät ist bis heute wegen ihrer Effektivität die Vibrationsplatte. Zu Recht: Eine Studie der University College Antwerpen fand heraus, dass Rüttel-Kandidaten in Kombination mit einer Kalorienreduktion mehr abnahmen als die Kontrollgruppen. Denn während der Großteil der Menschen beim Training nur rund 60 Prozent aller Muskeln bewusst aktivieren kann, sind es durch die Schwingungen deutlich mehr. Und diese zusätzlich aufgebauten Muskeln verbrauchen auch im Ruhezustand Kalorien. Doch einfach nur draufstellen und schlank werden, das funktioniert natürlich nicht. Christina: „Die Übungen sind wahnsinnig anstrengend. Letztlich spart man nur Zeit, nicht etwa Schweiß.“

5. Halt: Stoppschild parat haben. Christinas Glücksmomente nach ihrer Abnahme? „Davon gibt es viele! Zum Beispiel, dass mich ein ehemaliger Schulfreund nicht mehr erkannt hat. Oder dass ich bei Facebook zum schönsten Mädchen der Oberpfalz gekürt wurde.“ Diese Gefühle ruft Christina ab, wenn das Gewichthalten mal schwierig ist, die Waage sogar mal mehr anzeigt. „4 bis 5 Kilo akzeptiere ich. Die waren schnell wieder drauf, als wir umgezogen sind und ich wenig Zeit für Sport hatte. Doch sobald die Waage in Richtung 73 geht, lege ich eine Vollbremsung hin. Dann trainiere ich wieder konsequent und achte verstärkt auf meine Ernährung. Ich will schließlich nie wieder so dick werden, wie ich mal war.“

Mein Learning: Verbote sind verboten!

„Alte Gewohnheiten zu ändern ist schwer. Ich bin eine Naschkatze und könnte deshalb niemals komplett auf Schokolade verzichten. Dann werde ich wirklich zum Tier, weil alle Gedanken nur noch genau darum kreisen. Das Ergebnis: Nach einer konsequenten Woche würde ich trotzdem in 10 Minuten eine ganze Tafel Schokolade verputzen. Deswegen verbot ich mir auch während meiner Abnehmphase nichts. Das fiel mir sogar recht leicht, weil es bei Weight Watchers leckere, aber leichte Desserts gibt.“

Mein Lieblingsrezept: Putengulasch mit Nudeln

Zutaten
1 Knoblauchzehe
500 g Putenfilet
3 Paprikaschoten
3 Zwiebeln
2 TL Pflanzenöl
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Paprikapulver
1 l Gemüsebrühe
250 g Vollkornnudeln
1 EL dunkler Soßenbinder
3 EL saure Sahne

1. Knoblauch klein hacken, Putenfilet, Paprika und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und alles mit dem Pflanzenöl in einer Pfanne anbraten. Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen, anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt etwa 20 Minuten schmoren lassen.
2. Nudeln nach Packungsanweisung in viel Salzwasser al dente garen.
3. Das fertige Gulasch zum Schluss mit dem Soßenbinder andicken und – nach Belieben – mit saurer Sahne verfeinern.

Für 4 Personen. Pro Portion 397 Kalorien

01.06.2017| Stephanie Arndt © womenshealth.de
Themen-Special "So haben wir ab­ge­nom­men"
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