Flossen weg Nicht jeder Fisch gehört auf den Tisch

Nicht jeder Fisch gehört auf den Tisch
Bedrohte Fischarten: Der Goldfisch muss sich noch keine Sorgen machen – er landet aber eben auch nicht auf den Tellern © Shutterstock

Achtzig Prozent der Fischbestände weltweit sind bereits überfischt. Wir verraten Ihnen, welche Meeresbewohner Sie noch guten Gewissens genießen können

Fisch ist gesund, lecker und sollte mindestens einmal in der Woche auf Ihrem Teller landen. Denn Fisch ist reich an Vitamin A, D sowie einer Reihe von B-Vitaminen, liefert Magnesium, Eisen und ist wertvolle Quelle von gesunden Omega-3-Fettsäuren. Das Fischeiweiß ist leicht verdaulich und kann von unserem Körper hervorragend verwertet werden. Das Ganze hat nur einen Haken: Nicht jeder Fisch sollte auf Ihren Tisch – denn viele Fisch sind mit Umweltgiften belastet oder durch Überfischung gefährdet. Manche Fischarten sind sogar bereits vom Aussterben bedroht (siehe Galerie weiter unten).

Damit die Fischbestände der Meere nicht noch weiter schrumpfen, sind vor allem die Verbraucher gefragt. Das können Sie tun:

  • Essen Sie seltener und bewusster Fisch. Genießen Sie Fisch und sehen Sie ihn als "nichtalltägliche Delikatesse" an.
  • Treffen Sie eine "gute Wahl" und greifen Sie an der Fischtheke bewusst zu empfehlenswerten, nicht bedrohten Arten, die aus gesunden Beständen mit schonenden Methoden gefangen wurden oder aus nachhaltigen Aquakulturen stammen.

Doch woher weiß man eigentlich, welcher Fisch bedroht ist und welcher nicht? Ganz einfach: Greenpeace und auch der WWF (World Wide Fund For Nature) haben jeweils einen, praktischen Einkaufsratgeber für Fisch und Meeresfrüchte ausgearbeitet, mit dessen Hilfe man sich ganz leicht orientieren kann. Die Ratgeber gibt es auch online (hier: Greenpeace-Ratgeber und WWF-Einkaufsratgeber) und sogar als App für unterwegs und werden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

Sie können sich beim Einkauf auch zusätzlich an Bio- und Umweltsiegel orientieren. Zugegeben: Siegel sind manchmal ziemlich verwirrend, darum klären wir Sie auf – kurz und knapp:

Zuchtfische bekommt bei Verwendung gentechnikfreier Futtermittel zum Beispiel die Siegel von Bioland und Naturland sowie vom ASC (Aquaculture Stewardship Council). Auch GLOBALG.A.P. und Aquagap überprüfen Aquakulturen und zertifizieren sie. Für uns als Verbraucher ist dies allerdings auf den Verpackungen nicht sichtbar.

Bei Wildfängen besagt das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council), dass der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt. Auch das FOTS-Siegel (friend of the sea) steht für nachhaltigen Fischfang.

Bedrohte Fischarten
17.01.2016| Kathleen Schmidt © womenshealth.de
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