eTriggs Nichtraucher dank Metallplättchen

Endlich Nichtraucher werden
Die Lust aufs Qualmen abhängen: Testerin Laura berichtet von ihrem Selbstversuch mit eTriggs © jumpe / Shutterstock.com

Bio-Energetik heißt das Zauberwort dieser Methode. Der eTrigg soll bio-energetische Impulse zu unseren Zellen senden und uns damit die Lust aufs Rauchen vermiesen. Ein Selbstversuch

Mit einem kleinen Metallplättchen zum Nichtraucher werden – geht das? Die Macher von eTriggs sagen ja und werben seit Kurzem auf dem deutschen Markt mit einer Erfolgsquote von knapp unter 80 Prozent. Für uns ein guter Grund, das Produkt einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und – ganz klar – zu testen.

Was ist eTriggs?
Der eTrigg ist ein rundes, silbernes Metallplättchen, etwa so groß wie eine 2-Cent-Münze. Es wird mit einem Pflaster geliefert, mit dem der eTrigg auf dem Oberkörper befestigt wird. Entweder auf dem Rücken oder dem Bauch. Dort soll er mindestens 15 Tage lang getragen werden.

Was verspricht der eTrigg?
Laut Hersteller soll der eTrigg das Verlangen nach Nikotin schon nach 2 Tagen stark eindämmen. Bereits nach wenigen Stunden würde sich der Energiefluss im Körper normalisieren und die Symptome nachlassen. Ganz ohne eigene Willenskraft funktioniert es aber offenbar nicht, denn in den ersten 2 Tagen soll der Anwender nicht rauchen und wenn möglich auf Gewohnheiten verzichten, die ihn zum Rauchen animieren. Außerdem sollte man während der Anwendung möglichst auf Koffein, Minze, ätherische Öle und Stress verzichten. Stattdessen viel und häufig stilles Wasser trinken, sich Ruhe gönnen und an die frische Luft gehen. Nach 15 Tagen sollen knapp 80 Prozent der Anwender rauchfrei sein. Voraussetzung: Man möchte wirklich, wirklich mit dem Rauchen aufhören.

Wie wirkt der eTrigg?
Je nach Anwendungsart (ob nun für Raucher, Menschen mit Flugangst, etc.) wird der eTrigg mit unterschiedlichen bioenergetischen Informationen versehen, die kontinuierlich an den Körper und damit an die Zellen abgegeben werden. Mit diesen Impulsen sollen Störungen (in unserem Fall die Lust auf Zigaretten) korrigiert werden und sogar dann noch wirken, wenn der Chip längst entfernt wurde. Außerdem soll der eTrigg vorprogrammierte Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen oder Appetit auf Süßes verhindern.

Was kostet der eTrigg und wo kriege ich ihn?
Je nach Anwendungsgebiet ist der eTrigg unterschiedlich teuer ...
- Nichtraucher eTrigg: 198 Euro
- bei Flugangst: 49 Euro
- Abnehm eTrigg: 198 Euro
- Abnehm eTrigg Basic: 129 Euro
- See- und Reisekrankheit eTrigg: 89 Euro
- Performance eTrigg: 198 Euro
- Gute Laune und Vitalität eTrigg: 198 Euro
- Anti Stress eTrigg: 149 Euro
Sie können den eTrigg auf etriggs.com bestellen. Die Lieferzeit beträgt 3 bis 4 Tage.

Hat's funktioniert? Testerin Laura berichtet
"Eindeutige Antwort: Jein! Zugegeben, Begriffe wie 'bioenergetischer Impuls' und 'energetische Störungen' lassen mich zuerst an Räucherstäbchen und Hokuspokus denken. Trotzdem lasse ich mich auf das Experiment ein, denn die Aussicht, in 2 Tagen Nichtraucher zu werden, klingt verlockend. Ich gebe bei der Bestellung Geschlecht und Alter an und wie viel ich täglich rauche. Wenige Tage später erreicht mich ein Briefumschlag mit dem gewünschten eTrigg und einer genauen Anwendungs-Beschreibung. Da ich vorwiegend am Bildschirm arbeite, wird mir empfohlen, das Pflaster am Rücken anzubringen. Gesagt, getan. Vor dem Schlafengehen rauche ich eine (hoffentlich) letzte Zigarette und klebe den eTrigg auf mein rechtes Schulterblatt. Die Empfehlung, die nächsten beiden Tage nicht zu rauchen, lässt sich erstaunlich gut umsetzen. Die Spannung, ob es tatsächlich funktioniert, siegt über die Lust zu qualmen. Und dabei gehöre ich beim Thema Rauchen wirklich nicht zur willensstarken Truppe. Nach den ersten beiden Tagen habe ich das Pflaster auf meinem Rücken so gut wie vergessen und meine anfängliche Sorge, dass mich der eTrigg in puncto Tragekomfot tierisch nerven würde, ist unbegründet. Ich spüre das Pflaster und den dünnen Chip gar nicht. Die erste Woche vergeht und ich bleibe standhaft. Und das erstaunlich easy. Die zweite Woche vergeht ebenfalls ohne Zigaretten und aus Ungläubigkeit wird Euphorie. Zu früh gefreut, denn am Wochenende darauf packt mich die Lust auf Zigaretten in einer fiesen Weinlaune. Schachtel gekauft, Stängel im Mund und – zack – den ersten Zug genommen. Am Tag darauf fühle ich mich hundeelend. Die Nikotinzufuhr einer halben Schachtel nach 2 Wochen Abstinenz war definitiv zu viel für mich. Experiment gescheitert? Nicht ganz. Denn was sich seit diesem Wochenende getan hat: Meine Lust auf Zigaretten ist seither eine andere. Früher gehörte die morgendliche Zigarette auf dem Weg zur Arbeit fest in meinen Tagesablauf. Heute fahre ich rauchfrei Auto. Es vergehen Tage, an denen ich kaum ans Rauchen denke und es folglich auch nicht tue. Vorher war das undenkbar. Es ist seitdem, als hätte ich meine Lust auf Zigaretten plötzlich viel besser im Griff. Statt einer halben Schachtel sind es kaum mehr als 2 Zigaretten, die ich mir hin und wieder am Abend gönne. Fazit: Ob es nun tatsächlich die bioenergetischen Impulse waren, die meine Zellen gereinigt haben oder der psychologische Effekt, den das Plättchen auf meinem Rücken ausgelöst hat – das kann ich leider nicht sagen. Fakt ist, dass ich seither wesentlich weniger rauche und das ist auf alle Fälle ein schöner Teilerfolg für mich."

13.01.2016| Linda Babst © womenshealth.de
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