Kampfkunst-Klassiker: Gut geblockt mit Shotokan Karate

Die bekannteste Karateform der Welt
Auch Frauen können beim Shotokan Karate ihr Können unter Beweis stellen © Shutterstock

Verteidigung ist der beste Angriff. Beim Karate lernen Sie ausgefeilte Blocktechniken und stärken Ihr Selbstbewusstsein

Was ist Shotokan Karate? Karate ist eine der wohl bekanntesten und meist betriebenen Kampfsportarten der Welt. Ihren Ursprung hat sie im japanischen Okinawa des 19. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Systeme entwickelt. Das am weitesten verbreitete System ist das so genannte Shotokan Karate. Als Begründer dieser Karate-Schule gilt der von der japanischen Insel Okinawa stammende Gichin Funakoshi. Charakteristisch für diese Form von Karate ist ein tiefer Stand, der besonders dynamische und kraftvolle Bewegungen möglich macht. Außerdem gibt's beim Shotokan Karate äußerst effektive Blocktechniken. Im Gegensatz zu Taekwon-Do sind beim Shotokan Karate Arm- und Beintechniken beim Training gleichberechtigt.

Was macht man beim Karate? Karate ist ein waffenloser Sport, der sich vor allem durch geradlinige Tritt-, Stoß-, Schlag- und Blocktechniken auszeichnet. Letztere sind meist das wichtigste Mittel, um einen Kampf für sich zu entscheiden. "Gut ausgeführte Blocktechniken können so effektiv sein, dass der Gegner am liebsten aufgeben möchte", verrät Sevki Akyldiz, Shotokan Karate-Trainer aus Hamburg. Wer Karate nur aus brutalen Rachefilmen kennt, muss keine Angst haben. Das moderne Karate ist überwiegend sportlich und Wettkampf-orientiert.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen? Da viel Wert auf die körperliche Fitness und vor allem auf die Kondition gelegt wird, kann Ihnen ein gewisses Durchhaltevermögen nicht schaden, so der Experte.

Warum ist Karate gut für Frauen? Ziel ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung der Persönlichkeit. Körper und Geist sollen in Einklang gebracht werden. Neben normalen Kursen gibt es auch spezielle Programme für Frauen. Dort lernen Sie verschiedene Selbstverteidigungstechniken. Um diese jedoch zu beherrschen und in Gefahrensituationen sinnvoll anwenden zu können, brauchen Sie jahrelanges Training. Bis dahin fördern Sie mentale Stärke und Selbstbewusstsein. Außerdem sind die abwechslungsreichen Trainingseinheiten sehr schweißtreibend und verbrennen ordentlich Kalorien.

Fazit: Wer Shotokan Karate regelmäßig trainiert, entwickelt sich nicht nur charakterlich weiter. Die Kampfsportart trainiert alle motorischen Fähigkeiten und ist außerdem eine wahre Wunderwaffe gegen ungeliebte Speckpolster.

Die Vorteile auf einen Blick:

Kondition+++
Kraft++
Verletzungsrisiko++
Selbstverteidigung++
Koordination+++
Konzentration+++

20.09.2013| Maren Hänssler, Denise Bobe, Tina Zimmermann © womenshealth.de
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