Lauter, bitte! Stimmtraining für Frauen

Stimmtraining für Frauen
© Shutterstock

Viele Frauen bräuchten eigentlich ein Megafon, um wahrgenommen zu werden. Und genau für sie kommt die gute Nachricht: Man kann seinen Sprechapparat trainieren. Mit ein bisschen Übung werden Ihre Argumente bald noch überzeugender rüberkommen

Plappern, piepsen, flöten. Klingt süß, ist aber häufig kontraproduktiv: "Frauen bleiben stimmlich zu oft im Understatement", sagt die Hamburger Sprechtrainerin Monika Hein. "Und dann wundern sie sich, wenn sie mit ihren guten Ideen nicht durchkommen." Denn der beste Vorschlag nützt nichts, wenn er mit zartem Stimmchen vorgetragen wird.

Ob Botschaften beim Gegenüber tatsächlich ankommen, bestimmt nämlich nur zu 7 Prozent der Inhalt, zu 55 Prozent hingegen die Körpersprache und zu 38 Prozent der Klang der Stimme. Aber ist es wirklich möglich, seine Stimme zu verändern? "Ja, innerhalb der anatomisch vorgegebenen Grenzen kann man die Stimm­bildungsorgane frei nutzen", sagt Bernhard Lehnert von der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Der Grundklang wird bestimmt durch Länge und Masse der Stimmlippen. "Deren sogenannter Primärschall wird durch Resonanzen in Rachen, Mund und Nase verstärkt und verändert, bevor Zunge, Gaumen und Lippen die Laute formen." Wenn Sie Ihrer Stimme Power verleihen wollen, sollten Sie an folgenden Stellschrauben drehen ...

5 Tipps, wie Sie Ihre Stimme trainieren

"So klinge ich nicht wirklich, oder?"

Doch! "So flach?" Ja! Wenn die Anrufbeantworteransage anspringt, können wir oft nicht glauben, dass diese Stimme uns gehört. Aber annähernd so, wie wir uns dort hören, nehmen andere unsere Stimme wahr. Warum sie so anders klingt, als wenn wir uns selbst beim Sprechen zu­hören, ist schnell erklärt: Die Stimme von anderen dringt durch den Gehörgang, um von Ohr und Hirn verarbeitet zu werden, die eigene wird auch durch Knochen und Gewebe in unserem Körper über­tragen, was die Resonanz verstärkt. So ergibt sich ein Ton, der tiefer und voller klingt – aber nur innen. Stimmprobleme verlangen nach einem Spezialisten: "Werden Sie beim Sprechen heiser oder bekommen Halsschmerzen, sollten Sie einen HNO-Arzt für Stimmstörungen kon­sultieren", so Facharzt Lehnert von der Uniklinik Greifswald. "Wenn Sie Ihre Stimm- und Redequalitäten verbessern möchten, kann ein Trainer helfen."

25.01.2013| Christiane Kolb © womenshealth.de
Verwandte Themen
Sponsored Section
Aktuelles Heft
Personal_Trainer App