Lebensmittelzusatzstoff: Taurin

Taurin ist ein Zusatzstoff in vielen Energydrinks
Taurin wird zum Beispiel in Energydrinks eingesetzt © Shutterstock

In Energydrinks wird die Aminosulfonsäure Taurin für eine angeblich bessere Gehirnleistung eingesetzt

Was ist das?
Taurin ist eine Aminosulfonsäure und wird aus der Aminosäure (Eiweißbaustein) Methionin und Cystein in Kombination mit Vitamin B6 gebildet. Es wird selbst vom Körper gebildet und muss nicht über die Ernährung zugeführt werden. Er wird zur Nahrungsergänzung und als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Wo finde ich es?
Natürlicherweise ist Taurin Bestandteil von Milch, Fleisch und Fisch. Zugesetzt finden Sie es hauptsächlich in Energydrinks, aber auch in Suppen und Soßen.

ADI-Wert?*
Es gibt keinen ADI-Wert für Taurin, aber eine Mengenbeschränkung für künstliche Kaltgetränke wie Energydrinks. Diese liegt bei 300mg pro Liter. Im Ausland dürfen bis zu 4000 Milligramm Taurin pro Liter in Energydrinks enthalten sein. Diese dürfen zwar nicht in Deutschland hergestellt, aber verkauft werden. Für coffeinhaltige Erfrischungsgetränke ist Taurin in Deutschland nicht zugelassen.

Was bewirkt es im Lebensmittel?
In Energydrinks wird es als Nahrungsergänzung eingesetzt, da eine bessere Gehirnleistung durch Taurin vermutet wird. Außerdem wird es Suppen und Soßen als Geschmacksverstärker zugesetzt.

Kann es meinem Körper schaden?
Bei einem durchschnittlichen Konsum von 125 ml (0,5 Dosen) bis 350 ml(1,4 Dosen) Energiegetränk, brauchen Sie sich keine Sorgen um gesundheitliche Schäden machen. Trotzdem sollten Sie taurinfreie Getränke bevorzugen, da es kein Nährstoff ist, der dem Körper über die Nahrung zugeführt werden muss und außerdem unter Verdacht steht, den Körper, vor allem in Kombination mit Alkohol und Coffein, zu belasten.

* Der ADI „acceptable daily intake” gibt Auskunft über die durchschnittliche Menge eines Stoffes in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht an, die ein Mensch sein ganzes Leben lang jeden Tag ohne gesundheitliches Risiko zu sich nehmen kann.

07.08.2011| © womenshealth.de
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