Zurück zur alten Form: Ich werde wieder eine gute Turnerin

Christiane tastete sich nach und nach wieder an Barren, Reck & Co. heran
© Frank Krems

Flik Flak, Handstand-Überschlag – für Christiane (42) steht ein hartes Training an, um wieder zur alten Form zu finden

Turnen lernen in 6 Wochen
Turnen lernen in 6 Wochen 2:47 Min.

"Ja, Mama hat früher mal geturnt." Als ich das meiner Tochter mit einem flotten Aufschwung beweisen will, klappt's nicht. Peinlich!

In kleinen Schritten zurück zur alten Form
Da muss was passieren. Und zwar hier beim Eimsbütteler Turnverband (etv-hamburg.de). Anfangs fühle ich mich, als hievte ich einen Sack Mehl über die Mattenbahn, während die anderen Mädels Salti springen, als hätten sie nie etwas anderes getan. Ich freue mich über meine Minifortschritte. Einen Tick zu laut für meinen Trainer Florian Schmid, der nach meinem "Jihaa!" den Zeigefinger auf den Mund legt. Sorry, Turnen ist eine disziplinierte Sache voller Anmut bis in die Zehenspitzen. Aber dass ich schon nach 4 Wochen eine gebückte Grätsche auf dem Minitrampolin schaffe, muss ich einfach kommentieren.


Im Handstand zum Erfolg
Dafür habe ich auch hart geschuftet. 1-mal pro Woche übe ich in der Turnhalle an Schwebebalken, Stufenbarren & Co., 3-mal pro Woche zu Hause. Bauch, Rücken und Arme kann man dort super kräftigen, zum Beispiel mit 2-mal 30 Sekunden Handstand hintereinander. Und 30 Sekunden können ganz schön lang werden ... Ich quäle mich in der Halle, absolviere die Bauchübungen. Und: Ich stehe Woche für Woche tatsächlich länger im Handstand, am Ende klappt sogar die Rolle rückwärts in den Handstand – und der Aufschwung am Stufenbarren, mit dem ich mich neulich so blamiert habe. Ich platze fast vor Stolz. Und meine Tochter? Die ist schwer beeindruckt von Mama.

Christianes Turnstunde
Turnen lernen in 6 Wochen
Christiane wollte ihrer Tochter zeigen: Mama hat früher mal richtig toll geturnt © Frank Krems

Drei Dinge, die in den sechs Wochen für mich unentbehrlich waren

  • Knallenge Turnhose und Trikot: Zum ersten Training bin ich neugierig in Sport-Shirt und einer leicht ausgestellten Hose erschienen. Das war aber gar nicht schlau, obwohl atmungsaktiv. das Problem: Macht man einen Handstand, steht man im lockeren Shirt gleich falschrum oben ohne da. Also zog ich los, mir eine Gymnastik-Leggins zu kaufen und zog ab da nur noch engste Oberteile an. Am besten ist ein Gymnastikanzug, also Body.
  • Trinkflasche: Von wegen "mal ein Rad" und ein bisschen am "Reck hängen". Die Flasche war hochwillkommen und es war wichtig, dass sie wirklich voll war - und dann im Laufe4 der zwei Turnstunden ganz schnell leer, vor allem nach dem schweißtreibenden Krafttraining.
  • Schläppchen: Mir war nicht klar, dass Turnschuhe tatsächlich nötig sind, ich habe meist barfuß geturnt. Aber bei manchen Übungen ratscht man über die Turnmatte, vor allem beim Bodenturnen. Mit Schläppchen turnt man besser.

Christianes Home-Workout
10.12.2012| Juliane Hemmerling © womenshealth.de
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