Zu früh kommen Vorzeitigem Samenerguss entgegensteuern?

Der vorzeitige Samenerguss ist für viele Paare ein Problem
Schon wieder zu früh gekommen? © Shutterstock/Lisa S.

Mein Freund kommt oft schon nach wenigen Sekunden. Das nervt ganz schön. Kann man dem vorzeitigen Samenerguss nicht irgendwie entgegenwirken?

Katja aus Berlin, per Mail

Vorzeitiger Samenerguss – was ist da los?
Rund ein Drittel der Männer hat laut Frank Sommer, Professor für Männergesundheit am Universi­täts­klinikum Hamburg-Eppendorf.stete Probleme mit dem Porsche-Penis. Allerdings ist nur wenigen bewusst, dass der echte Verkehr (er drin) selbst im Normalfall nur rund 3 Mi­nuten dauert, wie Sommer in einer Studie nachgewiesen hat: „2 häufige Ur­sachen. Erstens: ein kopfgesteuertes, erhöhtes Erregungspotenzial. Zweitens: eine organisch bedingte, starke Nervensensibilität.“

Wie reagiert Frau richtig?
Nicht lachen, nicht bedauern, keine Vorwürfe. „Das würde das Versagensgefühl verstärken“, sagt Sexualmedizinerin Wetzel-Richter. Ist die Beziehung taufrisch oder er noch unerfahren, warten Sie einfach ab – vielleicht sind Sie zu aufregend für ihn. Sie helfen am besten, wenn Sie für sich sorgen. Sprich: sich vor dem Vollzug so heftig wie möglich erregen (lassen). Leiten Sie ihn an, Sie mit Hand oder Mund zu befriedigen, so steigt keiner mit Frust aus dem Bett. Bleibt er ständig im „Erster! Erster!“-Modus, sprechen Sie Ihr Problem vorsichtig an, „am ­besten außerhalb der erotischen ­Situation“, so Wetzel-Richter. Egal übrigens, was im Bett nicht klappt: Drüber reden und fleißig weiterüben – das hilft in jeder Lebenslage.

Was kann er tun?
Manchmal hilft es, wenn er vorher solo kommt: „Beim zweiten Mal geht es dann meist länger“, sagt Wetzel-Richter. Erste Hilfe: Spezielle Kondome etwa betäuben die Eichel leicht. Dauerhaft hilft es, gemeinsam und spielerisch an der Spritzkontrolle zu arbeiten. Das geht zum Beispiel mit Strategien wie der Start-Stopp- oder Squeeze-Technik (siehe Kasten). Wenn’s dann funktioniert, tut das dem Ego und der Liebe richtig gut!

26.12.2014| © womenshealth.de
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