Wanderschuhe Wanderschuhe im Test

Wanderschuhe im Test
Für den Kauf des perfekten Wanderschuhs sollten sie mindestens 1 Stunde Zeit im Fachgeschäft einplanen © Shutterstock / My Good Images

Wo drückt der Schuh? Über Wanderlust und -frust entscheidet nicht selten der Wanderschuh. Wir verraten, wie Sie das perfekte Paar finden

Experte Jens Kohl­morgen vom Outdoor-Ausstatter ­Globetrotter erklärt, was Sie beim Kauf von Wanderschuhen unbedingt dabei haben sollten.

Was muss ich zum Kauf mitbringen?

Am besten die eigenen Wandersocken und – falls vorhanden – die Einlegesohlen für die Schuhe. Ansonsten brauchen Sie genügend Ruhe und Zeit für die Anprobe, die kann eine gute Stunde dauern.

Was muss ich außerdem wissen?
Überlegen Sie sich, wo Sie hauptsächlich wandern möchten, und informieren Sie sich über Klima und Wege in der Region. Außerdem sollten Sie im Kopf haben, wie lange Sie in etwa unterwegs sein werden, ob Sie mit Gepäck oder ohne reisen und in welchem Schwierigkeitsgrad Sie unterwegs sind. Wer die Antworten parat hat, findet den passenden Schuh schneller.

Was ein Wanderschuh können und haben sollte

Wanderschuhe im Test
Der richtige Schuh kommt mit Gepäck und Gelände zurecht. Tibet GTX Ws von Lowa, um 250 Euro © PR

1. Schaft
Je unwegsamer das Gelände, desto höher sollte der Schaft sein. Wenn er den Knöchel fest, aber ohne zu drücken umschließt, gibt er dem Fuß Stabilität und schützt vor Schmutz, Nässe und Gestrüpp.

2. Material
Entscheidend ist das Reiseziel: Schuhe mit Lederinnenfutter eignen sich für südliche und warme Gegenden, da sie den Schweiß aufnehmen können. Allerdings trocknen sie nur langsam. Wer in den kühlen und feuchten Norden reist, ist mit Synthetikschuhen mit wasserfester Membran besser beraten.

3. Schnürung
Hier gilt: Vorn schön fest, nach oben hin darf es lockerer werden. Klemmösen helfen dabei. Wer die Senkel von oben nach unten durch die Ösen führt, erspart sich das Nachschnüren.

4. Ferse & Mittelfuß
Hier sollte der Stiefel fest anliegen, ohne zu drücken. Sobald der Fuß rutscht, sind Blasen vorprogrammiert.

5. Sohle
Für befestigte Wege reicht eine dünne Sohle aus. Wer auf den Berg will, braucht Stiefel mit guter Dämpfung und tieferem Profil. Das bietet auch im Geröll sicheren Halt. Trotzdem sollte der Schuh immer gleich­mäßig und rund abrollen.

6. Zehenbox
Die Zehen brauchen vor allem eines: Platz. Weder bergab noch in schiefem Gelände dürfen sie irgendwo anstoßen.

Unsere 5 besten Wanderschuhe im Überblick

Wanderschuhe im Test
03.11.2014| Annette Napp © womenshealth.de
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