Inhaltsstoffe Warnhinweise auf Kosmetika?

Warnhinweise auf Kosmetika?
Allergisch reagiert? Auf der Verpackung von Kosmetika müssen alle Inhaltsstoffe deklariert werden © Shutterstock

Warum gibt es eigentlich keine Warnhinweise auf Kosmetikprodukten, obwohl darin auch Chemikalien enthalten sind?

Caroline P., Darmstadt

Obwohl Kosmetika auch Chemikalien enthalten, findet man auf keiner Verpackung Piktogramme oder Hinweise zu Gefahren. Warum das so ist, erklärt Birgit Huber, stellvertretende Geschäftsführerin vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V.

Warum sind ausgerechnet Kosmetika von einer Warnhinweispflicht befreit?
Kosmetika sind keineswegs von der Warnhinweispflicht befreit. Während bei Chemikalien mit Piktogrammen gewarnt wird, sind es bei Kosmetika meist Sätze wie "nicht in die Augen bringen". Außerdem kommen die Stoffe nie hochprozentig vor. Beispielsweise ist Natronlauge in reiner Form stark ätzend, in Kosmetika kann aber bereits durch eine geringe Menge der pH-Wert eingestellt werden. Allein die Dosis bestimmt darüber, ob es ein Gift ist oder nicht.

Also kann es nicht zu Schäden kommen?
Natürlich nicht! Kosmetische Mittel sind definitiv sicher, wenn die Warnhinweise berücksichtigt werden. Seit Mitte Juli sind außerdem die Sicherheitsanforderungen nochmals erhöht worden.

Und wenn Allergien bestehen?
Grundsätzlich kann man auf jeden Inhaltsstoff allergisch reagieren. Bei einer Reizung fragen Sie Ihren Hautarzt. Er kann testen, welchen Stoff Sie nicht vertragen. Da alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung deklariert werden müssen, können Sie selbst überprüfen, in welchen Produkten die allergieaus­lösende Substanz enthalten ist.

09.10.2013| © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft
Personal_Trainer App