Gesund im Mund Was hilft gegen Zähneknirschen?

Was hilft gegen Zähneknirschen?
Wer nachts mit den Zähnen knirscht leidet häufig unter Stress © Shutterstock

Wieso knirschen eigentlich manche mit den Zähnen und ist das wirklich gefährlich?

Kerstin S., Bremen

Laut der Deutschen Mundgesundheitsstudie knirschen rund 15 Prozent aller Frauen nachts mit den Zähnen. Dr. Dr. Christian G. Schippers, Chefarzt am Diakoniekrankenhaus in Rotenburg, erklärt, wie es dazu kommt und warum das Knirschen tatsächlich gefährlich sein kann:

"Zähneknirschen ist eine Reaktion auf Stress. Im Normalfall sind Ober- und Unterkiefer gelockert und berühren sich nicht. Beim Knirschen in der Tiefschlafphase beißen die Zähne unbemerkt fest zu. Dann verspannt sich die Kiefermuskulatur und die Zähne reiben aufeinander.

Meist hört es der Partner. Und man selbst spürt am nächsten Morgen, dass sich der Mund schwer öffnen lässt. Kopfschmerzen und Verspannungen in Nacken und Schultern können ebenfalls Anzeichen dafür sein. Problematisch ist das Zähneknirschen deshalb, weil sich die Zähne dadurch immer stärker abreiben und das Zahnbein kann dadurch freigelegt werden. Betroffene reagieren dann auch deutlich empfindlicher auf kalte oder heiße Speisen. Gegen den Zahnabrieb schützt eine Beißschiene gut. Um das Knirschen langfristig abzustellen, muss aber der Auslöser für den Stress gefunden und beseitigt werden."

08.08.2014| © womenshealth.de
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