ASS, Aspirin & Co Welche Nebenwirkungen hat Aspirin?

Ist ASS wirklich ungefährlich?
Nur weil Schmerztabletten frei verkäuflich sind, heißt das nicht, dass sie dem Körper nicht schaden können © Shutterstock

Ist der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) in Aspirin wirklich unbedenklich oder sollte ich etwas bei der Einnahme beachten?

Caroline C., Stuttgart

Maik Pommer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist auf die Gefahr hin und beantwortet die wichtigsten Fragen:

"ASS ist nicht ungefährlich, denn bei falscher Einnahme kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Magenblutungen kommen. Daher sollten Medikamente mit Wirkstoffen wie ASS oder Ibuprofen zukünftig nur in kleinen Packungen rezeptfrei sein. Es ist in Ordnung, gelegentlich 1 oder 2 Tabletten zu nehmen, etwa bei Kopfschmerzen. Dann ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis der sogenannten nicht-steroidalen Analgetika wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen ausgezeichnet. Auch 3 bis 4 Tage in Eigenregie sind okay.

Was eine geringe Überdosis anrichten kann

Im Einzelfall genügen bereits geringe Überdosierungen, um gesundheitliche Komplikationen wie Magenblutungen und Nierenprobleme zu verursachen – diese Tatsache ist den meisten Menschen jedoch überhaupt nicht bewusst. Deshalb planen wir auch, mit Aspirin und Co. genauso vorzugehen wie bisher mit Paracetalmol: Bei diesem Medikament sind Packungen mit mehr als 10 Gramm wegen möglicher Leberschäden schon heute verschreibungspflichtig.

11.03.2015| © womenshealth.de
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