Rosarote Brille Wie wirkt sich Liebe auf den Körper aus?

Körpereigene "Drogen" befördern Sie auf Wolke sieben
Im Körper von Verliebten fahren die Hormone Achterbahn © Shutterstock

Was passiert eigentlich im Körper, wenn man sich verliebt?

Olivia R., aus Mannheim

Wenn es um Sie geschehen ist, dann gibt es kein Halten mehr. Das Herz rast, Sie sind aufgeregt und angespannt. Der Kopf wird ganz rot und Sie beginnen zu schwitzen. Der Grund: Ihr Körper schüttet die Hormone Adrenalin, Serotonin und Dopa­min aus. Die versetzen den Geist in einen regelrechten Rauschzustand, der mehrere Wochen oder sogar Monate anhalten kann.

Einen besonders großen Einfluss auf das Glücksgefühl hat Phenylethylamin (PEA), das im Gehirn produziert wird und chemisch eng mit halluzinogenen Rauschmitteln verwandt ist. Die körpereigene Droge befördert Sie auf Wolke sieben und setzt Ihnen die rosarote Brille auf.

Aufnahmen mit Kernspintomografen haben im Hirn verliebter Menschen erregte Bereiche gezeigt, die beim Anblick der Angebeteten eine besonders hohe Aktivität aufweisen. Die Konzentration im Blut nimmt jedoch mit der Zeit ab: Nach 1 bis 2 Jahren ist Schluss. Wenn die Liebe diese Zeit übersteht, beginnt im Körper ­eine neue hormonelle Phase: PEA weicht allmählich dem als Kuschelhormon bekannten Oxytocin. Folge: Sex ist für Sie weniger wichtig. Dieser Stoff festigt die Bindung des Paares, ohne die Libido zu verstärken.

02.07.2014| © womenshealth.de
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