So wirken Zusatzstoffe in Lebensmitteln Zusatzstoff-Lexikon

Manche Zusatzstoffe im Essen sind gesundheitsgefährdend
E-Nummern im Essen? Darauf können wir getrost verzichten © Szasz-Fabian-Ilka-Erika / Shutterstock.com

Agar-Agar, Ascorbinsäure, E150 ... Zusatzstoffe haben zahlreiche positive Eigentschaften und machen Lebensmittel zum Beispiel attraktiver oder länger haltbar – aber können Sie uns auch schaden? Hier gibt es Orientierungshilfe im Dschungel der Lebensmittelzusatzstoffe

Die To-do-Liste des Arbeitsalltags ist oft lang und die Zeit knapp. Viele greifen aus Zeitnot, Bequemlichkeit oder mangelndem Koch-Know-how immer häufiger zu TK-Pizza oder Fertigprodukten. Dabei sollen die Gerichte so aussehen, als wenn sie grade frisch und mit besten Zutaten zubereitet wurden. Die Anforderungen an Lebensmittel sind hoch. Wenn wir in einen Supermarkt gehen, erwarten wir, dass das Obst und Gemüse in den kräftigsten Farben strahlt, uns Fleisch in einer appetitlich rötlichen Farbe präsentiert wird und das Fett sich bei der Milch nicht auf der Oberfläche absetzt. Damit Lebensmittel diesen Anforderungen gerecht werden können, werden ihnen immer häufiger Stoffe zugefügt, die eigentlich nicht hineingehören, die sogenannten Zusatzstoffe.

In Deutschland sind über 300 verschiedene Substanzen als "Zusatzstoff" zugelassen. Eine Vielzahl an Farb,- Aroma- und Konservierungsstoffen, Süßungsmittel & Co stehen der Lebensmittelindustrie zur Verbesserung ihrer Produkte zur Verfügung. Sie werden den Produkten zugesetzt, um sie beispielsweise optisch ansprechender zu machen, den Kaloriengehalt zu reduzieren, die Haltbarkeit zu verlängern oder die Konsistenz zu verändern.

Das Richtmaß für Zusatzstoffe ist der ADI-Wert. Der ADI „acceptable daily intake” gibt Auskunft über die durchschnittliche Menge eines Stoffes in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, die ein Mensch sein ganzes Leben lang jeden Tag ohne gesundheitliches Risiko zu sich nehmen kann.

Dieses Lexikon hilft Ihnen trotz ellenlanger Zutatenlisten den Durchblick zu behalten.

03.08.2015| Caroline Jessen © womenshealth.de

Agar Agar (E 406)

Ihr Joghurt sieht so richtig schön cremig aus? Das könnte an dem pflanzlichen Verdickungsmittel Agar Agar liegen

Antioxidationsmittel

Durch den Einsatz von Antioxidationsmitteln wird beispielsweise verhindert, dass Öl verdirbt, sprich ranzig wird

Ascorbinsäure (E 300)

Vitamin C heißt Ascorbinsäure auf Fachchinesisch. Und die steckt in mehr Lebensmitteln als Sie denken

Aspartam (E951)

Der künstliche Süßstoff steckt in vielen energiereduzierten Lebensmitteln

Carnaubawachs, Karnaubawachs (E 903)

Ihr Schokoriegel glänzt so lecker? Das kann an dem Überzugsmittel aus Carnaubawachs liegen

Carrageen (E 407)

Carrageen ist ein pflanzliches Geliermittel aus Rotalge

Farbstoffe

Das Auge isst mit. Farbstoffe sorgen für eine attraktive Farbe bei Lebensmitteln

Hefeextrakt

Hefeextrakt steckt in vielen Fertiggerichten. Achtung: Es enthält unter anderem Glutamat

Johannisbrotkernmehl (E410)

Sowohl in Brot als auch in Soßen und Suppen steckt das Dickungs- und Geliermittel aus dem Samen des Johannisbrotbaums

Kaliumnitrit (E249) Natriumnitrit (250)

Gepökelte Fleischwaren wie Salami enthalten Nitrit. Gefahr besteht, wenn nitrithaltige Lebensmittel erhitzt werden

Konservierungsstoffe

Wird Käse, zum Beispiel auf Tiefkühlpizza, stark erhitzt, können krebserregende Nitorsamine entstehen

Sorbit (E 420)

Das zuckerfreie Süßungsmittel Sorbit kann abführend wirken

Tapiokastärke (E 1442)

Die Bubbles in Bubble Teas enthalten das Bindemittel Tapiokastärke

Tatrazin (E 102)

Von dem gelben, synthetischen Farbstoff sollte man nicht zuviel essen

Taurin

In Energydrinks wird die Aminosulfonsäure Taurin für eine angeblich bessere Gehirnleistung eingesetzt

Xylit (E 967)

Süße ohne Kariesrisiko

Zuckerkulör (E 150 a-d)

Zuckerkulör gibt Cola ihre braune Farbe. In großen Mengen kann der Farbstoff gesundheitsgefährdend sein
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