Neue Farbe, neue Länge, neuer Look - kein Problem!

Haarstyling Haare färben - so geht's

24.01.2011 , Autor:Uta König
© WomensHealth.de

Wir klären die wichtigsten Fragen zum Thema Haare färben und tönen

Vergrößerte Ansicht
Haarstyling: Haare färben und tönen kann man auch zuhause
Tönen ist weniger schädlich für die Haare als färben © Shutterstock
Seite drucken
Teilen
Kommentare

0 Kommentare

Kommentar schreiben

Schlagworte

Hairstyling , Welche Frisur passt zu mir

  1. Was passiert beim Färben mit meinem Haar?
    Die meisten chemische Haarfärbeprodukte sind Oxidationsfärbemittel. Sie enthalten drei Bausteine: Ammoniak, ein Oxidationsmittel und ein Färbemittel. Zunächst wird mit Hilfe des Ammoniaks der natürliche Schutzpanzer des Haares gesprengt und das Haar quillt auf. Dann dringt das Oxidationsmittel ins Haarinnere ein, zerstört die natürlichen Farbpigmente und hellt das Haar auf. Allerdings greift es die schwarzen Pigmente stärker an als die roten. Zum Ausgleich stecken daher im Färbemittel zusätzlich zur gewünschten Haarfarbe noch blaue Farbpigmente – sonst bekäme das Haar die Farbe einer Karotte. Das Färbemittel besteht aus winzig kleinen Molekülen, die ins Haarinnere gelangen können. Dort lösen sie zusammen mit dem Oxidationsmittel eine chemische Reaktion aus. Erst dadurch erhalten die Farbpartikel und damit die Haare ihre gewünschte Farbe. Gleichzeitig enstehen bei der chemischen Reaktion Riesenmoleküle, die im Haar eingesperrt sind wie in einem Käfig. Darum verschwindet die Farbe auch nicht beim Haarewaschen. Die Farbe wächst natürlich mit der Zeit raus, weil die Haar wachsen. Deshalb muss der Haaransatz regelmäßig nachgefärbt werden.
  2. Schaden chemische Haarfarben meinem Haar?
    Das Färben mit Oxidationsfärbemitteln ist für Haar und Kopfhaut ziemlich strapaziös. Das Haar quillt auf, die äußere Schuppenschicht wird geöffnet. Nach dem Färbevorgang soll das mitgelieferten Pflegemittel die Schuppenschicht zwar wieder schließen. Das funktioniert aber nur vorübergehend. Das gefärbte Haar hat deshalb keinen natürlichen Glanz mehr und lässt sich auch schwerer kämmen. Es ist ständig aufs Neue auf die Zufuhr von Pflegestoffen angewiesen. Erst nachwachsendes Haar ist wieder natürlich glatt und glänzend. Hinzu kommt: Über die Kopfhaut können chemische Substanzen in den Körper gelangen. Manche gelten als Allergieauslöser. Auch Leber- und Nierenschäden sind nicht ausgeschlossen. Handschuhtragen ist während der Färbeprozedur deshalb ein Muss!
  3. Sind Strähnchen verträglicher?
    Bei Strähnchen-Haarfärbungen kommt die Kopfhaut nicht direkt mit den Chemikalien in Kontakt. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Ganzhaar-Färbungen mit Oxidationsfärbemitteln – das ist besonders wichtig in der Schwangerschaft. Die Haarstruktur der gesträhnten Partien leidet natürlich, aber das Resthaar bleibt gesund.
  4. Sollte ich vorm Färben die Haare waschen?
    Auf keinen Fall! Aggressive Inhaltsstoffe der Oxidationsfärbemittel können über die Kopfhaut in den Körper eindringen. Ungewaschen ist die Haut zumindest ein wenig durch ihren natürlichen Fettfilm geschützt.
  5. Wie kann ich nach dem Färben Haarschäden minimieren?
    Sofort nach dem Färben sollten Sie die beigelegte Pflegespülung anwenden. Sie neutralisiert chemische Rückstände und glättet die angegriffene Schuppenschicht wieder. Zudem wird das Haar weicher und lässt sich besser kämmen. Waschen Sie Ihr Haar am besten fortan mit Farbschutz-Shampoos. Diese fixieren bei jedem Waschgang die Farbe aufs Neue im Haar und sorgen dafür, dass die Pigmente nicht so schnell herausgespült werden. Gleichzeitig regenerieren sie das Haar. Viele Produkte enthalten zusätzlich einen UV-Schutz, damit die Farbe nicht durch die Sonne ausbleicht. Zusätzlich sollten Sie nach jedem Waschen eine Spülung und regelmäßig eine Kur verwenden. Nützlich für gefärbte Haare sind auch feuchtigkeitsspende Masken und Balsame, die das Haar zusätzlich mit Nährstoffen versorgen. Produkte mit Silkon sind mit Vorsicht zu genießen. Sie sorgen zwar nach der Anwendung für schönen Glanz. Auf Dauer bilden sie aber einen Film auf dem Haar, so dass Pflegesubstanzen nicht mehr eindringen können. Auch fürs Styling gibt es auf gefärbte Haare abgestimmte Produkte. Sie erhalten die Farbe und bilden einen Schutzfilm, damit  das Haar nicht zusätzlich durch Umwelteinflüsse belastet wird.
  6. Wie funktioniert das Tönen der Haare?
    Eine echte Haartönung enthält ein einziges Farbstoffgemisch – sie besteht niemals aus zwei Komponenten! Die Farbe dringt deshalb nicht tief ins Haar ein, sondern lagert sich an das Keratin des Haares an. So bildet sich ein farbiger Film auf den Haaren, der beim Haarewaschen allmählich wieder ausgewaschen wird. Das Tönen der Haare ist weniger schädlich als das Färben, es hält allerdings auch nicht so lange – üblicherweise acht bis zehn Haarwäschen.
  7. Kann ich durch eine Tönung meine Haarfarbe komplett verändern?
    Haartönungen funktionieren nur, wenn der neue Farbton in etwa der natürlichen Haarfarbe entspricht oder etwas dunkler ist. Das Ergebnis ist stark von der Haarstruktur abhängig. Bei gesundem Haar legt sich die Farbe gleichmäßig ums Haar und wird ebenso gleichmäßig wieder ausgewaschen. Bei geschädigter Schuppenschicht verteilt sich die Tönung ungleichmäßig um die Haare und wirkt fleckig. Dieser Effekt verstärkt sich durchs Waschen, da die Farbe unterschiedlich schnell ausgewaschen wird – je nachdem, ob sie an gesunden oder geschädigten Stellen des Haares haftet.
  8. Was ist mit Intensivtörungen oder Colorationen?
    Mit einer Intensivtönung oder Coloration können Sie etwas stärker von Ihrer natürlichen Farbnuance abweichen als mit einer Tönung. Aber Vorsicht: Die handelsüblichen Intensivtönungen oder Colorationen sind meistens Oxidationsfärbemittel, die aus zwei miteinander zu mischenden Komponenten bestehen und damit die gleichen gesundheitlichen Bedenken aufwerfen wie dauerhafte synthetische Haarärbemittel. Beachten Sie also die Warnhinweise in der Packung – die Inhaltstoffe sollten nicht auf die Haut gelangen. Also Haare vor der Anwendung nicht waschen und beim Auftragen der Farbe unbedingt Handschuhe tragen.
  9. Sind Pflanzenfarben eine Alternative?
    Pflanzenfarben mit Henna können Sie gefahrlos und ohne Gesundheitsrisiko einsetzen. Sie können Sie auch ohne Bedenken während der Schwangerschaft einsetzen. Sie können damit aber keinen helleren Farbton erzielen. Denn anders als Oxidationsfärbemittel, die in das Haar eindringen und dessen Struktur verändern, umhüllen Naturfarben es wie ein zarter Film. Im übrigens lassen sich mit Henna je nach Einwirkzeit die verschiedensten Farbwünsche erfüllen: von Rotblond bis zu Signalrot. Auch satte Braun- und Schwarztöne mit leichtem Rotschimmer liegen drin. Zusätze von anderen Pflanzen, zum Beispiel Schwarztee, machen es möglich. Aber schauen Sie unbedingt auf den Beipackzettel: Manche Herstellen fügen ihren Pflanzenfarben einige der chemischen Zutaten bei, die sich auch in synthetischer Haarfarbe befinden. Vorsicht: Pflanzenhaarfarben vertragen sich nicht gut mit synthetischen Färbungen und sauren Dauerwellen, mit alkalischen Dauerwellen harmonieren sie meist besser.
  10. Wie mache ich mir bunte Strähnen – und wie werde ich sie wieder los?
    Mit Lebensmittelfarben können Sie Ihre Haare pink, blau, gelb, grün, lila oder auch pechschwarz färben. Da Lebensmittelfarben nicht wasserfest sind, verschwindet die Farbe beim nächsten Haarewaschen sofort wieder. Die für den Verzehr geeigneten Farben gefährden auch nicht die Gesundheit von Haut und Haar: Reine, hochkonzentrierte Farbpigmente umschließen das Haar und regenerieren es gleichzeitig, denn sie sind reich an Proteinen und wirken ohne Alkohol und chemische Aktivatoren. Lebensmittelfarben sind auch auf bereits gefärbten Haaren anwendbar und die Farbpalette ist groß. Allerdings kann dunkles Haar nicht heller gefärbt werden.
    Hier eine Anleitung für bunte Strähnen: Rühren Sie die Lebensmittelfarbe in ein Haargel ein. Teilen Sie mit dem Kamm eine Haarsträhne ab, legen Sie ein Stück Alufolie unter die Strähne und tragen Sie die farbige Gelmasse auf. Entfernen Sie die Folie nach fünf Minuten, damit das Gel richtig trocknet. Fertig! Wichtig: Tragen Sie unbedingt Einweghandschuhe, sonst haben Sie hinterher bunte Hände.


Rezept des Tages
Schokocrêpes mit Ricotta-Füllung
Schokocrêpes mit Ricotta-Füllung
Crepes sind gut, Schokocrepes sind besser: Diese süße Versuchung sollt ... mehr


Partner

Mitmachen
Gewinnspiele

Einfach klicken und mitmachen!

Der Adventskalender für Frauen 2013

24 Tage mit tollen Gewinnen für tolle Frauen – mit Reisen, Unterhaltungselektronik, Sportbekleidung und viele andere wertvolle Preise. Bis Heiligabend öffnet sich jeden Tag ein Türchen für Sie

JETZT MITMACHEN
alle Gewinnspiele
Umfragen

Welcher Deo-Typ sind Sie?

Welcher Deo-Typ sind Sie?

Sprühen, rollen oder cremen Sie? Und was ist Ihnen beim Deodorant wichtiger: Verträglichkeit oder Schutz? Verraten Sie es uns ...

JETZT MITMACHEN
alle Umfragen
Community
Blogs