So bekommen Sie jedes Haarproblem in den Griff

Schluss mit weißem Geriesel Schuppen erfolgreich bekämpfen

24.01.2016 , Autor:Uta König
© WomensHealth.de

50 Prozent aller Deutschen hatten schon mal lästige, auffällige Schuppen. Sie ab jetzt nie mehr

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Haarpflege gegen Schuppen: Bei schuppigen Haaren sollten die Haare an der Luft trocknen
Bei schuppigen Haaren sollten die Haare an der Luft trocknen © Shutterstock
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Haarpflege

Das ist wirklich unangenehm: Auf der Kleidung finden sich weiße, kleine Schüppchen, oftmals juckt außerdem der Kopf – das nervt und verunsichert. Ein Problem, das immerhin 50 Prozent aller Deutschen kennen.

Alle Menschen haben Schuppen. Die Schüppchenbildung ist ein ganz normaler und gesunder Prozess. Denn unsere Haut erneuert sich ständig in einem Vier-Wochen-Rhythmus. Normalerweise bemerkt man das gar nicht, da die abgestorbenen Hautzellen mikroskopisch klein sind und beim Kämmen, Bürsten oder Waschen verschwinden. Sichtbar werden sie erst bei einer Überproduktion. Dann erneuert sich die Kopfhat statt in 28 zum Beispiel schon in 10 Tagen. Die vielen abgestorbenen Zellen kleben zusammen und lösen sich in großen Stücken von der Haut, so werden die Schuppen sichtbar. Kopfschuppen sind nicht nur ein peinliches ästhetisches Problem – sie können außerdem auf eine Hauterkrankung hindeuten.
 

  • Es gibt fettige und trockene Schuppen
    Man unterscheidet zwei Arten von Kopfschuppen: fettige und trockene. Häufigste Ursache fettiger Kopfschuppen ist ein bestimmter Hefepilz (Malassezia furfur). Er besiedelt die Kopfhaut aller Menschen und ernährt sich vom Fett der Talgdrüsen – bei intakter Funktion der Talgdrüsen ohne Schaden anzurichten. Der gesunde Säureschutzmantel auf der Kopfhaut hält den Pilz in Schach. Bei einer Talgüberproduktion gerät der Säureschutz freilich aus dem Gleichgewicht. Der Pilz vermehrt sich übermäßig und produziert Substanzen, die die Kopfhaut reizen. Die Folge sind ölige Kopfschuppen. Sie sind relativ groß, meist gelblich und fühlen sich klebrig an. Stress und hormonelle Umstellungen, beispielsweise in der Schwangerschaft oder Pubertät, aber auch kalte Temperaturen im Winter forzieren die Talgproduktion zusätzlich – weswegen der Pilz noch prächtiger gedeiht. Die Folge: Noch mehr Schuppen.
  • Zu häufiges heißes Föhnen, trockene Heizungsluft und wenig Sonnenlicht im Winter fördern hingegen die Entstehung trockener Schuppen. Diese sind klein, rieseln vom Kopf auf Kleidung und Polster. Noch mehr trockene Schuppen entstehen, wenn die Hautzellen zu schnell wachsen, sich teilen und absterben. Das passiert zum Beispiel bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder Allergien.
    Egal ob fettig oder trocken: Sind die Schuppen besonders hartnäckig und kommen Entzündungen der Kopfhaut hinzu, am besten zum Hautarzt gehen, um mögliche Krankheiten auszuschließen.
  • Anti-Schuppen-Shampoos
    Keine Angst: Bei Schuppen dürfen Sie Ihre Haare ruhig täglich waschen, um die abgelösten Schuppen regelmäßig zu entfernen. Bei trockenen Schuppen sollten Sie dazu ein normales, mildes Shampoo verwenden. Anti-Schuppen-Shampoos sind vor allem für fettige Schuppen geeignet. Sie enthalten Antipilzmittel oder keimabtötende Stoffe in niedriger Dosierung. Weitere Inhaltsstoffe, oftmals Pflanzenextrakte, beruhigen die Haut und mildern den Juckreiz. Die handelsüblichen Anti-Schuppen-Shampoos unterscheiden sich stark in ihrer Zusammensetzung. Probieren Sie aus, welches Haarwaschmittel am besten bei Ihnen wirkt.
  • Anti-Schuppen-Shampoos können Sie bis zu vier Wochen lang ohne Bedenken täglich verwenden und sie auch ruhig etwas länger auf dem Kopf lassen (ca. zwei Minuten) – so haben  die Inhaltsstoffe genügend Zeit einzuwirken. Nach zwei bis drei Wochen sollte es allmählich zu einer Verbesserung kommen. Danach reicht es aus, das Mittel einmal pro Woche anzuwenden, um Rückfälle zu vermeiden. Zwischendurch waschen Sie Ihr Haar am besten mit einem milden Shampoo. Nach einem halben Jahr sollten Sie wieder komplett auf ganz normale Shampoos umsteigen.
    Wenn all das nichts bringen sollte, kann der Hautarzt ein medizinisches Shampoo verschreiben. Bei extremer Schuppenbildung löst er die Schuppen mit einer salicylsäurehaltigen Haartinktur von der Kopfhaut. Gegen starke Entzündungen helfen kortisonhaltige Haartinkturen.
  • Und nach dem Waschen?
    Bei fettigen Schupfen können Sie zur Unterstützung der Shampoo-Wirkung zusätzlich Anti-Schuppen-Haarwasser oder -Tonic anwenden. Oder Sie probieren nach der Haarwäsche eine Anti-Schuppen-Haarkur aus. All diese Spezialprodukte wirken nicht nur gegen Schuppen, sondern bauen auch den Säureschutzmantel der Kopfhaut wieder auf.
    Wichtig: Da Anti-Schuppen-Shampoos trockenes, strapaziertes Haar oft noch ein wenig mehr austrocknen, sollten Sie für die Längen und Spitzen nach jedem Waschen eine herkömmliche Pflegespülung oder -kur benutzen.
  • Reize vermeiden
    Vermeiden Sie jegliche Reizung der Kopfhaut, sei es durch zu heißes Wasser beim Waschen, zu rabiates Rubbeln mit dem Handtuch, harte Bürsten oder zu heiße Föhnluft. Verzichten Sie in Schuppenzeiten möglichst auf Färben, Glätten oder Dauerwellen, da diese Prozeduren die Kopfhaut belasten.
  • Darf man Stylingprodukte verwenden?
    Auch bei Schuppen können Sie Stylingprodukte verwenden. Sie sollten allerdings darauf achten, dass sie möglichst wenig oder gar keinen Alkohol enthalten, da Alkohol die Kopfhaut austrocknet. Bevorzugen Sie am besten Produkte, die nicht mit der Kopfhaut in Berührung kommen müssen. Stylen Sie also lieber mit Haarspray als mit Gel oder Wachs.
  • Was der Friseur tun kann
    Mit einem guten Schnitt erleichtert er Ihnen die Haarpflege und das Frisieren, so dass Sie, solange Sie mit Schuppfen zu kämpfen haben, auch ohne Färben oder Dauerwelle auskommen. Bei hartnäckigen Schuppen haben Kurzhaarfrisuren entscheidende Vorteile: Haare waschen und trocknen geht schneller als bei langen Haaren.
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