Hintergründe und Fair Trade-Labels

Nachhaltige Hautpflege Warum Sie Fair Trade- und Bio-Kosmetik noch schöner machen

01.06.2015
© Women´s Health Dezember

Wer Kosmetik kauft, muss wissen: die Arbeitsbedingungen und Umweltverträglichkeit, unter denen die Inhaltsstoffe hergestellt werden, sind manchmal fragwürdig und eine zufriedenstellende Auszeichnung auf den Etiketten findet nicht statt

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Fair Trade Kosmetik: Mit Kosmetik die Welt retten?
Ein großer Schritt in Richtung Fair-Trade-Kosmetik: Auf fair gehandelte Inhaltsstoffe achten © ingret / Shutterstock.com
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Augenpflege, Gesichtspflege, Haarpflege

Noémie de Goÿs war jahrelang für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie UNICEF tätig. Vor 3 Jahren hat sie ihre eigene Stiftung gegründet und hilft Frauen mit der Fair-Trade-Kosmetikserie Nohèm (nohem.com).

Was hat Sie dazu bewegt, die Stiftung Amisse ins Leben zu rufen? Kann man mit dem Kauf spezieller Fair-Trade-Kosmetik die Welt ein kleines bisschen besser machen?
Es gibt nur wenige Organisationen, die sich darauf konzentrieren, Frauen so zu unterstützen, dass sie wirtschaftlich unabhängig werden können. Wir helfen ihnen durch Maßnahmen wie andere NGOs auch: Mikrokredite, Beratungen der Frauen für ihre Geschäftsideen und Rechte sowie Förderung der Schulausbildung für Mädchen. Aber eben nicht nur. Und das ist das Besondere.

Was genau macht denn den Unterschied aus?
Unsere Idee der Stiftung: Frauen teilen mit Frauen. Die aus wirtschaftlich schwachen Ländern können Produkte wie Sheabutter zu fairen Preisen verkaufen und diejenigen, die unsere Kosmetik kaufen, profitieren von der hohen Qualität. So entsteht eine Win-win-Situation, bei der Frauen ihre Beauty-Geheimnisse weltweit teilen können.

Wie genau funktioniert das?
Wir importieren zum Beispiel Sesamöl aus Indien oder Rhassoul-Tonerde aus Marokko und arbeiten dabei mit einem Labor zusammen, das sich auf Bio- und Fair-Trade-gehandelte Inhaltsstoffe spezialisiert hat. Aus den speziell von uns entwickelten Formeln entstehen dann die unterschiedlichen Beauty-Produkte.

Fair Trade Kosmtik-Labels


Labels, die entweder komplett oder teilweise Fair Trade-Produkte verkaufen. Bevor Sie also zugreifen und kaufen, schauen Sie sich also das Etikett an oder fragen Sie den Verkäufer vor Ort:

  • Wala
  • Dr. Hauschka
  • Santaverde
  • Aveda
  • Kiehl's
  • Primavera
  • Tautropfen
  • Lush - Fairtrade
  • Dr. Bronners - fair for life
  • Fair Squared ("Fairtrade")
  • Weleda

Haltbarkeit von Naturkosmetik


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Wie bleibt Biokosmetik frisch?

Naturkosmetik sollte nach dem Öffnen innerhalb von 6 bis 8 Monaten verbraucht werden

© Shutterstock

Naturkosmetik kommt bekanntlich ohne chemische Konservierungsstoffe aus. Aber bedeutet das auch, dass diese Produkte schneller schlecht werden als herkömmliche Cremes? Wie steht es mit der Haltbarkeit von Naturkosmetik? Ist Naturkosmetik am Ende weniger lange haltbar als konventielle Kosmetikprodukte? "Nein", sagt Sabine Käster von Lavera und erklärt, warum das so ist: Während der Herstellung wird Naturkosmetik die Luft entzogen, denn Sauerstoff ist der Nährboden für Hefe- und Schimmelpilze. Dazu wird mit Wirkstoffen gearbeitet, die natürlich konservierende Eigenschaften haben, so wie Vitamin C, Sheabutter oder ätherische Öle. Die meisten Produkte halten deshalb ungeöffnet länger als 30 Monate.

Außerdem spielt die Verpackung eine große Rolle. Generell gilt: Je kleiner die Öffnung, desto besser, weil so weniger Luft und Keime in das Produkt eindringen können. Außerdem kommen spezielle Dispenser zum Einsatz, die keine Luft in das Innere pumpen. Oft wird die Abfüllung auch so eingestellt, dass ein Ölpropfen zwischen Öffnung und Creme aufliegt, was Verunreinigungen verhindert.

Die Produkte sollten außerdem nicht zu warm gelagert und nach dem Öffnen innerhalb von 6 bis 8 Monaten verbraucht werden. Die Öffnung des Spenders am besten nicht mit dem Finger berühren und im Idealfall abwaschbare Spachtel verwenden."

Warnhinweise auf Kosmetika


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Warnhinweise auf Kosmetika?

Allergisch reagiert? Auf der Verpackung von Kosmetika müssen alle Inhaltsstoffe deklariert werden

© Shutterstock

Obwohl Kosmetika auch Chemikalien enthalten, findet man auf keiner Verpackung Piktogramme oder Hinweise zu Gefahren. Warum das so ist, erklärt Birgit Huber, stellvertretende Geschäftsführerin vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V.

Warum sind ausgerechnet Kosmetika von einer Warnhinweispflicht befreit?
Kosmetika sind keineswegs von der Warnhinweispflicht befreit. Während bei Chemikalien mit Piktogrammen gewarnt wird, sind es bei Kosmetika meist Sätze wie "nicht in die Augen bringen". Außerdem kommen die Stoffe nie hochprozentig vor. Beispielsweise ist Natronlauge in reiner Form stark ätzend, in Kosmetika kann aber bereits durch eine geringe Menge der pH-Wert eingestellt werden. Allein die Dosis bestimmt darüber, ob es ein Gift ist oder nicht.

Also kann es nicht zu Schäden kommen?
Natürlich nicht! Kosmetische Mittel sind definitiv sicher, wenn die Warnhinweise berücksichtigt werden. Seit Mitte Juli sind außerdem die Sicherheitsanforderungen nochmals erhöht worden.  

Und wenn Allergien bestehen?
Grundsätzlich kann man auf jeden Inhaltsstoff allergisch reagieren. Bei einer Reizung fragen Sie Ihren Hautarzt. Er kann testen, welchen Stoff Sie nicht vertragen. Da alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung deklariert werden müssen, können Sie selbst überprüfen, in welchen Produkten die allergieaus­lösende Substanz enthalten ist.


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