Die neuesten Methoden für gesunde, weiße Zähne

Bleachen & Kieferkorrektur 15 Tipps für schöne Zähne

18.11.2014 , Autor:Diana Helfrich
© Women's Health

Strahlend weiß und kerzengerade sollen unsere Zähne sein. Aber was heißt es, seine Zähne bleachen zu lassen und worauf sollte man bei der Wahl des Zahnarztes achten?

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Zähne bleachen: 15 Tipps für schöne Zähne
Wer seine Zähne bleachen möchte, kann zwischen 2 Varianten wählen; dem Home-Bleaching und dem In-Office-Bleaching © Shutterstock / Yuliya Yafimik
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Mit den Zähnen ist es ein bisschen wie mit Goldschmuck. Am Anfang blitzt er noch herrlich, doch im Laufe der Zeit machen sich Verfärbungen und Abnutzungserscheinungen breit. Dann muss ein Profi ran, beim Schmuck genauso wie bei Ihren Zähnen. Für die Beißerchen gibt es inzwischen einige dentale Verschönerungsverfahren wie Bleaching, professionelle Zahnreinigung und Zahnregulierung, die das Gebiss – und seine Besitzerin – wieder so richtig zum Strahlen bringen. Aber was bringt was? Und vor allem: Was hilft wirklich? Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Zähne bleachen & Co.

1. Wie läuft ein professionelles Bleaching ab?
Da gibt es zwei Möglichkeiten seine Zähne bleachen zu lassen. "Bei der einen Methode beginnt das Aufhellen der Zähne mit einem Abdruck, den der Zahnarzt macht. Denn das Wichtigste beim sogenannten Home-Bleaching ist eine perfekt passende Kunststoffschiene", sagt Dr. Wolfgang-M. Boer von der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde. Die Schiene füllen Sie selbst mit einem Bleichgel und tragen sie etwa 2 Wochen lang entweder am Abend oder über Nacht. Die zweite Variante ist das In-Office-Bleaching, welches vom Arzt oder von speziellen Dentalkosmetikstudios durchgeführt wird. Es funktioniert ohne Schiene, dafür arbeitet der Experte mit einem höher konzentrierten Gel, welches zirka 45 Minuten einwirkt. Für stärkere Verfärbungen eignet sich eine weitere Variante: das Laser-Bleaching. Bei diesem Verfahren wird das Gel durch Licht erhitzt, jeder Zahn wird zwischen 30 und 60 Sekunden mit dem Laser bestrahlt. Am Ende der Sitzung können die Beißerchen um mehrere Farbstufen heller sein. Der Weißmacher beim Bleachen heißt übrigens Wasserstoffperoxid (genau das, was auch in Blondierungen enthalten ist). Es befindet sich in den Gels, dringt in den Zahn ein und spaltet dort Sauerstoffradikale ab, die mit dem Zahnfarbstoff reagieren.

2. Schadet das Aufhellen den Zähnen, und kann auch etwas schiefgehen?
Bleaching wurde in den letzten Jahren wissenschaftlich oft untersucht, und das Ergebnis ist eindeutig: Sachgerecht durchgeführt, schadet es dem Gebiss nicht. "Bei der Behandlung selbst kann man nicht viel falsch machen", sagt Boer – beim Drumherum dagegen schon. Wichtig ist, dass der Arzt die Zähne vor dem Bleachen erst einmal perfekt reinigt und sicherstellt, dass das Zahnfleisch gesund ist. Nur dann kann die Behandlung durchgeführt werden. Einige Probleme können aber dennoch während und nach dem Bleachen vorkommen: Beim Auftragen des Gels kann es etwas zwiebeln, und nach der Behandlung können die Zähne ein paar Stunden, manchmal auch Tage empfindlicher auf Kaltes und Warmes reagieren.

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15 Tipps für schöne Zähne

3. Wie viel kostet ein professionelles Bleaching der Zähne ungefähr?
Das weiße Lächeln hat einen stolzen Preis. In der Regel müssen Sie allein für das Bleaching zwischen 300 und 700 Euro hinblättern. Aber das ist noch nicht alles. Denn wer glaubt, mit einmaligem Aufhellen sei's getan, der irrt: Die Zähne dunkeln mit der Zeit nach, sodass die Behandlung etwa alle 3 bis 5 Jahre wiederholt werden muss. Wer vor dem ersten Bleaching schon Kunststofffüllungen, Keramik­inlays oder
Kronen hat, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Denn die können nicht einfach mit aufgehellt werden, sondern müssen zumindest im sichtbaren Bereich ausgetauscht werden – und das kann richtig ins Geld gehen. Aber es lässt sich nicht vermeiden, schließlich soll der Anblick der neuen, strahlend weißen Beißer­chen ja nicht durch ein paar dunklere Exemplare getrübt werden.

4. Also dann doch lieber das günstige Bleaching aus dem Drogeriemarkt?
Das können Sie sich getrost sparen. Solche Produkte enthalten oft nur rund 5 Prozent Wasserstoffperoxid, und das ist viel zu wenig, um eine deutliche Aufhellung zu erzeugen. Zum Vergleich: Profis arbeiten mit bis zu 15-prozentigen Gels.

5. Bringen denn spezielle Weißmacher-Zahnpasten aus der Drogerie etwas?
Das tun sie im Prinzip schon, aber auf Dauer ist Vorsicht geboten! Denn diese Zahnpasten bleichen nicht nur, sondern schmirgeln oft auch oberflächliche Verfärbungen ab – und das kann auf Kosten des Zahnschmelzes gehen. Verwenden Sie diese Zahncremes also besser nicht dauernd, sondern lieber nur maximal einmal in der Woche.

6. Und was ist mit den guten alten Hausmitteln von Oma?
Großmutter in allen Ehren, aber wenn es ums Aufhellen der Zähne geht, heißt es: Finger weg! "Backpulver, Zigarrenasche, Zitronensaft, Natron und körniges Kochsalz greifen den Zahnschmelz massiv an", so Boer. Häufiger Effekt: gleiche Farbe wie vorher, dafür mehr Karies und insgesamt empfindlichere Zähne.

7. Braucht man eine professionelle Zahnreinigung wirklich?
Ja, denn für zu Hause gibt es nichts, das auch nur annähernd so effektiv ist. Der Vorteil einer professionellen Zahnreinigung ist ja gerade, dass sie Stellen reinigen kann, an die man mit der Zahnbürste einfach nicht herankommt. Also auch wenn die Behandlung mit 70 bis 120 Euro pro Sitzung ganz schön teuer ist: Lassen Sie die mindestens einmal, besser zweimal pro Jahr machen!

8. Sind Zahnseide, Interdentalbürsten und Konsorten wirklich notwendig?
Unbedingt! Die Zahnzwischenräume sollten Sie täglich reinigen, und
zwar entweder mit einer speziellen, kleinen Bürste oder mit Zahnseide. Beides gibt es in unzähligen Variationen. Als Faust­regel gilt: Am besten reinigt das Instrument, das gerade noch durch den Zwischenraum passt, ohne wehzutun. Welche genau die beste Variante für Sie ist, kann Ihnen Ihr Zahnarzt sagen. 

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Schöne weiße Zähne

Auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde finden Sie eine Suchmaschine mit Dentalspezialisten

© Shutterstock / Edyta Pawlowska

9. Kann sich das Gebiss tatsächlich im Laufe der Zeit noch verschieben?
Ja, durchaus. Meist hat es mit einer vorangegangenen Zahnfleisch­entzündung zu tun, wenn sich die oberen Zähne verschieben. Das
liegt daran, dass sie nach der so­genannten Parodontitis nicht mehr so fest im Knochen sitzen wie vorher. Auch die unteren Vorderzähne verschachteln sich oft wieder. Als Grund vermuten Experten postpubertäre Wachstumsveränderungen im Kiefer, bei der sich die Zahn­stellung auch dann noch verändert, wenn man aus dem typischen Zahnspangenalter raus ist. Wenn der Engstand noch nicht gravierend ist, können die Zähne per Zahn­regulierung in der Breite reduziert und dann mit einer Spange wieder gerade eingeordnet werden.

10. Wann sind Zahnspangen bei Erwachsenen sinnvoll?
Vor allem dann, wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig zusammen­passen und Probleme beim Kauen oder Abbeißen auftreten. Es ist
inzwischen aber auch nicht un­gewöhnlich, allein aus ästhetischen Gründen zum Kieferorthopäden zu gehen – perfekte Zähne sind heutzutage eben nicht nur hell, sondern auch gerade. "Sehr häufig geht es dabei aber zugleich um den Wunsch, die eigenen Zähne möglichst lange zu behalten", sagt Kieferorthopädin Professor Angelika Stellzig-Eisenhauer von der Uni­versitätszahnklinik Würzburg. Denn wenn das Gebiss perfekt steht, bleibt es auch länger gesund.

11. Was kostet eine Zahnregulierung, wie lange dauert sie – und tut sie weh?
Im Schnitt liegen die Kosten zwischen 1000 und 5000 Euro, je nach Aufwand. Was genau auf Sie zukommt, steht im sogenannten Heil- und Kostenplan, einem Kosten­voranschlag, der alle vereinbarten Punkte enthält. Sie sollten im Vorfeld mit dem Arzt auch genau besprechen, wie lange die Behandlung dauern wird, denn die mögliche Spanne ist enorm: Die Zähne wieder zu richten kann in einem Jahr getan sein, aber auch drei dauern. Richtig schmerzhaft ist die Zahnregulierung nicht, sie kann aber ein bisschen unangenehm sein. Gerade zu Beginn der Behandlung treten manchmal für ein, zwei Tage Spannungen oder leichtere Schmerzen auf. Angst haben muss man trotzdem nicht: "Die Materialen haben sich in den letzten 20 Jahren enorm weiterentwickelt, sodass die Kräfte, die auf die Zähne wirken, heute viel geringer sind", sagt Stellzig-Eisenhauer.

12. Gibt es auch Zahnspangen, die sich verstecken lassen?
Ja, die gibt es. Heutzutage muss niemand mehr mit sichtbaren
Drähten im Mund in der Konferenz oder beim Date erscheinen, denn
es besteht häufig die Möglichkeit, die Zahnspange auf den Innen­flächen der Zähne anzubringen. Das ist allerdings mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden und kostet dementsprechend mehr.   

13. Was kann man bei einer Lücke im Gebiss unternehmen?
Vor allem sollte man eins machen: zum Arzt gehen. Lücken müssen grundsätzlich geschlossen werden, entweder mit einem Implantat,
einer Brücke oder unter Umständen auch indem die benachbarten Zähne vom Kieferorthopäden zusammengezogen werden. Wer eine Lücke im Bereich der Vorderzähne hat, muss sich übrigens nicht unbedingt für die Luxusvariante Implantat entscheiden. "Den Übergang von Zahnfleisch zum künstlichen Zahn so hinzubekommen, dass er nicht auffällt, ist ganz hohe Zahnarztkunst. Da sieht eine Brücke tatsächlich oft besser aus", sagt Experte Boer.

14. Und wenn nur ein einzelner Zahn nicht mehr gut aussieht, was dann?
Wenn der Einzeltäter schief steht oder Flecken hat, kann er verschalt werden. Dabei wird die Zahnoberfläche abgeschliffen und anschließend eine dünne Keramikschicht, Veneer genannt, daraufgesetzt. Die Kosten belaufen sich auf 850 bis 1000 Euro pro Zahn. Noch relativ unbekannt – und mit rund 200 Euro wesentlich günstiger – ist das so­genannte Komposit-Veneering. Dabei modelliert der Zahnarzt die neue Oberfläche aus Kunststoff und härtet diesen mit UV-Licht aus. Bei einem Zahn, der nach einer Wurzelkanalbehandlung abgestorben und dunkel geworden ist, bringen Veneers jedoch nichts: Diese Zähne sind zu zerbrechlich und außerdem von innen dunkel – das würde durch die Keramikschicht durchschimmern. In diesem Fall helfen meist nur noch (Teil-)Kronen.

15. Wie findet man den richtigen Zahnarzt oder Kieferorthopäden?
Auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (dgaez.de) finden Sie eine Suchmaschine mit Dentalspezialisten. Ansonsten gibt es laut dem Experten Boer zwei sehr wichtige Anhaltspunkte, woran Sie einen guten Zahnarzt erkennen können. Erstens: Er nimmt sich Zeit für ein (Erst-)Gespräch. Und zweitens: Er benutzt bei der Arbeit eine Lupenbrille. Und wenn Sie einen Kieferorthopäden suchen, sollten Sie sich vom Zahnarzt
Ihres Vertrauens jemanden empfehlen lassen. Eins ist sicher: Ins Geld geht die Verschönerung der Zähne in jedem Fall. Also fan­gen Sie schon mal an zu sparen.

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