11 Ziele in 8 Wochen

Indoor-Cycling Christiane will ihre Ausdauer verbessern

09.12.2013 , Autor:Juliane Hemmerling
© Women's Health Januar/Februar

Ich fordere mein Herz-Kreislauf-System praktisch nie, dabei hat es das bitter nötig. Mit Indoor-Cycling strample ich zwar auf der Stelle, bringe mein Herz aber ganz weit voran

Christiane beim Indoor-Cycling
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Nun gehöre ich also zu denen, die am Rad drehen. Genau: Ich sitze in einem kleinen Raum voll surrender Bikes, radle zum lauten Beat der Musik und komme doch keinen Meter vorwärts.

Auf der Stelle treten
Früher war ich passionierte Mountainbikerin, liebte den Mix aus sportlicher Belastung und Naturerlebnis. Heute bleibt mein Bike oft ungenutzt, und ich frage mich: Klappt der Wieder­einstieg auf dem Stand-Bike, oder ist das Auf-der-Stelle-Strampeln nicht todlangweilig? Ist es nicht – nur anders. Gleich in der ersten Stunde bin ich positiv überrascht! Musik und Trainer powern mich über die Belastung, ich sehe mich eher in der Disco als beim Training. Und die Songs machen mir noch den restlichen Tag riesig Laune, vor allem wenn ich morgens trainiere. Was mich zudem erstaunt: Es ist unglaublich, wie stark ich schwitzen kann. Der Schweiß fließt in Strömen, viel stärker als beim Laufen, wo ich offensichtlich zu gern in der Komfortzone vor mich hin trotte. Das geht beim Indoor-Cycling nicht.

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Christiane will ihre Ausdauer verbessern

Indoor-Cycling ist das perfekte Training für eine starke Pumpe

© David Prior

"Noch einen Sprint! Dreht noch mehr Widerstand aufs Schwungrad! Aus dem Sattel! Widerstand halten! Ja, ihr könnt noch 30 Sekunden!", schreit Ins­tructor Julia Salehi. Sie ist gnadenlos – aber auch unfassbar motivierend. Die ersten Stunden sind echt anstrengend, ich beiße mich trotzdem durch. Meine Anfangsangst, ich könnte vollkommen erschöpft vom Rad kippen, ist unbegründet – man schnallt die Füße ja fest … Nein, im Ernst: Ich stecke die Belastung gut weg, der Muskelkater brennt nur mäßig. Nach wenigen Wochen hat sich schon so einiges verbessert: Ich schaffe es zunehmend, im Takt der Musik zu radeln – das ist Ziel, ein Haupt­moti­vator und Trainingsprinzip beim Indoor-Cycling. Außer­dem merke ich ganz deutlich, dass ich belast­barer werde und meine Energie gezielter einteilen kann. Dass mein Herz von diesem Training profitiert, ist sicher. Das beweist auch der Abschlusstest: Mein Herz rea­giert entspannter auf die Belastung, der Puls geht nicht sofort so hoch. Allerdings haben sich mein Gewicht und der Körperfett­anteil kaum verändert. Es fehlt zum ausgewogenen Training noch das Kraft­training, erklärt mir Julia. Mit Blick auf meinen Bauch muss ich ihr leider zustimmen. Aber immerhin sind Po und Beinmuskeln fester und muskulöser denn je.

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