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15.02.2012
, Autor:Juliane Hemmerling
© WomensHealth.de
Denkste! Der altbewährte Bauch-Beine-Po-Klassiker hat ausgedient – hier kommt die Po-Kick-Übung
Die Ergebnisse einer Studie des American Council on Excerise, einer Vereinigung von Fitnesstrainern, sind eindeutig: Der Po-Kick beansprucht den hinteren Oberschenkel um 55, den Pomuskel sogar um 79 Prozent stärker. Und so trainieren Sie: im Vierfüßlerstand auf den Boden, den rechten Fuß mit angewinkeltem Bein zur Decke strecken. In die Ausgangsposition zurückkommen, ohne das Bein abzusetzen. 12 Wiederholungen, dann Bein wechseln.
Stimmt so nicht ganz! „Ein Ganzkörper-Workout von 45 Minuten Länge kann ebenso viele Kalorien verbrennen wie ein moderates Ausdauertraining in derselben Zeit“, sagt Stephan Geisler, Dozent und Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Das Hantelnstemmen hat außerdem den Vorteil, dass Muskeln gezielter geformt werden als beim Cardio. Eine Studie der University of Southern Maine hat zudem gezeigt, dass Krafttraining einen nachhaltigen Stoffwechselkick auslöst: Bis zu 39 Stunden nach dem Sport konnten die US-Forscher positive Effekte auf den Stoffwechsel nachweisen.
Das Gegenteil ist von Vorteil: Je weniger Pausen sie machen, desto mehr bewegen sie sich – und jede Bewegung verbrennt Kalorien
„Ein Zirkeltraining, bei dem nur der Gerätewechsel als Pause dient, heizt den Energieumsatz so richtig an“, sagt Experte Stephan Geisler. Er empfiehlt das „Antagonisten-Training“: „Muskelpaare werden direkt nacheinander gefordert, etwa erst der Trizeps, dann der Bizeps. Nach 1 Minute Pause gleich den nächsten Durchgang starten.“
Geht auch anders: Halten Sie beim Krafttraining einfach in der Mitte der Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung kurz inne
„Die Muskeln bekommen dadurch einen ganz neuen Trainingsreiz“, erläutert Sportwissenschaftler Geisler. Bei einem Satz von 12 Wiederholungen werden Sie nur 16 bis 24 Sekunden länger brauchen. Sie intensivieren dadurch also Ihr Workout und beanspruchen Ihre Muskeln stärker, benötigen dazu aber kaum mehr Zeit.
Stimmt nur bedingt! Eiweiß ist für das Muskelwachstum zwar unerlässlich,
der Körper kann Proteine aber nicht endlos verwerten
„Täglich 0,8 Gramm Eiweiss pro Kilo Körpergewicht ist genug“, sagt die Sportmedizinerin Dr. Birgit Friedmann-Bette von der Uniklinik Heidelberg. „In der ersten Stunde nach dem Training werden Proteine besonders gut verarbeitet.“ Also greifen Sie im Anschluss an ihr Workout besser zu fettreduzierten Milchprodukten.
Blödsinn! Das meinen zumindest Forscher
aus Washington, die mehr als 2700 Hobbyläufer untersuchten
Das Team kommt zu dem überraschenden Schluss, dass Sportler, die sich vor dem Training dehnen, ein ebenso großes Risiko haben, sich eine Knie- oder Knöchelverletzung zuzuziehen, wie jene, die das Stretchen lassen. Experte Geisler ergänzt: „Stretching hat dennoch eine Reihe von Vorteilen: Es fördert die allgemeine Beweglichkeit, hilft dem Muskel, nach einem intensiven Training zu entspannen, und es beugt außerdem jeglichen Dysbalancen vor.“
Ein klares Jein! Die eigenen Bewegungen zu überprüfen ist bei Übungen wichtig, die ein gutes Gleichgewicht verlangen
Expertin Friedmann-Bette rät jedoch: „Um die Körperwahrnehmung immer weiter zu verbessern, schauen Sie mal bewusst nicht in den Spiegel – schließen Sie die Augen. Das aktiviert neuronale Bahnen zwischen Gehirn und Muskeln, die üblicherweise nicht genutzt werden. Sie zwingen Ihren Körper damit, ein besseres Balanceempfinden auszubilden.“
Vergessen Sie die Fettverbrennungszone!
„Ihr Körper verbrennt in jeder Minute eines Trainings Fett und Kohlenhydrate“, erklärt Sportwissenschaftler Geisler. Mit Dauer und Intensität der Belastung variiert zwar der proportionale Anteil. Geht es Ihnen aber allein um die Gewichtsabnahme, gilt der einfache Grundsatz: Verbrennen Sie mehr Kalorien, als Sie zu sich nehmen, und Sie werden ganz sicher Gewicht verlieren.
Das wäre übertrieben. „2- bis 3-mal in der Woche reicht“, sagt Friedmann-Bette
„Schwankungen von bis zu 2 Kilo sind durchaus normal. Schuld ist der Wasserverlust durch Schwitzen oder Veränderungen im Hormonhaushalt.“ Achten Sie bei ihrer Gewichtskontrolle auf gleiche Bedingungen wie etwa Tageszeit und Bekleidung.
Oh doch! Eine Pilates-Übung, der Teaser, stellt den Bauchklassiker in den Schatten
Wie eine Studie der Auburn University Montgomery im US-Bundesstaat Alabama beweist, ist er besonders wirksam für eine gestählte Körpermitte. Der Teaser trainiert die unteren Bauchmuskeln bis zu 39 Prozent effektiver. Dabei beansprucht er gleichzeitig auch die tieferen Muskelgruppen, die den Bauch letztlich flach aussehen lassen, sowie die seitlichen Bauchmuskeln, die Rettungsringe zum Schmelzen bringen.
Und so geht’s: Legen Sie sich flach auf den Rücken und heben Sie die Beine an, bis die Oberschenkel einen rechten Winkel zum Boden bilden. Beugen Sie die Knie ebenfalls im 90-Grad-Winkel. Strecken Sie die Hände zur Decke, heben Sie den Oberkörper gerade an und strecken Sie die Beine aus, bis Ihr Körper ein V bildet. Halten Sie diese Position einige Sekunden und rollen Sie dann den Oberkörper ab, die Beine bleiben dabei in der Luft. 8 bis 10 Wiederholungen.
Fitness-Regeln auf dem Prüfstand