11 Ziele in 8 Wochen

Mehr Energie Juliane testet Deepwork

09.12.2013 , Autor:Juliane Hemmerling
© Women's Health Januar/Februar

Fitness-Studios sind mein zweites Zuhause, jegliches Workout-Konzept ist mir bestens vertraut – bis auf eins: Deepwork. Genau das aber verspricht mir einen spannenden Effekt

Fitness-Redakteurin Juliane probiert sich im Deepwork-Kurs
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Tiefenarbeit – das ist die Übersetzung von Deepwork. Dass meine tief liegende Muskulatur gekräftigt und mein Rumpf gestärkt wird, leuchtet mir sofort ein. Aber das ist noch lange nicht alles: Deepwork folgt den Prinzipien von Yin und Yang, es soll meinen Körper in Einklang bringen, meine Energie erschöpfen und so neue liefern. Wie genau? Ich lasse mich überraschen.

Phasenweise an die Grenzen gehen
"Jede Stunde ist in 7 Trainingsphasen unterteilt. Sie beginnt immer langsam und endet ruhig", erklärt Trainerin Ebony Rose Johnson. Im Fersensitz hocke ich barfuß auf meiner Matte, und los geht's mit sanften Bewegungen zu ruhiger Musik, meine Wirbelsäule wird so mobilisiert. Die Atmung folgt im Be- und Entlastungsrhythmus, was nicht immer auf Anhieb klappt. Und so entspannt bleibt es auch nicht lange, auch die Musik nimmt Tempo auf: Phase 3 verlangt 2 Minuten Bergsteiger. Mein Herz-Kreislauf-System wird damit auf Trab gebracht – das braucht dafür aber keine 2 Minuten, schon nach der Hälfte wird’s hart. Da hilft nur: Kopf ausschalten und durchbeißen. Ich sehne das Ende herbei – und werde prompt mit weiteren 30 Sekunden im Stütz überrascht.

Vergrößerte Ansicht
Juliane testet Deepwork

Erschöpft, aber trotzdem stark und rundum zufrieden fühlte sich Juliane nach jeder Trainigseinheit

© David Prior

Anders schwitzen
Der Schweiß fließt, dabei geht es jetzt erst richtig los: In den Schwungphasen werden die Schwünge und die Sprünge zum superanstrengenden Kardiotraining kombiniert. Hinzu kommen
Bewegungsabläufe, die ich noch nie gemacht habe! Sprünge, Drehungen, angedeutete Kampfkunstelemente – bei Ebony sieht alles so perfekt aus. Meine Bewegungen fühlen sich dagegen eher unrund an. Das bleibt auch 6 Kursstunden lang so: Koordinativer und konditioneller Anspruch brauchen einfach Gewöhnungszeit. Aber Ebony gibt mir einen guten Tipp, durch den es tatsächlich gleich besser klappt: "Schau nicht in den Spiegel. Bleib ganz bei dir selbst." Trainerin Ebony baut alle Übungen langsam auf, so kann jeder Teilnehmer das eigene Level bestimmen. Das höchste Level ist mein Anspruch an mich selbst, und das bis zum Ende durchzuhalten wird tatsächlich von Mal zu Mal machbarer. Es ist ver­rückt: Deepwork ist viel athletischer und anstrengender, als ich dachte. Meine Energie und ich sind am Ende zwar erschöpft, aber trotzdem fühle ich mich stark und rundum zufrieden. Und dieses Gefühl brauchte keine Gewöhnungszeit – das gab's ab der ersten Stunde und wurde von Mal zu Mal intensiver.

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