Sprint-Star Verena Sailer So verbessern Sie Ihr Körpergefühl

11.06.2012 , Autor:Martina Steinbach
© WomensHealth.de

Selbstbewusst und optimistisch. Die schnellste Frau Europas erklärt, wie auch Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen 

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Verena Sailer: Verena Sailer: Die schnellste Frau Europas erklärt, wie auch Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen
Verena Sailer: selbstbewusst und optimistisch © Rasmus Kaessmann
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Superkraft 5: Optimismus
Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, läuft für Verena nicht immer alles goldig. So musste sie beispielsweise in der Wettkampfsaison 2011 komplett aussetzen, weil ihr eine gereizte Achillessehne einen Strich durch die Renn-Rechnung machte. Wie es sich für eine echte Superheldin gehört, sieht die 26-Jährige aber auch darin etwas Positives: „Wahrscheinlich hat mein Körper die Auszeit gebraucht, um sich richtig zu regenerieren. Außerdem konnte ich die Zeit nutzen, um mein Studium voranzutreiben.“ Und sie hat etwas ganz Wichtiges zu schätzen gelernt: Das Gefühl, wieder ohne Schmerzen trainieren zu können, ist einfach wunderbar. Und wichtig. Denn Verena hat ein großes Ziel vor Augen: die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London diesen Sommer.

Und um die nicht zu gefährden, sagt die Profisportlerin auch schon mal ein Fotoshooting im Freien ab, wenn es ihr zu kalt ist. „Für mich ist es das Allerwichtigste, gesund zu bleiben. Jede Erkältung bedeutet nämlich eine Woche Trainingsausfall, und das kann ich mir absolut nicht leisten.“ Schließlich stehen vor den Olympischen Spielen auch noch Deutsche und Europäische Meisterschaften auf dem Plan. Verena ist also das beste Beispiel dafür, dass sich die meisten Nieder­lagen im Nachhinein doch noch als Sieg entpuppen. Denken Sie daran, wenn Sie in einem Tal stecken, und verlieren Sie Ihren Optimismus nicht. Es geht immer wieder bergauf!

Superkraft 6: Selbstbewusstsein
Nur ein BH-großes Top und eine Art Bikinihöschen, mehr trägt Verena nicht, wenn die Augen der ganzen Welt beim Wettkampf auf sie gerichtet sind. „Wäre ich die Einzige, die in so einem Outfit rumläuft, wäre es mir vielleicht unangenehm. Aber so ist es ganz normal“, sagt sie. Sicherlich hilft es auch, dass Verena sich in ihrem Körper wohlfühlt. Das schreibt sie dem Sport zu. „Wenn sich die Muskeln anspannen, fühlt sich das einfach gut an.“ Dieses Feeling können Sie auch haben. Denn schon ein bisschen Bewegung reicht aus, um das Körpergefühl in kurzer Zeit deutlich zu verbessern. Probieren Sie es doch mal mit unserem Workout (siehe weiter unten auf der Seite), und Sie werden sehen: Es klappt wirklich!

Superkraft 7: Anti-Perfektionismus
Über die Frage, ob Verena viel Zeit für ihr Aussehen verwendet, lacht sie. Ob man gesehen hätte, wie sie zum Training kam? Nun ja, die grob zu einem Dutt zusammengebundenen Haare und das nicht vorhandene Make-up sagen in der Tat einiges. Aber sie trägt matten Nagellack, und zum Wettkampf mache sie schon etwas. Wasserfeste Wimperntusche auftragen etwa. Und das ist auch ganz praktisch. Schließlich kullerte nach dem EM-Zieleinlauf in Barcelona die eine oder andere Träne. Vor Freude natürlich.

Ob sie neben ihrer Süßigkeitenvorliebe weitere Schwächen hat, fragt man am besten ihren Trainer. Schließlich kennen sich die beiden seit 12 Jahren. „Sie ist typisch Frau“, so Bauer. „Wenn ich Kleinigkeiten verbessern will, fragt sie, ob sie so schlecht sei. Sage ich nichts, fragt sie, ob nichts zu verbessern sei.“ Schwäche zeigen zu können ist eben eine Stärke. Auch Sie sollten es sich ruhig erlauben, nicht immer perfekt zu sein. Überhöhten Ansprüchen entsprechen zu wollen kostet unnötig Energie. Und die würde eine Superheldin wie Verena nie einfach so verschwenden. 

Hier geht's zum Video-Interview mit Verena Sailer.

Mit 11 Übungen in Rekordzeit zur Bestform

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1 / 11 | Übung 1: Warm-up für den „Kick im Fuss“

Übung 1: Warm-up für den „Kick im Fuss“

2 Sätze à 30 Sekunden, beim 2. Satz dabei nach rechts springen


A Hüftbreiter Stand, Hände in die Hüfte stützen. Mit beiden Füßen vom Boden abdrücken und senkrecht nach oben springen. In der Luft die Zehen zueinanderdrehen.

B Auf beiden Füßen landen, die Zehen zeigen weiterhin zueinander. Aus dieser Position heraus sofort wieder vom Boden abdrücken und jetzt die Fersen zueinanderdrehen. In V-Haltung landen und ohne Pause erneut hochspringen.

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2 / 11 | Übung 2: Standwaage

Übung 2: Standwaage

2 Sätze à 12 Wiederholungen je Seite


A Im Stand rechtes Knie auf Hüfthöhe anheben. Fäuste vor den Schultern halten.

B Rechtes Bein nach hinten ausstrecken und den Oberkörper vorbeugen. Arme seitlich ausstrecken. Zurück in die Ausgangsposition, ohne den Fuß abzusetzen.

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3 / 11 | Übung 3: Ausfallschritt

Übung 3: Ausfallschritt

12 Wiederholungen je Seite


A Hüftbreiter Stand, Hände in die Hüfte stützen. Mit rechts einen großen Schritt nach vorn gehen, beide Beine stark beugen.

B Zurück in den Stand, sofort einen großen Schritt nach rechts setzen. Rechtes Bein beugen, linkes strecken.

C Zurück in den Stand. Mit rechts einen Schritt nach hinten gehen, Beine stark beugen.

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4 / 11 | Übung 4: Rumpfbeuge mit Medizinball

Übung 4: Rumpfbeuge mit Medizinball

2 Sätze à 12 bis 15 Wiederholungen je Seite


A Schulterbreiter Stand, die Zehen zeigen leicht nach außen. Einen 3-Kilo-Medizinball (oder eine Wassermelone) mit beiden Händen zusammendrücken und dabei die Arme über dem Kopf ausstrecken. 

B Jetzt den Oberkörper so weit wie möglich nach links beugen. Dabei nicht nach vorn oder hinten kippen, die Hüfte bleibt fest! Wieder aufrichten und nach rechts beugen.

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5 / 11 | Übung 5: Wechselndes Beinstrecken

Übung 5: Wechselndes Beinstrecken

2 Sätze à 10 bis 12 Wiederholungen je Seite


Rückenlage, Arme liegen neben dem Körper, der Kopf ist angehoben. Beide Beine im 90-Grad-Winkel in der Luft halten, dann das rechte Bein ausstrecken und wieder anwinkeln.

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6 / 11 | Übung 6: Russian Twist

Übung 6: Russian Twist

2 Sätze à 12 bis 15 Wiederholungen je Seite


A Hinsetzen, Fersen leicht angewinkelt aufstellen. Mit den Händen einen 3-Kilo-Medizinball (oder eine Wassermelone) auf Bauchhöhe zusammendrücken. Oberkörper etwas zurücklehnen, der Rücken bleibt gerade.

B Bauch fest anspannen, den Ball auf die rechte Seite führen und kurz über dem Boden halten. Hüfte und Oberkörper sind fest. Zurück zur Mitte.

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7 / 11 | Übung 7: Angezogener Seitstütz

Übung 7: Angezogener Seitstütz

2 Sätze à 10 bis 12 Wiederholungen je Seite


A Auf die linke Seite legen, den linken Unterarm aufstützen und den Oberkörper leicht anheben. Rechte Hand an die Hüfte legen, die gestreckten Beine an­heben und knapp über dem Boden in der Luft halten.

B Beide Knie in Richtung Brust ziehen. Dabei die Hüfte nicht nach vorn oder hinten kippen lassen. Beine wieder ausstrecken, nicht ablegen.

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8 / 11 | Übung 8: Scheibenwischer

Übung 8: Scheibenwischer

2 Sätze à 12 bis 15 Wiederholungen je Seite


A Auf den Rücken legen. Arme auf Schulterhöhe seitlich ausgestreckt ablegen. Beide Beine im 90-Grad-Winkel in der Luft halten. Zehen anziehen. Den Kopf anheben, der Blick geht zu den Knien.

B Beine zusammendrücken und auf die rechte Seite führen, nicht ablegen. Die linke Schulter bleibt dabei am Boden. Kurz halten, zurück in die Ausgangsposition kommen.

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9 / 11 | Übung 9: Delphin

Übung 9: Delphin

Ablauf ab Position B 12-mal mit fließenden Bewegungen wiederholen


A Mit geradem Oberkörper hinknien, Arme hängen neben dem Körper.

B Beide Arme wie beim Delphinschwimmen über die Seite neben den Kopf führen. Dabei den Rücken runden, den Bauch einziehen und den Po leicht absenken. Der Blick geht Richtung Beine.

C Arme gestreckt nach hinten führen, als wenn sie durchs Wasser geschoben werden, die Handflächen zeigen nach oben. Dabei Po und Oberkörper noch weiter absenken, der Blick geht zu den Knien.

D Rücken strecken, Kopf aufrichten, der Blick ist nach vorn gerichtet. Die Daumen nach außen drehen. Nun den Oberkörper wieder aufrichten und die gestreckten Arme über die Seite erneut neben den Kopf führen. Den Rücken runden, bis Position b erreicht ist.

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10 / 11 | Übung 10: Unterarmstütz-Variante

Übung 10: Unterarmstütz-Variante

Ablauf 12-mal zügig wiederholen


A Bauchlage. Unterarme aufstellen, sodass die Ellenbogen direkt unter den Schultern sind. Der Blick geht zum Boden. Zehen ebenfalls aufstellen, Beine anheben und Körper unter Spannung in einer Linie halten.

B Gewicht auf den linken Unterarm ver­lagern. Die rechte Hand aufstützen, den Arm strecken. Mit dem linken Arm wiederholen, bis eine Liegestützposition erreicht ist. Dann erst den rechten, im Anschluss direkt den linken Unterarm wieder ablegen. Der Körper bleibt stets unter Spannung.

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11 / 11 | Übung 11: Scherenschwung

Übung 11: Scherenschwung

Ablauf 10- bis 12-mal zügig wiederholen


Rückenlage. Hände hinter dem Kopf verschränken, Ellenbogen zeigen nach außen. Kopf anheben. Beine ausstrecken und an­heben, Fersen anziehen. Linke Ferse über die rechten Zehen führen. Danach ohne abzulegen die rechte Ferse über die linken Zehen führen.

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