Warum Fett wichtig und sogar gesund für uns ist

Fett setzt Glückshormone frei Fett macht glücklich

23.01.2015 , Autor:Karoline Gehrke & Louisa Kopf
© Women's Health November

Ob fettige Kartoffelchips oder knuspriges Croissant: Fett macht uns glücklich. Aber warum ist das so? Unsere Experten klären das fette Geheimnis

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Fett macht glücklich: Chips sind fettig und gesund – aber ein echter Happy-Maker
Fettreiche Speisen wie Chips wecken in uns ein Glücksgefühl © Shutterstock / Ariwasabi
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Gesund kochen, Gesunde Ernährung

Fett setzt Glückshormon frei
Ob Eiscreme oder Chips bevorzugt werden, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von unseren Vorlieben für Süßes oder Salziges ab. Dennoch wecken in der Regel energiereiche Speisen die Glücksgefühle. Denn Wohlschmeckendes, Fettiges und Zuckerhaltiges stimulieren das mesolimbische System. Dies sitzt im Vorderhirn direkt hinter der Stirn und wird auch Belohnungssystem genannt. Essen wir fettige Speisen, wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet, ein Botenstoff, der zu Recht auch als Glückshormon bezeichnet wird, da er Glück, Freude und Zuversicht verstärkt. Und wie in vielen Bereichen, die unseren Körper und unser Verhalten betreffen, kann auch hier die Evolution eine Er­klärung liefern.

Fett in der DNA
Seit Urzeiten benötigte der Mensch zum Überleben hochkalorische Lebensmittel. Der Supermarkt gehört heute für uns zum Alltag. Vor Jahrtausenden war die Nahrungsbeschaffung jedoch eine kräftezehrende Aufgabe – es gab nur Wald, Feld und Wasser. Umso besser war es, wenn ­Essen gefunden wurde, das energie-, fett- oder zuckerreich war. Genetisch ist der menschliche Körper sozusagen darauf programmiert, Weichkäse und Chips dem Magerquark und Sellerie vorzuziehen. Wir mögen also nicht nur Fettiges, sondern auch den Do­paminkick, der damit verbunden ist. Genießer sind deshalb oft die glück­licheren Menschen, weil sie ihr Belohnungs­zentrum öfter anregen. „Des­wegen sollten wir uns nicht immer alles ver­bieten, sondern unseren Ge­lüsten ab und zu nach­geben“, sagt Gonder.

Also ran an den Speck und alles in uns hineinstopfen? Nein, denn zu große Mengen scheinen das Belohnungssystem wiederum zu beeinträchtigen. Wenn immer nur Fettreiches gegessen wird, wird die Ausschüttung des Hormons verringert. Man muss dann noch mehr Fett zu sich nehmen, um den gleichen Effekt zu haben und genauso zufrieden zu sein. Das heißt: Gönnen Sie sich öfter griechischen Sahnejoghurt, oder verfeinern Sie Ihr Gemüse mit Olivenöl. Dann sind Sie glücklicher als Ihre Freundin, die jeden Tag staubiges Knäckebrot mit einer hauchdünnen Schicht Magerquark knabbert. Greifen Sie jedoch morgens, mittags und abends maßlos zu Fettigem, wird Ihnen schlecht und der Po rund.

Fett fühlt sich gut an
Was Fett ausmacht, ist aber mehr als nur der Geschmack. Die Besonderheit ist der sensorische Gesamteindruck, der sich aus Geschmack, Geruch, Temperatur, Aussehen und Berührung ergibt. Ein gutes Stück Schokolade zerschmilzt langsam auf der Zunge. Nussbutter wird erst durch seine klebrig-weiche Konsistenz richtig gut, und seidige, schwere Soßen schmecken besser als wässrige. Für Test­esser, die besonders gut riechen und schmecken können, ist der leckerste Joghurt daher der, der cremig und dickflüssig ist, selbst wenn er vom Geschmack her eher eine etwas saure Note trägt. Ebenso werden die knusprigsten Chips am positivsten bewertet. Denn Fett löst durch seine Eigenschaften ein besonderes Mundgefühl aus. Vom ersten Gaumen­kontakt über das Geräusch beim Kauen bis hin zum Schlucken und zum Nachgeschmack wird so eine psychologische Wirkung ausgelöst.

Fett gegen Stress
Instinktiv löffeln wir deshalb cremige Speisen wie Eis oder Pudding, wenn uns langweilig ist oder wir uns trösten ­wollen. Fühlen wir uns gestresst oder aggressiv, wollen wir, dass es laut kracht und knirscht. Also landen Chips oder geröstete Erdnüsse in unserem Einkaufswagen. Das Kauen hilft uns zu entspannen, weil wir bei Stress unbewusst den Kiefer anspannen. Aber Vorsicht, dieses Verhalten ist ab und an normal, darf allerdings nicht zum ­Automatismus werden! Wenn die Verknüpfung von Essen und einer Gefühlslage zu stark wird, laufen Sie Gefahr, eine „emotionale Esserin“ zu werden, die mit Völlerei versucht, negative Gefühle zu unterdrücken. „Damit das nicht überhand nehmen kann, ­beobachten Sie eine Zeit lang Ihr Verhalten. Sie werden erstaunt sein, wie oft die scheinbar wahllose Entscheidung für einen Snack oder eine Mahlzeit mit Ihrer Gefühlslage zusammenhängt“, erklärt Gonder.

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