Unsere Heldinnen der Waage

Minus 26 Kilo Weniger ist stark

17.12.2015 , Autor:Stefanie Arndt
© Women's Health Januar/Februar

Wer unsere Leserin Anna heute sieht, kann kaum glauben, dass sie früher schüchtern und mollig war. Bis ihr ein fettes Minus auf der Waage ein dickes Plus an Selbstbewusstsein verschaffte

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abnehmen vorher nachher Bilder: Anna hat 26 Kilo abgenommen: vorher wog sie 87 Kilo und nachher 61 Kilo
Physikstudentin Anna (19 Jahre; 1,60 m) hat 26 Kilo abgenommen: vorher wog sie 87 Kilo und nachher 61 Kilo © privat; Dieter Schwer
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Abnehmen

Traurigkeit lässt sich nicht wegessen. Doch genau das versuchte Anna nach dem Tod ihres Vaters und tröstete sich mit Süßigkeiten. „Ich war schon vorher kräftig, aber ab da explodierte mein Gewicht.“ Das Ergebnis: 87 Kilo bei einer Körpergröße von 1,60 Metern und Klamotten in Kleidergröße 44/46. Dann schmiedete Anna einen 4-Punkte-Plan, mit dem sie innerhalb von 8 Monaten 26 Kilo abnahm.

Punkt 1: Angebote annehmen
Eigentlich war es eine einzige Frage, die Annas Leben veränderte. „Wer hat Lust, immer montags ein extra Lauftraining einzulegen?“ Schweigen. „Nur eine Freundin und ich nahmen das Angebot unseres neuen Hockey-Trainers an“, erinnert sie sich. „Bis dahin hatte ich mich trotz meiner Pfunde für sportlich ge­halten. Beim Laufen hielt ich jedoch keine 5 Minuten durch.“ Statt frustriert abzubrechen, legte Anna noch eine Schippe drauf und lief auch an fast allen anderen Wochentagen. Erst kurz und langsam, dann immer länger und schneller. „Das Laufen tat vor allem meiner Seele gut. Ich verarbeitete endlich den Verlust meines Papas.“ Und auch die ersten Pfunde blieben auf der Strecke.

Punkt 2: Ernährung überdenken
Anna nahm ihr Essverhalten genauer unter die Lupe und fand jede Menge Verän­derungspotenzial. Statt der üblichen Cornflakes zum Frühstück setzte sie Vollkornbrot mit magerem Aufschnitt und Gemüse auf den Plan. Vor allem aber beim Mittagessen drehte sie an den Stellschrauben: „Früher habe ich in der Regel 2-mal gegessen. Erst ein belegtes Brötchen und Kuchen vom Schulkiosk. Später noch deftige Hausmannskost von Mama.“ Nun gab’s mittags nur noch eine Suppe und abends nichts. Ein Fehler, den sie schnell bereute, denn die Radikaldiät blieb nicht ohne Folgen: „Ich fühlte mich kraftlos, konnte mich kaum noch konzentrieren.“ Also ersetzte Anna die Suppe durch Salate mit Putenbrust oder Ofen­gemüse mit Süßkartoffeln. Und am Abend aß sie noch eine Scheibe belegtes Vollkornbrot. „Diese gesunde Ernährung tat mir gut, und durch meinen Sport nahm ich trotzdem ab.“  

Punkt 3: Hunger austricksen
Überkam sie doch mal der Heißhunger, hatte Anna eine einfache Lösung: „Ich ging sofort nach draußen, einfach schnell weg vom Kühlschrank.“ Von diesem Trick hatte sie gehört, und er ist sogar wissenschaftlich belegt: Laut einer Studie der englischen University of Exeter reduziert ein 15-minütiger Spaziergang an der frischen Luft die Lust auf Essen um 50 Prozent.

Punkt 4: Erfolge genießen
Am Ende zeigte die Waage nur noch 61 Kilo an. „Gemeinsam mit meiner Mama kleidete ich mich komplett neu ein – in Größe 36/38! Heute trage ich auch enge Sachen und hohe Schuhe, das hätte ich mich vorher nie getraut“, erzählt Anna. „Ich fühle mich super in meinem Körper. Aber noch mehr freue ich mich über mein neues Selbstbewusstsein!“

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