Unsere Heldinnen der Waage

Minus 40 Kilo Abnehmen mit leckerem Biskuit-Rollen-Rezept

07.07.2016 , Autor:Stephanie Arndt
© Women's Health Juli/August

Am Ende hat alles Schlechte immer auch sein Gutes: Ausgerechnet eine schmerzhafte Beleidigung war für unsere Leserin Nina der Auslöser dafür, dass sie 40 Kilo abnahm und heute superhappy mit ihrem Body ist

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schnell abnehmen: Nina hat 40 Kilo abgenommen
Nina (26 Jahre; 1,62 m) nahm 40 Kilo ab: vorher wog sie 103 Kilo und nachher 63 Kilo © privat; Gaby Ahnert, Jo Kirchherr
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Abnehmen

Das Silvester-Büfett im Res­taurant sah köstlich aus, und Nina griff ordentlich zu. Doch mit einem Mal verging ihr der Appetit. „Als ich mit meinem vollen Teller an einem Paar vorbeiging, sagte der Mann zu seiner Frau ‚Bei der Figur wäre die Salatbar die bessere Wahl gewesen‘ “, erinnert sich die 26-Jährige. „Er wollte offenbar, dass ich das höre, denn er hat nicht mal leise gesprochen. Klar, der Abend war für mich gelaufen, ich war deprimiert und schämte mich plötzlich für meine Figur. Denn obwohl ich bei einer Größe von 1,62 Metern 103 Kilo wog, hatte ich bis zu diesem Moment gar nicht das Gefühl, so extrem übergewichtig zu sein. Heute könnte ich den Mann aus Dankbarkeit knutschen, denn wegen seiner Taktlosigkeit trage ich jetzt statt Kleidergröße 48 nur noch 36 und fühle mich endlich wohl in meinem Körper.“ Wie Nina die Kilos knackte? Indem sie umdachte:
Realität statt Träumerei
Sofort am nächsten Tag, dem 1. Januar 2014, begann die Studentin mit dem Abnehmprogramm und überprüfte ihr Ernährungsverhalten. „Rückblickend war das eine Katastrophe“, sagt sie heute. „Morgens aß ich Nutellabrötchen, mittags eine XXL-Portion Nudeln, am Abend schob ich eine Fertigpizza in den Ofen, und zwischendurch naschte ich ständig Schokolade und Gummibärchen. Ich aß quasi nur Kohlenhydrate, hatte nie ein Sättigungsgefühl, dafür aber ständig Appetit.“ Der Grund: Kurzkettige Kohlenhydrate wie sie in Weißbrot, Nudeln und Reis stecken, führen zu einer Berg-und-Tal-Fahrt des Blutzuckerspiegels. Die Folge: Heißhungerattacken ohne Ende.
Bauch statt Kopf
Trotzdem wollte Nina nicht komplett auf ihre geliebte Pasta verzichten. „Ich hatte vorher schon alle möglichen Diäten ausprobiert. Doch ausschließlich auf Low-Carb umzustellen oder mir alles zu verbieten, funktioniert für mich nicht. Denn inzwischen wusste ich: Abnehmen geht nicht nur mit Vernunft, die Methode muss auch zu einem persönlich passen.“ Nina entschied sich fürs klassische Kalorienzählen mithilfe einer App. Brot und Nudeln aß sie weiterhin, aber nur noch in der gesünderen Vollkornvariante und nicht mehr so viel wie früher. Dafür wuchs der Anteil an ballaststoffreichem Gemüse auf dem Teller permanent. Statt Cola und Fruchtsäften trank Nina nur noch Wasser, und sie verzichtete auf Zwischenmahlzeiten, damit ihr Körper in den Pausenzeiten an die Fettreserven gehen konnte. 
Marathon statt Sprint
Auch in Ninas Kopf legte sich ein Schalter um: „Früher hatte ich unrealistische Ziele und wollte in kürzester Zeit extrem viel abnehmen. Dafür hungerte ich oder ernährte mich einseitig und scheiterte letztlich an mir selbst.“ Dieses Mal stellte sie sich bewusst auf eine längere Abnehmphase ein und plante, sich auch danach gesünder zu ernähren, um den (ihr leider bestens bekannten) Jo-Jo-­Effekt zu vermeiden. „Ich sagte mir, lieber kneif ich jetzt 1 oder 2 Jahre den Hintern zusammen, als dass ich mein ganzes Leben unglücklich mit meiner Figur bin. Diese Einstellung half mir auch bei Motivationstiefs. Ich hielt mir immer vor Augen, was ich verliere, wenn ich wieder in meine alten Muster zurückfalle.“ 
Routine statt Schlendrian
Parallel zu ihrer Ernährungsumstellung trieb Nina in den ersten 2 Monaten jeden Tag 30 bis 60 Minuten Sport. „Ich brauchte diese Initialzündung und trainierte mithilfe von Fitness-DVDs vor dem Fernseher. Anfangs war es der Horror: Meine Beine, meine Gelenke – alles tat weh. Doch ich spürte auch schnell die Erfolge“, erinnert sie sich. „Ein weiterer posi­tiver Effekt war, dass der Sport irgendwann Teil meines Alltags wurde und ich mich gar nicht mehr überwinden musste.“ Bis heute geht Nina fast jeden Tag ins Fitness-Studio: „Sport ist mittlerweile kein Pflicht­programm mehr, sondern ein schönes Hobby.“ 
Abwechslung statt Stillstand
Innerhalb von 2 Jahren verlor die Bremerin so 40 Kilo. Ihrer Haut sieht man den großen Gewichtsverlust nicht an, weil sich Nina mit dem Abnehmen Zeit ließ und viel Sport machte. Und wie geht’s jetzt weiter? „Heute zähl ich keine Kalorien mehr. Ziel ist es, mit Spaß am Ball zu bleiben“, so Nina. Und dazu gehört auch, mal fünfe gerade sein zu lassen: „Beim Essen will ich mich nach wie vor nicht geißeln. Ich liebe zum Beispiel meine selbst gebackene Biskuitrolle und gönne mir auch hin und wieder kleine Sünden.“ Gute Taktik! 

Ninas Lieblings-Rezept: Protein-Biskuit-Rolle
Zutaten
2 Eier
100 ml Milch
30 g Proteinpulver nach Wahl (WICHTIG: Es muss ein Proteinpulver mit Casein sein, da der Teig ansonsten nicht fest wird)
1 TL Backpulver
1 EL Xucker light
125 g Magerquark
1 Handvoll Erdbeeren
Zubereitung
Eigelb vom Eiweiß trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit den übrigen Zutaten (außer den Erdbeeren und dem Quark) verrühren, bis eine dicke klebrige Masse entsteht. Nun den Eischnee unterheben und den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verstreichen und ihn für 10 Mi­nuten bei 180 Grad in den Ofen schieben. In der Zwischenzeit die Erdbeeren pürieren und mit dem Magerquark vermischen. Wenn die Biskuitrolle goldbraun ist, kann sie aus dem Ofen und sollte noch etwas abkühlen. Dann vom Backpapier lösen und umdrehen. Die Rück­seite mit der Magerquark-Erdbeer-­Mischung bestreichen und zusammenrollen.

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