Unsere Heldinnen der Waage

Minus 48 Kilo Lauflust statt Liebesfrust

20.09.2016 , Autor:Stephanie Arndt
© Women's Health September

Als ihre Beziehung in die Brüche ging, kündigte Michelle auch ihrem Übergewicht die Freundschaft. Eine gute Entscheidung, denn heute ist sie wieder glücklich – und schlanker als je zuvor

Vergrößerte Ansicht
abnehmen vorher nachher: Michelle hat fast 50 Kilo abgenommen
Michelle (25 Jahre; 1,63 m) wog vorher 113 Kilo und nachher 65 Kilo © privat; Björn Wernecke
Seite drucken
Teilen
Kommentare

0 Kommentare

Kommentar schreiben

Gemeinsam durch dick und dünn zu gehen, das wünschen sich alle Paare. Bei Michelle und ihrem damaligen Freund – einem Koch – ging es leider nur in die eine Richtung: Michelle nahm immer mehr zu. Bis sie bei einer Größe von 1,63 Metern 113 Kilogramm wog und beim Klamottenkauf zu Kleidergröße 50 greifen musste. „Ich fand alles schrecklich an mir, wurde gehänselt und hatte wenig Selbstbewusstsein“, er­innert sich Michelle, die da­mals um Schwimmbäder oder Klubs einen großen Bogen machte, weil sie sich so unwohl fühlte in ihrem Körper. Auch die Suche nach einem Ausbildungsplatz gestaltete sich schwierig. Michelle bekam eine
Absage nach der nächsten: „Ich wusste, dass mein starkes Übergewicht eine Rolle spielte, schaffte es aber trotzdem nicht, abzunehmen.“ Erst als ihr Freund Schluss machte, erwachte Michelle aus ihrer Lethargie und entschied: Jetzt be­kommen auch die Pummelpfunde den Laufpass! So speckte Michelle innerhalb von 16 Monaten unglaub­liche 48 Kilo ab:

Endlich mal die Nummer 1 sein
Michelle machte ihr Abnehm­projekt und ihre eigenen Bedürfnisse zur Chefsache. „Ich wollte bei null beginnen und meinen Körper richtig entgiften. Deswegen startete ich mit einer Fastenwoche.“ 7 Tage trank sie nur Wasser, un­gesüßte Tees und Gemüsebrühe. Trotz Kopfschmerzen und Hunger hielt sie durch. „Erstens fühlte ich mich nach kurzer Zeit schon deutlich besser. Und zweitens nahm ich natürlich rasant ab – jeden Tag ein Kilo –, auch wenn es viel Wasser war. Das motivierte mich enorm.“

Nicht mit zweierlei Maß messen

Schon bald erkannte Michelle, was der Hauptgrund für ihr Übergewicht war: Essen diente nicht nur als Nahrungsaufnahme, für sie war es früher vor allem Trost und Zeitvertreib gegen Langeweile. „Ich hatte vergessen, was der Sinn von Ernährung ist. Nämlich auf genussvolle und gesunde Weise satt zu werden“, erinnert sie sich. Nun fragte
sie sich vor jedem Bissen sehr genau, ob sie wirklich hungrig war oder in Wahrheit nur ein anderes Gefühl befriedigen wollte. Und auch beim Essen selbst änderte sie etwas Entscheidendes: „Ich nahm mir Zeit und schlang nicht mehr alles so nebenbei hinunter.“ Damit machte sie alles richtig, denn laut einer Studie der US-amerikanischen University of Rhode Island nehmen Turbo-Esser insgesamt circa 10 Prozent mehr Kalorien zu sich und haben ein drei­fach erhöhtes Risiko, übergewichtig zu werden. Unter anderem auch, weil das Sättigungsgefühl im Hirn erst nach etwa 20 Minuten einsetzt.

Aller guten Dinge sind 3
Michelle aß deshalb nicht nur langsamer, sie aß auch seltener: Es gab nur noch Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Die Kalorien kontrollierte sie mit einer App auf ihrem Smartphone. „Die Portionen waren eiweißreich und so groß, dass ich bis zur nächsten Mahlzeit durchhielt. Zwischendurch gab es nichts. Nur im Notfall einen Apfel oder ein Stück Gurke. Vor allem am Abend mied ich Kohlenhydrate wie Brot, Reis, Kartoffeln, Nudeln und bereitete mir stattdessen einen Salat mit magerem Fleisch zu oder gebackenen Feta-Käse mit Gemüse. So konnte mein Körper über Nacht die Fettreserven anzapfen.“

Alle Viere von sich strecken
Parallel zur Ernährungsumstellung absolvierte Michelle täglich ein 30-minütiges Hantel-Workout und trainierte zu Hause auf ihrem Crosstrainer. „Vor allem die Übungen mit den Hanteln waren anfangs unglaublich anstrengend. Doch sie zeigten auch schnell einen Effekt: Die Kilos schmolzen.“ Auch Mischlingshündin Amy bekam Frauchens Verän­derungen beim Gassigehen zu spüren. „Erst begann ich flott zu walken, dann langsam zu joggen. Noch heute ist Amy meine liebste Lauf-Partnerin.“ Später meldete sich Michelle zusätzlich noch im Fitness-Studio an und trainierte 2- bis 3-mal pro Woche für 2 Stunden, ging laufen und ließ ihrem Körper mehr Zeit für die wichtige Regeneration.

Auch mal Fünfe gerade sein lassen

Nach 16 Monaten zeigte die Waage 65 Kilo an, und seitdem geht Michelle es gelassener an: „Ich zähle keine Kalorien mehr und ich nasche auch ab und zu. Das gleiche ich dann aber aus, weil ich jetzt weiß, wie man schlank bleibt.“ Das neue Wunschgewicht ist aber nicht alles, was sich in Michelles Leben verändert hat: „Ich habe wieder einen Freund und sogar einen Ausbildungsplatz!“

Mein Lieblingsrezept: Feta-Kartoffel-Rote-Bete-Auflauf
1 große  Kartoffel (oder eine Süßkartoffel)
100 g Feta
3 Kugeln  Rote Bete (vorgegart, vakuumiert)  
1 TL Olivenöl
1 Zweig Thymian
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 EL Kürbiskerne
Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Kartoffel oder Süßkartoffel schälen und in etwa 0,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Mit Einmalhandschuhen die Rote-Bete-Kugeln ebenfalls in Scheiben schneiden. Auflaufform fetten. Nun dachziegelartig und immer abwechselnd die Scheiben an­ordnen. Das Ganze mit dem Olivenöl beträufeln und mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss den Feta-Käse in kleine Stücke schneiden und darüberstreuen. Wer mag, gibt noch Kürbiskerne über den Auflauf. Die Auflaufform in den Ofen schieben und 25 bis 30 Minuten backen.

Übersicht
Rezept des Tages
Wildreis-Salat
Wildreis-Salat
Wildreis hat weniger Fett und Kalorien als gewöhnlicher Reis, aber daf ... mehr


Partner

Mitmachen
Gewinnspiele

Einfach klicken und mitmachen!

Der Adventskalender für Frauen 2013

24 Tage mit tollen Gewinnen für tolle Frauen – mit Reisen, Unterhaltungselektronik, Sportbekleidung und viele andere wertvolle Preise. Bis Heiligabend öffnet sich jeden Tag ein Türchen für Sie

JETZT MITMACHEN
alle Gewinnspiele
Community
Blogs