Zuckerfalle Supermarkt So viel Zucker steckt in diesen 7 'gesunden' Lebensmitteln

26.09.2016 , Autor:Kathleen Schmidt-Prange
© WomensHealth.de

Sie wollen Zucker aus Ihrem Alltag verbannen, wissen aber nicht wo (versteckter) Zucker überall lauert? Wir decken die fiesesten Zuckerfallen im Supermarkt für Sie auf

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Versteckter Zucker in Lebensmitteln: So viel Zucker steckt in diesen 7 angeblich gesunden Lebensmitteln aus dem Supermarkt
Hätten Sie gewusst, dass in diesen Lebensmitteln so viel Zucker enthalten ist? © meirion-matthias / Shutterstock.com
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Die Erkenntnis, dass nicht Fett fett macht, sondern Zucker der wahre Übeltäter in Sachen Übergewicht ist, hat viele von uns zur Besinnung gebracht: Zucker wird zum Außenseiter und wird vom Speiseplan, aus den Vorratsschränken und Einkaufswagen verbannt. Doch auf Zucker zu verzichten kostet nicht nur Überwindung und jede Menge Willenskraft, sondern auch detektivischen Spürsinn. Denn dass Schoko-Drops und Gummibärchen süße Zuckerbomben sind, ist nicht zu übersehen bzw. –schmecken. Doch im Supermarkt lauert eine viel größere Gefahr: Versteckter Zucker in vermeintlich gesunden Lebensmitteln: 

#1 ZUCKERFALLE: SALATDRESSING 

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Auch Fertig-Salate enthalten Fertig-Dressing – Finger weg!

Fertig-Dressings sind auch häufig Bestandteil von fertigen Salat-Boxen

© VICUSCHKA / Shutterstock.com

Fertige Salatsaucen aus der Flasche sind das perfekte erste Beispiel für versteckten Zucker im Supermarkt. Denn die meisten dieser cremigen Dressing-Varianten, mit den ach so gesund klingenden Namen wie „Joghurt-Dressing“ oder „Kräuter-Dressing“, sind voll mit unnötigen Zuckerzusätzen. Pro Portion von 30 ml (entspricht 2 Esslöffeln) sind rund 1-2 Zuckerwürfel enthalten – das kommt natürlich auf die Sorte und den Hersteller an. Besonders Light-Dressings haben es in Sachen Zuckergehalt faustdick hinter den Ohren. Denn hier wurde zwar der Fettgehalt reduziert, der Zuckeranteil aber oft erhöht, um z.B. mögliche Geschmacksverluste auszugleichen. So, und jetzt schauen Sie doch mal auf die Rückseite Ihres Lieblings-Dressings, dass sicherlich auch in Ihrem Kühlschrank steht – falls einfach so schön praktisch ist: Na überrascht, dass Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup oder andere Zuckerarten sich so weit oben in der Zutatenliste tummeln? Wenn Sie diesen Zucker-Mix, der meist auch noch Aromen und andere beliebte Zutaten aus der "Familie" der E-Nummern enthält, jetzt über Ihren Salat kippen, ist er leider nur noch halb so gesund wie zuvor.

Übrigens: Auch die kleinen Tütchen mit Salatdressing-Pulver zum Anrühren sind nicht besser. In den Zutatenlisten taucht Zucker oder auch Maltodextrin (Zucker-Gemisch) häufig sehr weit oben auf und ist somit ein Hauptbestandteil des Dressings. Lecker ist anders.

Dressing in Zukunft lieber selber machen.

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Gewürzgurken enthalten nicht selten Glukose-Fruktose-Sirup

Gewürzgurken enthalten überraschend viel Zucker

© Alliance / Shutterstock.com

#2 ZUCKERFALLE: GEWÜRZGURKEN

Ob knackige kleine Cornichons oder große Gewürzgurke: Bei der Herstellung von Gewürzgurken kommt traditionell Zucker beim Einkochen zum Einsatz, und das nicht zu wenig. Daher ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass auch die Gürkchen im Glas aus dem Supermarkt eine gewisse Menge Zucker – rund 5 bis 7 Gramm pro 100 Gramm Abtropfgewicht – enthalten. Schon mal gut zu wissen. Doch die Industrie hält sich bekanntlich nicht immer an Traditionen und so kommt es, dass in den Supermarkt-Gurken (auch von namenhaften Herstellern) neben Zucker zusätzlich Glukose-Fruktose-Sirup zu finden ist. Dieser Maissirup (auch HFCS high fructose corn syrup) kann besonders günstig produziert werden und wird besonders in den USA in alle möglichen Lebensmitteln versteckt. Kritiker warnen, dass durch den verschwenderischen Einsatz des Sirups als Süßungsmittel Übergewicht, Bluthochdruck und andere Stoffwechselerkrankungen begünstigt werden können.

Tipp: Greifen Sie zu Salzgurken, die sind meist komplett zuckerfrei.

#3  ZUCKERFALLE: SMOOTHIES

Auch Smoothies – und wir sprechen hier von Fertig-Smoothies aus dem Supermarkt – haben ein Fruktose-Problem. Sie enthalten zwar keinen HFCS (siehe Gewürzgurken), aber durch die großen Mengen an Obst (meist Äpfel und Bananen als Basis) sehr viel Fruchtzucker. Klar, dadurch liefern Smoothies auch viele Vitamine und Mineralstoffe. Doch das Problem mit der Fruktose sollten Sie nicht unterschätzen: Fruktose wird insulinunabhängig verstoffwechselt, wodurch der Sättigungseffekt ausbleibt. Wer Obst hingegen pur isst, sorgt für einen viel größeren Sättigungseffekt als wenn man es trinkt, da die pürierten Früchte quasi einfach „durchrutschen“. Man nimmt mit einem Smoothie zudem eine viel größere Menge an Fruchtzucker in kürzerer Zeit  auf, als wenn man das Obst essen würde. Und das belastet wiederum den Magen-Darm-Trakt, denn zu viel Fruchtzucker führt häufig zu Bauchschmerzen und Durchfall. Eine Menge von rund 80 Gramm pro Tag ist für den Darm noch gut zu bewältigen. Ein normal großer Fertig-Smoothie (250 ml) allein enthält aber nicht selten bis zu 50 Gramm Zucker – und dann wird's problematisch für den Darm.

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Wenn schon Fertig-Smoothie, dann doch bitte einen mit viel Grünzeug

Wenn schon Fertig-Smoothie, dann doch bitte einen mit viel Grünzeug

© Dasha Petrenko / Shutterstock.com

Also: Halten Sie sich bei Fertig-Smoothies aus dem Supermarktregal eher zurück, frisches Obst ist hier die bessere Wahl! Ausnahmen sind ok, schließlich sind die Dinger verdammt praktisch, besonders unterwegs. Doch am besten mixen Sie sich Ihren eigenen Smoothie im heimischen Mixer (der ist wirklich eine gute Investition) und nehmen ihn mit. So können Sie selbst bestimmen wie viel und welche Art von Obst enthalten ist. Ideal sind grüne Smoothie, die nicht nur Obst, sondern größtenteils Gemüse enthalten.

Die besten Rezepte für grüne Smoothies

#4  ZUCKERFALLE: FRUCHTJOGHURT

Fruchtjoghurt enthält je nach Hersteller und Sorte rund 12 - 15 Gramm Zucker – pro 100 Gramm! Das entspricht rund 4 bis 5 Stücken Würfelzucker (á 3 Gramm). Die meisten Becher umfassen aber 150 Gramm, heißt: In einem Becher Fruchtjoghurt stecken satte 6 bis 7 Stückchen Zucker. Ihhh! Auch Verdickungsmittel, Aromen und Farbstoffe sind häufig Bestandteil von Fruchtjoghurt. Das gleiche gilt übrigens für Fruchtquark oder auch Fruchtbuttermilch. Und übrigens: Damit ein Hersteller seinen Joghurt „Fruchtjoghurt“ nennen darf, muss der Fruchtanteil bei nur schlappen 6 Prozent liegen. Das entspricht 9 g Früchten pro 150 g-Becher, was in etwa dem Gewicht einer kleinen Kirsche ohne Stein oder ½ Mini-Erdbeere entspricht. Noch schlimmer: Der sogenannte "Joghurt mit Fruchtzubereitung": Hier muss der Fruchtanteil lediglich 3,5 Prozent betragen. Die Lösung für das Joghurt-Dilemma? Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz kaufen und frisches Obst frisch dazu schnippeln, fertig!

Nice to know: Wer übrigens denkt,  fettreduzierter Fruchtjoghurt mit 0,1 Prozent Fett o.ä. sei generell eine bessere Wahl, der irrt. Denn nur weil der Fettanteil geringer ist, heißt das noch lange nicht automatisch dass auch weniger Zucker oder weniger Kalorien enthalten sind. Werfen Sie also immer einen Blick auf die Nährwerttabelle auf der Rückseite. Meist ist der Zuckergehalt genauso hoch (wenn nicht höher!) als bei Joghurt mit 1,8 oder 3,5 Prozent Fett im Milchanteil.

Die Verbraucherzentrale hat 16 Joghurts aus dem Supermarkt auf ihren Zuckergehalt hin getestet. Die Ergebnisse lesen Sie im Testbericht.

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Besser als jeder Fruchtjoghurt: Naturjoghurt mit frischen Früchten

Naturjoghurt MIT Früchten ist top, FRUCHTjoghurt hingegen ein echter Flop

© Syda-Productions / Shutterstock.com

#5  ZUCKERFALLE: KRAUTSALAT

Krautsalat schmeckt pur mindestens genauso gut wie als Beilage zum Grillen. Doch Achtung, auch hier versteckt sich Zucker: Denn nach der Hauptzutat Weißkohl, der an erster Stelle in der Zutatenliste steht, folgt nach Wasser meist direkt Zucker. Denn Zucker wird in der Lebensmittelindustrie nicht nur als Geschmacksträger eingesetzt, sondern auch zur Wasserbindung und damit zur besseren Haltbarkeit, wie im Fall des Fertig-Salats. So stecken am Ende rund 10 Gramm Zucker in 100 Gramm Krautsalat, je nach Hersteller können es aber natürlich auch etwas mehr oder weniger sein. Viele traditionelle Krautsalat-Rezepte enthalten auch Zucker, um den beigefügten Essig abzumildern und den Salat geschmacklich abzurunden. Doch wenn Sie den Krautsalat selber machen, können Sie entscheiden wie viel Zucker letztlich im Produkt landet (meist reicht eine Prise!) – und nicht irgendein Lebensmittelhersteller.

Krautsalat-Rezept mit wenig Zucker und viel Geschmack

#6  ZUCKERFALLE: ROTKOHL

Auch der farbenfrohe Verwandte des Krautsalats – der Rotkohl in Glas oder Dose – enthält jede Menge Zuckerzusätze, etwa 11 Gramm Zucker auf 100 Gramm. Oft findet sich nicht nur Zucker, sondern gern auch (noch zusätzlich!) "Glukose-Fruktose-Sirup" im Glas. Und was meinen Sie wohl, was dieser Sirup genau ist? Ein Zuckergemisch, korrekt! Bei diesem leckeren Rotkohl-Rezept sorgen Backpflaumen und Äpfel für die optimale Süße. 

#7  ZUCKERFALLE: DOSENSUPPEN

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Tomatencremesuppe enthält oft zugesetzten Zucker

Besonders Tomatensuppen wurden oft mit Zucker "verfeinert"

© stockcreations / Shutterstock.com

Gegen Suppen aus der Dose ist rein theoretisch nichts einzuwenden, denn sie sind praktisch und schnell zubereitet. Leider sind Dosensuppen aber auch ein prima Versteck für Zucker, denn der Zucker ist geschmacklich nicht als „süße“ Beigabe zu identifizieren. Doch natürlich ist nicht jede Suppe im Supermarktregal mit Zucker gepanscht: Klare Brühen oder Nudelsuppen sind meist frei von unnötigen Zuckerzusätzen. Doch bei vermeintlich gesunden Gemüsesuppen wie Tomaten- oder Kürbissuppe oder auch Eintöpfen aller Art wird die Sache interessant: Hier findet sich Zucker leider sehr oft in der Zutatenliste wieder. Warum? Um den Geschmack abzurunden, um die Textur zu verbessern etc. Doch natürlich gibt es auch Hersteller, die mit gutem Beispiel voran gehen und auf Zucker, Zuckersatzstoffe & Co. komplett verzichten. Übrigens: Noch schlimmer als Dosensuppen sind übrigens sogenannte "Tassensuppen": Bei einer Tomaten-Creme-Suppe eines großen Herstellers, findet sich beispielsweise Zucker direkt an dritter Stelle (nach Gemüse und Kartoffelstärke) in der Zutatenliste. Und als wäre das nicht genug, folgt direkt an sechster Stelle Glukosesirup, als im Prinzip Zucker, nur unter einem seiner vielen Decknamen.

Ran an die Suppenkelle: Werden Sie selbst zum Suppenkaspar und machen Sie sich Ihre Lieblingssuppen in Zukunft selbst. Die können Sie auch auf Vorrat kochen und einfrieren. Fast so praktisch wie aus der Dose – aber viel aromatischer und vor allem schön clean. Hier kommen unsere besten Suppen-Rezepte.

Noch mehr überraschend zuckerhaltige Lebensmittel aus dem Supermarkt haben wir in dieser Tabelle für Sie zusammengestellt. 
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