Foodografie 5 Schritte zum perfekten Food-Foto

19.10.2016 , Autor:Melanie Khoshmashrab
© Women's Health März

Würden Sie auch am liebsten immer gleich ins Display beißen, wenn Sie zerfließenden Käse oder einen saftigen Burger bei Insta sehen? Wir zeigen Ihnen, wie auch Sie Ihr Essen optimal in Szene setzen und zum perfekten Food-Fotografen mutieren

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Food-Fotografie: So gelingt das perfekte Food-Foto
In nur 5 Schritten zum perfekten "Foodographen" © Dmitry Galaganov / Shutterstock.com
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"Food-Bilder müssen Gefühle wecken"

Die Food-Stylistin und Showköchin Diana Krauss (www.dianakrauss.com) hat ein professionelles Auge für Ästhetik auf dem Teller und weiß, was in der Foodie-Welt ankommt: „Die Leute wollen authentisches Essen sehen, einfach angerichtet und ohne Schnickschnack. Das kann zum Beispiel ein Fisch sein, bei dem man noch die Gräten sieht, die verschüttete Soße oder die verstreuten Brotkrümel im Bild. Solche szenischen Bilder erzählen eine Geschichte und wecken deshalb beim Betrachter Emotionen: Er erinnert sich an schöne Essensmomente und kann sich daher mit dem Bild identifizieren.“ Und wohin geht der Trend? „Der Wunsch nach Authentizität und Ehrlichkeit wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Die gezeigten Gerichte sollen ehrlich, qualitativ hochwertig und nachhaltig zubereitet sein und gesund daherkommen. Der Trend geht klar in die Richtung unverarbeitet und vegan."

So werden Sie in nur 5 Schritten zum perfekten Food-Fotografen

#1) Das Bildmotiv


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Machen Sie sich die Farben der Lebensmittel für Ihr Foodporn-Foto zu Nutze

Machen Sie sich die leuchtenden Farben von frischem Obst zu Nutze

© Alena Haurylik / Shutterstock.com

Die meisten Lebensmittel sind ja von Natur aus leuchtend und knackig. Mit frischen Produkten sparen Sie sich also die digitale Nachbearbeitung. Kombinieren Sie Farben und setzen Kontraste, damit das Bild an Tiefe gewinnt und flächige Speisen lebendiger wirken. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer auf dem hellen Filet oder grüner Schnittlauch ­auf weißem Quark sind das i-Tüpfelchen – nicht nur fürs Essen an sich. Spielen Sie auch mit den unterschiedlichen Konsistenzen und sorgen ruhig für Unordnung auf dem Teller. Ein Foodporn-­Lover braucht keine Etikette.

#2) Die Perspektive


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Die Perspektive ist beim perfekten Food-Foto entscheidend

Zum Reinbeißen: Der Burger steht im Fokus

© Joshua Resnick / Shutterstock.com

Gehen Sie gaaaanz nah ran! Ein saftiger Burger oder zart schmelzendes Schokoladeneis lassen dem Betrachter am ehesten das Wasser im Mund zusammen­laufen, wenn es aussieht, als könne er direkt reinbeißen. Stellen Sie auf ein Detail scharf, das besonders anturnt. Zoomen Sie aber nicht digital, sondern gehen mit dem Handyobjektiv näher ans Motiv. Für solche Makro­aufnahmen eignen sich Stativ und Fernauslöser, weil beides Verwackler verhindert und die Bildausrichtung vereinfacht. Tipp: Zeigen Sie immer nur einen Ausschnitt des gesamten Motivs – das regt die Fantasie an.

#3) Das Licht


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Authentisch und am leckersten sehen Lebensmittel immer bei Tageslicht aus

Tageslicht ist optimal für ein gutes Foodie

© Efired / Shutterstock.com

Knipsen Sie die Sonne an! Den integrierten Blitz Ihres Smartphones können Sie vergessen, der sorgt nur für hässliche Schatten und überbelichtete Partien. Authentisch und am leckersten sehen Lebensmittel immer bei Tageslicht aus, dem sogenannten „available light“. Stellen Sie Ihr Motiv nah an ein Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wenn Sie ein weißes Blatt Papier zur Hand haben, können Sie es als Reflektor nutzen, um mehr Licht aufs Bildmotiv zu bringen. Weil Sie dann aber nur eine Hand frei haben, eignet sich eine ­Styroporplatte, die von selbst stehen bleibt, noch ­besser.

#4) Die Unterlage


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Perfekte Unterlage für Ihr Food-Foto im Homemade-Look

Holztische als Unterlage sind authentisch und schön

© Julia Sudnitskaya / Shutterstock.com

Bleiben Sie untendrunter clean! Das Essen ist der Star jedes ­Foodies, und dem sollte nicht von Geschirr oder schmückendem Beiwerk (den sogenannten „props“) die Show gestohlen werden. Am besten eignet sich daher schnörkelloses, einfar­biges oder reinweißes Geschirr. Ein Kontrast zur Farbe der Speise macht sich immer gut, denken Sie nur an den leuchtend roten Erdbeerkuchen auf einem weißen Teller. Darunter sind natür­liche Materialien wie Holz oder dunkler Schiefer ideal. Erst sie verleihen dem Bild den gewünschten „Homemade“-Look. 

#5) Das Posten


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Bearbeiten Sie Ihr Bild nicht zu stark

Filter setzen? Lieber nicht. Weniger ist meistens mehr

© Sisacorn / Shutterstock.com

Bevor Sie das Bild hochladen, tragen Sie bei der finalen Bild­bearbeitung nicht zu dick auf! Bei Selfies sind Filter oft das bessere Make-up, doch bei Foodies verschlimmbessert die Farbretusche eher. Salat im Retro-Look? Igitt! Oft reicht es vollkommen, das Bild nur etwas aufzuhellen und den Kontrast zu verändern. Posten Sie Ihr Foto dann bei Instagram, wird es erfahrungsgemäß öfter geliked, kommentiert oder verlinkt, wenn Sie Hashtags verwenden, die gut zum Bild passen; #nofilter, #foodporn, #instafood gehen übrigens immer. Jedoch gilt: Zu viele Hashtags wirken über­laden – 10 bis 15 reichen dicke.

Das beste Equipment für die Food-Fotografie

Diese Gadgets machenaus einem Smartphone-Schnappschuss einprofessionelles Foodie:

a) Aufsteckobjektiv: Mit der Sony Smartshot DSC-QX30 verwandeln Sie Ihr Smartphone (Android oder iOS) in eine leistungsstarke Kamera. Das Objektiv macht auch bei schlechtem Licht extrem scharfe Bilder. Über www.sony.de, um 300 Euro
b) Stativ: Dank dieses Helfers gehören verwackelte Bilder ab jetzt der Vergangenheit an. Das Tripod von Fheimin ist robust, knapp 20 Zentimeter lang und wiegt kaum 100 Gramm. Über www.amazon.de, um 13 Euro.
c) Bildbearbeitungs-App: Mit Photoshop Fix von Adobe können Sie unkompliziert Belichtung, Kontrast und Sättigung verändern. Zudem ist es möglich, einzelne Partien nachträglich unscharf zu machen. Für iOS, kostenlos, über itunes.apple.com

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