Die Women's Health-Redaktion testet Food-Trends

Ernährungs-Experiment Intermittierendes Fasten

06.09.2013 ,
© Women's Health Oktober

Fenja, alles essende Praktikantin. Bedingt durch ihr Ökotrophologiestudium, ernährt sie sich meist bewusst und gesund, liebt aber auch Pizza und Schokolade.

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Intermittierendes Fasten: Fenja fastet
Das landet an einem Beispieltag auf ihrem Teller: Entweder nur Wasser, Tee und etwas Wein. Oder an einem „Esstag“ 300 g Erdbeeren und 1 Ei, 150 g Rindersteak mit Rosmarin. 250 g Kartoffeln und 150 g Zucchini-Erbsen-Gemüse. 1 Handvoll saures Gummizeug, 3 Lakritz und Schokolade. Brote mit Frischkäse, 1 Schale Radiccio-Oliven-Salat © Himmel & Burwick
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So ernährt sie sich jetzt: Am ersten Tag wird gefastet, erlaubt sind Wasser, Tee und 1 Glas Wein. Am Folgetag darf gegessen werden, was man mag, idealerweise nicht mehr als sonst. Dann geht’s von vorn los.

Hilfsmittel: "Die 'Morgen darf ich essen, was ich will'-Diät" (Gräfe und Unzer, um 20 Euro).

Von einem Extrem ins andere


Der erste Fastenmorgen beginnt mit gemischten Gefühlen. Puh, halte ich es durch, den ganzen Tag nichts zu essen? Es fällt mir ja schon schwer, das Frühstück auszulassen. Und es wird noch schlimmer, denn die Versuchungen lauern überall. Bei der Arbeit gibt’s Geburtstagskuchen. Also für die anderen — ich trinke Fastentee.

Hunger und Konzentrationsschwäche

Das Hungergefühl wird im Laufe des Tages immer schlimmer und fühlt sich anders an als sonst. Ich habe ein Riesenloch im Bauch, so groß, dass mein Magen sich verkrampft. Außerdem macht mein Kopf nicht mehr, was er soll, er scheint ab 16 Uhr Feierabend zu haben. Mit Tunnelblick und Duselgefühl sitze ich fröstelnd auf meinem Stuhl – nichts geht mehr! Abends auf der Couch gönne ich mir das erlaubte Glas Wein. Aber weil ich den ganzen Tag nichts gegessen habe und mich schwach fühle, schmeckt nicht einmal das. Schon nach dem ersten Schluck wird mir schlecht, um 21 Uhr gehe ich ins Bett, will nur noch schlafen, damit das Elend ein Ende hat. Das geht ja gut los.

Endlich wieder essen

Dafür springe ich am nächsten Morgen so schnell aus dem Bett wie früher als Kind am Geburtstag. Hurra, endlich wieder essen! Gleich mehrere Käsebrote verschlinge ich in Rekordzeit. Und so geht das bis zum Nachmittag weiter. Ich freue mich so sehr darüber, wieder essen zu dürfen, dass ich alles futtere, was mir in die Hände fällt. Mein Körper scheint alles reinholen zu wollen, was ihm am Tag zuvor verwehrt wurde.

Hungern oder Vollstopfen: zwischen zwei Extremen

Die nächsten anderthalb Monate sind ein Auf und Ab. Ich gewöhne mich nur schwer an den Rhythmus „Einen Tag fasten, einen Tag essen“. Das Hungergefühl halte ich aus, aber mein Kopf spielt nicht mit. Ständig bin ich müde, unkonzentriert und abends zu kaputt, um was Sinnvolles zu tun. An den Esstagen futtere ich zu viel und fühle mich dann schlecht dabei. Aber es gibt auch Positives: Nie habe ich besser geschlafen als in den 6 Wochen.


Fazit: Mickrige 2 Kilo habe ich ab­genommen — das schaffen spa­ßigere Diäten auch locker. Und:
Was gesunde Ernährung bedeutet und wie viel Lust die machen kann, lernt man nicht, wenn man sich an einem Tag vollstopft und am nächsten Tag nichts isst.

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