Flossen weg Nicht jeder Fisch gehört auf den Tisch

17.01.2016 , Autor:Kathleen Schmidt
© WomensHealth.de

Achtzig Prozent der Fischbestände weltweit sind bereits überfischt. Wir verraten Ihnen, welche Meeresbewohner Sie noch guten Gewissens genießen können 

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Bedrohte Fischarten: Nicht jeder Fisch gehört auf den Tisch
Bedrohte Fischarten: Der Goldfisch muss sich noch keine Sorgen machen – er landet aber eben auch nicht auf den Tellern © Shutterstock
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Gesunde Ernährung

Fisch ist gesund, lecker und sollte mindestens einmal in der Woche auf Ihrem Teller landen. Denn Fisch ist reich an Vitamin A, D sowie einer Reihe von B-Vitaminen, liefert Magnesium, Eisen und ist wertvolle Quelle von gesunden Omega-3-Fettsäuren. Das Fischeiweiß ist leicht verdaulich und kann von unserem Körper hervorragend verwertet werden. Das Ganze hat nur einen Haken: Nicht jeder Fisch sollte auf Ihren Tisch – denn viele Fisch sind mit Umweltgiften belastet oder durch Überfischung gefährdet. Manche Fischarten sind sogar bereits vom Aussterben bedroht (siehe Galerie weiter unten).

Damit die Fischbestände der Meere nicht noch weiter schrumpfen, sind vor allem die Verbraucher gefragt. Das können Sie tun:

  • Essen Sie seltener und bewusster Fisch. Genießen Sie Fisch und sehen Sie ihn als "nichtalltägliche Delikatesse" an.
  • Treffen Sie eine "gute Wahl" und greifen Sie an der Fischtheke bewusst zu empfehlenswerten, nicht bedrohten Arten, die aus gesunden Beständen mit schonenden Methoden gefangen wurden oder aus nachhaltigen Aquakulturen stammen.

Doch woher weiß man eigentlich, welcher Fisch bedroht ist und welcher nicht? Ganz einfach: Greenpeace und auch der WWF (World Wide Fund For Nature) haben jeweils einen, praktischen Einkaufsratgeber für Fisch und Meeresfrüchte ausgearbeitet, mit dessen Hilfe man sich ganz leicht orientieren kann. Die Ratgeber gibt es auch online (hier: Greenpeace-Ratgeber und WWF-Einkaufsratgeber) und sogar als App für unterwegs und werden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

Sie können sich beim Einkauf auch zusätzlich an Bio- und Umweltsiegel orientieren. Zugegeben: Siegel sind manchmal ziemlich verwirrend, darum klären wir Sie auf – kurz und knapp:

Zuchtfische bekommt bei Verwendung gentechnikfreier Futtermittel zum Beispiel die Siegel von Bioland und Naturland sowie vom ASC (Aquaculture Stewardship Council). Auch GLOBALG.A.P. und Aquagap überprüfen Aquakulturen und zertifizieren sie. Für uns als Verbraucher ist dies allerdings auf den Verpackungen nicht sichtbar. 

Bei Wildfängen besagt das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council), dass der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt. Auch das FOTS-Siegel (friend of the sea) steht für nachhaltigen Fischfang.

Dieser Fisch gehört nicht auf den Tisch

Dorade Royal
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1 / 20 | Dorade Royal (Goldbrasse) - © Shutterstock

Flossen weg von ... Dorade Royal (Goldbrasse)

Aus den Fanggebieten: Mittelmeer und Nordost-Atlantik (Wildfang, Stellnetz, Grundschleppnetz, Zucht, Offene Netzgehege)


Alternative: Dorade Royal aus GOBALG.A.P*-zertifizierten Zuchten (z.B. aus Griechenland und Kroatien) oder mit Naturland-Siegel.

*GLOBALG.A.P. ist eine privatwirtschaftliche Organisation, die weltweit freiwillige Standards zur Zertifizierung von landwirtschaftlichen (inklusive Aquakulturen) Produkten setzt.

Tilapia
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2 / 20 | Tilapia - © Shutterstock

Flossen weg von ... Tilapia

Aus dem Fanggebiet: Südost-Asien (Zucht in offenen Netzen oder Teichen)


Alternative: Tilapia, der aus Zuchten in geschlossen Anlagen kommt (und nicht aus Südost-Asien) gilt hingegen als "gute Wahl".

Lachs
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3 / 20 | Lachs - © Shutterstock

Flossen weg von ... Lachs

Aus den Fanggebieten: Chile (Zucht), Ostsee und Nordost-Atlantik
(Wildfang, Stellnetz, Langleine, Fallen)


Alternative: Lachs aus Irland, Norwegen oder Schottland (aus Zucht, offenen Netzgehegen, GLOBALG.A.P.* zertifiziert) sind laut WWF eine bessere – wenn auch nur "zweite Wahl".

*GLOBALG.A.P. ist eine privatwirtschaftliche Organisation, die weltweit freiwillige Standards zur Zertifizierung von landwirtschaftlichen (inklusive Aquakulturen) Produkten setzt.

Pangasius
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4 / 20 | Pangasius - © Shutterstock

Flossen weg von ... Pangasius

Aus dem Fanggebiet: Thailand (Zuchtanlagen)


Alternative: Pangasius aus zertifizierten Betrieben (z.B. GLOBALG.A.P.* oder Aquagap**)

*GLOBALG.A.P. ist eine privatwirtschaftliche Organisation, die weltweit freiwillige Standards zur Zertifizierung von landwirtschaftlichen (inklusive Aquakulturen) Produkten setzt.
**Zertifizierungsprogramm "Guter Aquakultur Praxis" (Good Aquaculture Practice, GAP) für alle Spezies in Aquakulturen

Seeteufel
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5 / 20 | Seeteufel - © Shutterstock

Flossen weg von ... Seeteufel

Aus den Fanggebieten: Mittelmeer, Nordost-Atlantik, Nordwest-Atlantik. Nordwest-Pazifik (Wildfang) und Island (Grundschleppnetze)




Alternative: Wildfang aus Island gilt als "zweite" also bessere Wahl.

Snapper
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6 / 20 | Snapper - © Shutterstock

Flossen weg von ... Snapper

Aus den Fanggebieten: weltweit (Wildfang) und Südostasien (Zucht)


Zander
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7 / 20 | Zander - © Shutterstock

Flossen weg von ... Zander

Aus den Fanggebieten: Ostsee, Osteuropa (außer Estland), Russland (Wildfang, Stellnetz, Langleinen, z.T. Fallen)


Alternative: Zander aus Westeuropa, Skandinavien oder Estland.

Sardelle
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8 / 20 | Sardelle (Anchovi) - © Shutterstock

Flossen weg von ... Sardelle (Anchovi)

Aus dem Fanggebiet: Mittelmeer (Wildfang)


Alternative: Wildfänge aus Biskaya sind hingegen eine "gute Wahl", während Sardellen, die aus den Iberischen Meeren oder dem mittlereren Ost-Atlantik gefischt wurden, laut WWF als "zweite Wahl" gelten.

Scholle
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9 / 20 | Scholle - © Shutterstock

Flossen weg von ... Scholle

Aus den Fanggebieten: Nordsee (Wildfang, Baumkurre), Keltische Meere,  Skagerrak/Kattegat, Westliches Irland (Wildfang, Stellnetz, Schleppnetz, Ankerwade)


Auch die Pazifische Scholle aus Wildfängen oder Grundschleppnetz-Fang (Alaska, Beringsee (USA) und Kanada) sollte nicht auf Ihrem Teller landen.

Alternative: Unsere heimische Scholle aus der Nordsee darf hingegen ohne Reue genossen werden und gilt als "gute Wahl".

Nicht jeder Fisch ist kalorienarm
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10 / 20 | Forelle - © Shutterstock

Flossen weg von ... Forelle

Aus den Fanggebieten: Europäische Binnengewässer (Wildfang, Angel)


Auch bei Regenbogenforellen aus Zuchtanlagen in Chile oder Türkei und Meerforellen aus der Ostsee (z. B. aus Wildfang) gilt: Finger weg!

Alternative: Daumen hoch heißt dagegen für Regenbogenforellen aus Nordeuropa (Zucht).

Mahi Mahi
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11 / 20 | Mahi Mahi - © Shutterstock

Flossen weg von ... Mahi Mahi

Aus dem Fanggebiet: Pazifik (Wildfang, Stellnetz, Langleine)


Hummer
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12 / 20 | Hummer - © Shutterstock

Flossen weg von ... Hummer

Aus den Fanggebieten: Nordost-Atlantik (Europa) und Nordwest-Atlantik (USA) (Wildfang)


Gelbflossenthun
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13 / 20 | Gelbflossenthun - © Shutterstock

Flossen weg von ... Gelbflossenthun

Aus dem Fanggebiet: weltweit (Wildfang, Stellnetz, Langleine)


Es gibt insgesamt 7 verschiedene Thunfisch-Arten., aber nur der weiße
Tunfisch und der Skipjack (wird auch Bonito genannt) sind im Bestand noch gefestigt. Diese beiden Arten können Sie bedenkenlos kaufen.

Blauflossenthun
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14 / 20 | Blauflossenthun - © Shutterstock

Flossen weg von ... Blauflossenthun

Aus dem Fanggebiet: weltweit (Wildfang und Zucht)


Flunder
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15 / 20 | Flunder - © Shutterstock

Flossen weg von ... Flunder

Aus den Fanggebieten: Nordsee, Skagerrak/Kattegat (Wildfang, Grundschleppnetz)


Alternative: Flunder aus der Ostsee ist laut WWF die bessere Wahl ("Zweite Wahl")

Rotbarsch
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16 / 20 | Rotbarsch - © Shutterstock

Flossen weg von ... Rotbarsch

Aus den Fanggebieten: Island, Südöstliches Grönland, Nordwest-Atlantik (Wildfang)


Nicht jeder Fisch ist kalorienarm
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17 / 20 | (Spanische) Makrele - © Shutterstock

Flossen weg von ... (Spanische) Makrele

Aus den Fanggebieten: Mittelmeer, östlicher Mittel-Atlantik (Wildfang)


Alternative: Makrelen aus dem Nordwest-Atlantik sind die bessere Wahl!

Steinbutt
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18 / 20 | Steinbutt - © Shutterstock

Flossen weg von ... Steinbutt

Aus den Fanggebieten: Nordsee (Wildfang, Bodenschleppnetz, Baumkurre)


Alternative: Greifen Sie zum atlantischen Heilbutt aus Europa. Der Plattfisch ist laut WWF eine "gute Wahl". Auch der europäische Heilbutt aus Zucht ist vetretbar.

Jakobsmuscheln
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19 / 20 | Jakobsmuscheln - © Shutterstock

Flossen weg von ... Jakobsmuscheln

Aus den Fanggebieten: Mittelmeer, Nordost-Atlantik (Wildfang, Grundschleppnetz)


Alternative: Jakobsmuscheln aus Zuchtanlagen aus Japan, Südost-Asien oder West-Europa.

Kaisergranat (Scampi)
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20 / 20 | Kaisergranat (Scampi) - © Shutterstock

Flossen weg von ... Kaisergranat (Scampi)

Aus dem Fanggebiet: Nordost-Atlantik (Wildfang, Grundschleppnetz)


Alternative: Scampi aus der Nordsee oder Skagerrak/Kattegat (Wildfang,  Körbe) sind die bessere Wahl.

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